Der Anteil der Menschen in Deutschland, die politische Information aus dem Internet beziehen, steigt stetig an. Das Internet bietet somit die Chance vor allem junge Menschen für politische Inhalte zu begeistern. Aktuell wird jedoch diskutiert, ob Abstimmungen und Wahlen durch Social Bots im Internet manipuliert werden und somit die Demokratie gefährden können. Obwohl sehr viel über Social Bots und ihre Auswirkungen diskutiert wird, gibt es noch keine rechtlichen Grundlagen und Entscheidungen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren soll versucht werden die Verwendung von Social Bots rechtlich einzuordnen. Es soll untersucht werden, in wie weit die aktuellen deutschen Gesetze auf die Social Bots anwendbar sind und ob ein Eingreifen der Politik in dieses Thema notwendig ist.
Inhaltsverzeichnis
- A. Einleitung
- B. Begriffsdefinition „Social Bot“
- C. Rechtliche Problemfelder
- I. Anonymität des Social Bot Verwenders
- II. Meinungsfreiheit
- 1. Verwendung durch eine natürliche Person
- 2. Verwendung durch einen Staat
- III. Demokratieprinzip
- D. Lösungsansätze
- I. Plattformen - Störerhaft
- II. Meinungsvielfalt und Staatsferne
- E. Fazit und Handlungsempfehlungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der rechtlichen Einordnung von Social Bots. Dabei soll untersucht werden, inwiefern die aktuellen deutschen Gesetze auf die Verwendung von Social Bots anwendbar sind und ob ein Eingreifen der Politik in dieses Thema notwendig ist. Der Fokus liegt insbesondere auf der Frage, ob Social Bots die Meinungsbildung im Internet beeinflussen und somit die Demokratie gefährden können.
- Rechtliche Rahmenbedingungen für Social Bots
- Anonymität und Pseudonymität im Internet
- Meinungsfreiheit und Manipulation im Kontext von Social Bots
- Demokratieprinzip und die Gefahr von Social Bots
- Lösungsansätze für den Umgang mit Social Bots
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung skizziert den Kontext der Arbeit und stellt die Relevanz von Social Bots im Zusammenhang mit der politischen Meinungsbildung im Internet dar. Das zweite Kapitel widmet sich der Definition von Social Bots und beleuchtet deren Funktionsweise und Einsatzgebiete. Das dritte Kapitel behandelt die rechtlichen Problemfelder im Zusammenhang mit Social Bots, insbesondere die Anonymität des Verwenders, die Meinungsfreiheit und das Demokratieprinzip.
Schlüsselwörter
Social Bots, Meinungsbildung, Anonymität, Pseudonymität, Telemediengesetz, Meinungsfreiheit, Demokratie, Politik, Internet, Manipulation, Fake News, Propaganda.
Häufig gestellte Fragen
Können Social Bots demokratische Wahlen beeinflussen?
Es wird intensiv diskutiert, ob Social Bots durch die Verbreitung von Fake News und Propaganda die Meinungsbildung manipulieren und somit die Demokratie gefährden.
Sind Social Bots durch das Recht auf Meinungsfreiheit geschützt?
Die rechtliche Einordnung ist schwierig. Es wird unterschieden, ob eine natürliche Person den Bot nutzt oder ob ein Staat ihn zur gezielten Manipulation einsetzt.
Welche rechtlichen Probleme verursacht die Anonymität im Netz?
Die Anonymität erschwert die Identifizierung der Hintermänner von Social Bots, was die rechtliche Verfolgung von Manipulationen oder Beleidigungen fast unmöglich macht.
Was versteht man unter Störerhaftung bei Social-Media-Plattformen?
Störerhaftung bedeutet, dass Plattformbetreiber unter bestimmten Umständen für rechtswidrige Inhalte (oder Bots) haftbar gemacht werden können, wenn sie diese nicht entfernen.
Gibt es in Deutschland bereits spezielle Gesetze für Social Bots?
Aktuell gibt es noch keine spezifischen rechtlichen Grundlagen nur für Bots; es wird geprüft, inwieweit bestehende Gesetze wie das Telemediengesetz anwendbar sind.
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- Lina Holl (Author), 2017, Social Bots aus rechtlicher Sicht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/457960