Die klassische und neoklassische Wirtschaftstheorie setzt einen idealisierten Zustand voraus, in dem rationales und von Eigennutz geprägtes Verhalten nur geringfügig von sozialen Beziehungen beeinflusst wird. Als realitätsfern kritisiert wird diese Sichtweise aus der Perspektive der ‚social embeddedness', welche davon ausgeht, dass das soziale Gefüge, in das Akteure eingebettet sind, einen starken Einfluss auf deren ökonomisches Handeln und damit auch deren wirtschaftlichen Erfolg ausübt.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Problemstellung und Zielsetzung
- 1.2 Gang der Untersuchung
- 2 Begriffliche Grundlagen
- 2.1 Neoklassik und Transaktionskostentheorie
- 2.2 Soziale Einbettung und soziale Netzwerke
- 3 Rolle und Relevanz sozialer Beziehungen in der Wirtschaft
- 3.1 Soziale Einbettung auf individueller Ebene
- 3.2 Soziale Einbettung auf Firmenebene
- 3.2.1 Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg
- 3.2.2 Preisbildung in sozialen Netzwerken
- 4 Chancen und Risiken von sozialen Netzwerken
- 4.1 Grenzen der sozialen Einbettung
- 4.2 Optimale Netzwerkstruktur
- 5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Beziehungen auf wirtschaftliches Handeln, insbesondere auf Unternehmensebene. Sie analysiert, wie soziale Strukturen das Wirtschaftsleben beeinflussen und welche Konsequenzen sich daraus für den Unternehmenserfolg ergeben.
- Soziale Einbettung als Alternative zu neoklassischen und transaktionskostenbasierten Ansätzen
- Rolle und Relevanz sozialer Beziehungen auf individueller und Unternehmensebene
- Auswirkungen von sozialen Netzwerken auf den Unternehmenserfolg und die Preisbildung
- Grenzen und Chancen der sozialen Einbettung für wirtschaftlichen Erfolg
- Optimierung der Nutzung sozialer Beziehungen für einen maximalen wirtschaftlichen Gewinn
Zusammenfassung der Kapitel
- Kapitel 1: Einleitung
- Die Arbeit stellt das Konzept der sozialen Einbettung als eine wichtige Erweiterung der neoklassischen und transaktionskostenbasierten Ansätze vor.
- Sie zeigt, dass ökonomisches Handeln von sozialen Beziehungen und Strukturen beeinflusst wird und erklärt die Relevanz dieses Konzepts für das Verständnis wirtschaftlicher Phänomene.
- Kapitel 2: Begriffliche Grundlagen
- Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Grundlagen der Neoklassik und der Transaktionskostentheorie als Ausgangspunkt für die Untersuchung der sozialen Einbettung.
- Es definiert den Begriff der sozialen Einbettung und analysiert die Entstehung sozialer Netzwerke.
- Kapitel 3: Rolle und Relevanz sozialer Beziehungen in der Wirtschaft
- Das Kapitel beleuchtet die Auswirkungen sozialer Beziehungen auf individueller Ebene und analysiert die Einflüsse und Konsequenzen für Unternehmen.
- Es zeigt, wie soziale Beziehungen den Unternehmenserfolg beeinflussen können, insbesondere durch die Auswirkungen auf die Preisbildung.
- Kapitel 4: Chancen und Risiken von sozialen Netzwerken
- Dieses Kapitel analysiert die Grenzen der sozialen Einbettung und untersucht, wann soziale Beziehungen negativ auf den wirtschaftlichen Erfolg wirken können.
- Es zeigt auf, wie man soziale Beziehungen optimal nutzen kann, um einen maximalen wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.
Schlüsselwörter
Soziale Einbettung, soziale Netzwerke, Unternehmenserfolg, Preisbildung, Neoklassik, Transaktionskostentheorie, ökonomisches Handeln, strukturelle Einbettung, Informationsasymmetrie, homo oeconomicus, Opportunismus.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „Social Embeddedness“ in der Wirtschaft?
Das Konzept der sozialen Einbettung besagt, dass wirtschaftliches Handeln nicht isoliert stattfindet, sondern tief in soziale Beziehungen und Netzwerke eingebettet ist, die Entscheidungen und Erfolg maßgeblich beeinflussen.
Wie unterscheidet sich die Einbettungstheorie von der Neoklassik?
Während die Neoklassik vom rationalen „Homo Oeconomicus“ ausgeht, kritisiert die Einbettungsperspektive dies als realitätsfern und betont den Einfluss des sozialen Gefüges auf ökonomische Akteure.
Welchen Einfluss haben soziale Netzwerke auf den Unternehmenserfolg?
Soziale Beziehungen können Informationsasymmetrien abbauen, Vertrauen schaffen und sogar die Preisbildung in Netzwerken beeinflussen, was zu Wettbewerbsvorteilen führen kann.
Gibt es Risiken bei einer zu starken sozialen Einbettung?
Ja, eine zu starke Einbettung kann zu Lock-in-Effekten führen, Innovationen hemmen oder durch übermäßigen Opportunismus innerhalb geschlossener Gruppen den wirtschaftlichen Erfolg gefährden.
Was ist eine optimale Netzwerkstruktur für Unternehmen?
Eine optimale Struktur nutzt soziale Beziehungen effizient, um Informationen zu gewinnen und Transaktionskosten zu senken, ohne die notwendige Flexibilität für den Markt zu verlieren.
- Quote paper
- Roman Jan Surowiecki (Author), 2005, Die soziale Einbettung wirtschaftlichen Handelns, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45726