Im Rahmen der vorliegenden Arbeit ist es unser Ziel, eingehend zu beleuchten, welche Rolle den sieben Kurfürsten, durch die Festlegungen der Goldene Bulle, bei der Königswahl zukam. Dabei werden unsere Kernfragen lauten: Wie gestaltete sich das Zustandekommen der Goldene Bulle und die Zusammenhänge um ihr Inkrafttreten? Welche Rechte und Pflichten wurden den Kurfürsten dadurch auferlegt? Wie wirkten sich die Verfassung und ihre Bestimmungen auf die Machtposition der Kurfürsten aus? Und welche langfristigen Auswirkungen hatte die Konzeption, die hinter der Verfassung stand, auf das Kaiserreich?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Fragestellung
- Quellen- und Literaturbericht
- Methode und Aufbau der Arbeit
- Die Goldene Bulle
- Die Verfassung und ihr Inkrafttreten
- Das Kurfürstenkollegium
- Die Rolle der Kurfürsten
- Wahleinladung und jährliche Unterredung
- Die Reglung der Sitzordnung
- Das Recht auf sicheres Geleit
- Rechte und Pflichten beim Wahlablauf
- Die Festlegung der Erbfolge
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Rolle der Kurfürsten bei der Königswahl im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation nach Inkrafttreten der Goldenen Bulle im Jahre 1356. Sie untersucht die Auswirkungen dieser Verfassung auf die Machtposition der Kurfürsten und beleuchtet die Rechte und Pflichten, die ihnen durch die Goldene Bulle auferlegt wurden.
- Die Goldene Bulle als erste rechtskräftige Reichsverfassung
- Das Kurfürstenkollegium und seine Zusammensetzung
- Die Rechte und Pflichten der Kurfürsten bei der Königswahl
- Die Auswirkungen der Goldenen Bulle auf die Machtposition der Kurfürsten
- Die langfristigen Auswirkungen der Goldenen Bulle auf das Kaiserreich
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung der Arbeit stellt die Fragestellung und die Methodik dar. Sie skizziert zudem die wichtigsten Quellen und die literarische Grundlage der Arbeit.
Das zweite Kapitel befasst sich mit der Goldenen Bulle als Verfassungstext, beleuchtet ihre Entstehung und ihr Inkrafttreten. Des Weiteren wird das Kurfürstenkollegium und seine Zusammensetzung näher betrachtet.
Das dritte Kapitel widmet sich der Rolle der Kurfürsten im Rahmen der Königswahl. Die Kapitel thematisieren die Wahleinladung, die jährliche Unterredung, die Reglung der Sitzordnung, das Recht auf sicheres Geleit, die Rechte und Pflichten der Kurfürsten beim Wahlablauf sowie die Festlegung der Erbfolge.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Themen wie der Goldenen Bulle, dem Kurfürstenkollegium, der Königswahl im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, den Rechten und Pflichten der Kurfürsten, der Machtposition der Kurfürsten und den langfristigen Auswirkungen der Goldenen Bulle auf das Kaiserreich.
Häufig gestellte Fragen
Was war die Goldene Bulle von 1356?
Die Goldene Bulle war das wichtigste Grundgesetz des Heiligen Römischen Reiches, das die Modalitäten der Königswahl und die Vorrechte der Kurfürsten verbindlich regelte.
Wer gehörte zum Kurfürstenkollegium?
Das Kollegium bestand aus sieben Fürsten: drei geistlichen (Erzbischöfe von Mainz, Köln, Trier) und vier weltlichen (Pfalzgraf bei Rhein, Herzog von Sachsen, Markgraf von Brandenburg, König von Böhmen).
Welche besonderen Rechte erhielten die Kurfürsten?
Sie erhielten unter anderem das Recht auf sicheres Geleit zur Wahl, Vorrechte bei der Sitzordnung und die Festlegung der Primogenitur (Erbfolge), was ihre Macht massiv stärkte.
Wie beeinflusste die Goldene Bulle die Stabilität des Reiches?
Durch die klare Regelung des Wahlablaufs und den Verzicht auf päpstliche Bestätigung wurde die Gefahr von Doppelwahlen und Thronstreitigkeiten verringert.
Was war die "jährliche Unterredung" der Kurfürsten?
Die Goldene Bulle sah vor, dass sich die Kurfürsten einmal jährlich treffen sollten, um wichtige Reichsangelegenheiten zu besprechen und ihre Zusammenarbeit zu festigen.
- Quote paper
- Lucius Müller (Author), 2014, Die Rolle der Kurfürsten bei der Königswahl. Nach Inkrafttreten der Goldenen Bulle (1356), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458080