Diese Arbeit wird drei der bekanntesten und ältesten Messanlagen der Demokratiemessung – dem Freedom House-Index, Polity-Index und Democracy-Dictatorship-Index (DD) – behandeln. Dabei sollen die Indizes im Hinblick auf die Gütekriterien empirischer Messungen (Objektivität, Reliabilität und Validität) untersucht werden sowie ihre theoretischen Grundlagen und Operationalisierungsschritte dargelegt werden. Des Weiteren werden die drei Indizes miteinander verglichen, um schlussendlich eine eventuelle Präferenz bezüglich einer Messanlage herausarbeiten zu können.
Die Demokratie hat sich seit dem 20. Jahrhundert vor allem in den Ländern der westlichen Sphären als vorrangige Regierungsform durchgesetzt. Die Entwicklung von autokratischen, diktatorischen oder monarchischen Staaten zu demokratischen Regierungen erfolgte allerdings nicht einheitlich und nicht in derselben Geschwindigkeit in allen betroffenen Ländern. Es war vielmehr eine wellenartige Entwicklung, die in unterschiedlichen Tempi voranschritt und in unterschiedlichen Ergebnissen resultierte. Dadurch entwickelte sich ein unterschiedlich hoher Grad an Demokratisierung in vielen Ländern und eine Vielzahl an diversen Regierungssystemen, die in der vergleichenden Politikwissenschaft Gegenstand zahlreicher Forschungen sind.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung.
- 2. Zur Demokratiemessung.
- 3. Der Freedom House-Index
- 4. Der Polity-Index
- 5. Democracy-Dictatorship (DD).
- 6. Vergleich der Indizes und Fazit....
- 7. Quellen.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit drei bekannten Messanlagen der Demokratiemessung - dem Freedom House-Index, Polity-Index und Democracy-Dictatorship-Index (DD). Die Arbeit analysiert die Indizes im Hinblick auf die Gütekriterien empirischer Messungen (Objektivität, Reliabilität und Validität) und legt ihre theoretischen Grundlagen sowie Operationalisierungsschritte dar. Darüber hinaus werden die drei Indizes miteinander verglichen, um eine mögliche Präferenz für eine bestimmte Messanlage herauszuarbeiten.
- Theoretische Grundlagen und Gütekriterien empirischer Messungen
- Operationalisierungsschritte der Indizes
- Vergleich der Indizes hinsichtlich Objektivität, Reliabilität und Validität
- Bewertung der drei Messanlagen
- Herausarbeitung möglicher Präferenzen
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
Die Einleitung stellt die Relevanz der Demokratiemessung im Kontext der Entwicklung unterschiedlicher Regierungssysteme im 20. Jahrhundert dar. Sie führt die drei zu analysierenden Indizes – Freedom House-Index, Polity-Index und Democracy-Dictatorship-Index (DD) – ein und skizziert die Zielsetzung der Arbeit. - Kapitel 2: Zur Demokratiemessung
Dieses Kapitel beleuchtet die zentralen Herausforderungen der Demokratiemessung, insbesondere die Schwierigkeit, den Begriff der Demokratie und ihre Merkmale klar und allgemeingültig zu definieren. Es werden die Gütekriterien empirischer Messungen - Objektivität, Reliabilität und Validität - erläutert und ihre Bedeutung für die Qualität der Messanlage hervorgehoben. Die Diskussion der Dahlschen Minimalbedingungen, die politische Partizipation und den Wettbewerb als Kernmerkmale der Demokratie definieren, bietet einen theoretischen Rahmen für die weitere Analyse. - Kapitel 3: Der Freedom House-Index
Kapitel 3 fokussiert auf den Freedom House-Index und untersucht seine theoretischen Grundlagen, Operationalisierung und die Gütekriterien seiner Messung. Es analysiert die Indikatoren, die zur Bewertung des Demokratiegrades herangezogen werden, und hinterfragt die Objektivität, Reliabilität und Validität des Indexes. - Kapitel 4: Der Polity-Index
In diesem Kapitel wird der Polity-Index im Detail betrachtet, wobei die theoretischen Grundlagen, die Operationalisierung und die Gütekriterien der Messung im Vordergrund stehen. Die Analyse umfasst die Indikatoren, die zur Messung des Demokratiegrades verwendet werden, sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Objektivität, Reliabilität und Validität des Indexes.
Schlüsselwörter
Demokratiemessung, Freedom House-Index, Polity-Index, Democracy-Dictatorship-Index (DD), Gütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, theoretische Grundlagen, Operationalisierung, Vergleich, Bewertung, Präferenz.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die bekanntesten Indizes zur Demokratiemessung?
Die drei am häufigsten verwendeten Messanlagen sind der Freedom House-Index, der Polity-Index und der Democracy-Dictatorship-Index (DD).
Was misst der Freedom House-Index?
Er bewertet den Grad der politischen Rechte und bürgerlichen Freiheiten in Ländern weltweit und kategorisiert sie als "frei", "partiell frei" oder "nicht frei".
Worauf fokussiert sich der Polity-Index?
Der Polity-Index konzentriert sich auf institutionelle Merkmale wie den Wettbewerb bei der Rekrutierung von Führungskräften und die Beschränkungen der Exekutive.
Was sind die Gütekriterien empirischer Demokratiemessung?
Die zentralen Kriterien sind Objektivität (Unabhängigkeit vom Forscher), Reliabilität (Zuverlässigkeit der Messung) und Validität (Gültigkeit der Messung).
Warum ist die Definition von Demokratie für die Messung schwierig?
Es gibt keinen universellen Konsens darüber, welche Merkmale (z. B. nur Wahlen oder auch soziale Gerechtigkeit) zwingend für eine Demokratie sind, was zu unterschiedlichen Operationalisierungen führt.
- Quote paper
- Luisa Langschmidt (Author), 2018, Forschungsdesign in der Demokratiemessung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459784