Ein Hauptziel der Europäischen Gemeinschaften ist es, im Arbeitsrecht die Rechtsnormen so anzugleichen, dass ein freier und fairer wirtschaftlicher Wettbewerb zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten ermöglicht wird. Jedoch gehört der Grundsatz zur Gleichbehandlung von Mann und Frau im Arbeitsleben zu den wichtigsten Zielen der Sozialpolitik der Gemeinschaft und bildet das zentrale Thema des EG-Arbeitsrechts.
Die vorliegenden Arbeit analysiert systematisch die Auswirkung der Rechtssprechung des EuGH auf das Arbeitsrecht, wobei insbesondere die Rechtssprechung zur Gleichbehandlung näher untersucht wird. Der Autor gibt einführend einen Überblick über die Organisation und die Aufgaben des EuGH. Anschließend wird im Schwerpunkt dieser Arbeit die Rechtssprechung des Gerichtshofs zur Gleichbehandlung von Mann und Frau im europäischen Arbeitsrecht analysiert. Als ein Ausnahmefall des Gleichstellungsgrundsatzes wird die positive Diskriminierung erläutert. Grundlage der fundierten Untersuchung bilden immer die Rechtssprechungen des EuGH.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung.
- 2. Organisation und Aufgaben des EuGH
- 3. Gleichbehandlung von Mann und Frau
- 3.1 unmittelbare Diskriminierung
- 3.1.1 Entgeltgleichheit
- 3.1.2 Schwangerschaft
- 3.2 mittelbare Diskriminierung
- 3.2.1 Teilzeitarbeit
- 3.2.2 Ehe- und Familienstand
- 3.1 unmittelbare Diskriminierung
- 4. Positive Diskriminierung durch Frauenfördernde Maßnahmen.
- 5. Zusammenfassung und Ausblick.
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Auswirkung der Rechtssprechung des EuGH auf das Arbeitsrecht, mit einem besonderen Fokus auf die Gleichbehandlung von Mann und Frau. Ziel ist es, die Entwicklungen im europäischen Arbeitsrecht im Kontext der Gleichbehandlung zu beleuchten und die Rolle des EuGH in diesem Bereich zu verdeutlichen.
- Organisation und Aufgaben des EuGH
- Gleichbehandlung von Mann und Frau im europäischen Arbeitsrecht
- Diskriminierungsformen (unmittelbare und mittelbare Diskriminierung)
- Positive Diskriminierung durch Frauenfördernde Maßnahmen
- Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen im europäischen Arbeitsrecht
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel eins liefert eine Einleitung in das Thema und beschreibt die wachsende Bedeutung des europäischen Arbeitsrechts. Kapitel zwei beschäftigt sich mit der Organisation und den Aufgaben des EuGH. Kapitel drei analysiert die Rechtssprechung des Gerichtshofs zur Gleichbehandlung von Mann und Frau im europäischen Arbeitsrecht, unterteilt in unmittelbare und mittelbare Diskriminierung.
Schlüsselwörter
Europäisches Arbeitsrecht, EuGH, Gleichbehandlung, Diskriminierung, Frauenfördernde Maßnahmen, Rechtsprechung, Entgeltgleichheit, Schwangerschaft, Teilzeitarbeit, Ehe- und Familienstand, positive Diskriminierung.
Häufig gestellte Fragen
Welche Aufgabe hat der EuGH im europäischen Arbeitsrecht?
Der EuGH sorgt für eine einheitliche Auslegung des Gemeinschaftsrechts, um fairen Wettbewerb und soziale Standards wie die Gleichbehandlung in den Mitgliedstaaten zu sichern.
Was ist der Unterschied zwischen unmittelbarer und mittelbarer Diskriminierung?
Unmittelbare Diskriminierung liegt vor, wenn eine Person direkt wegen ihres Geschlechts schlechter behandelt wird. Mittelbare Diskriminierung tritt auf, wenn neutrale Vorschriften (z.B. zur Teilzeit) faktisch überwiegend ein Geschlecht benachteiligen.
Wie urteilte der EuGH zur Entgeltgleichheit?
Der EuGH hat den Grundsatz „gleiches Entgelt für gleiche oder gleichwertige Arbeit“ gestärkt und Diskriminierungen bei Löhnen und Zusatzleistungen untersagt.
Was versteht man unter „positiver Diskriminierung“?
Dabei handelt es sich um Frauenfördermaßnahmen, die bestehende Nachteile im Berufsleben ausgleichen sollen, sofern sie verhältnismäßig sind.
Welche Auswirkungen hat die Rechtsprechung auf Schwangerschaft am Arbeitsplatz?
Der EuGH hat klargestellt, dass eine Kündigung oder Benachteiligung aufgrund von Schwangerschaft eine unzulässige unmittelbare Diskriminierung darstellt.
- Quote paper
- Lars Vogt (Author), 2005, Die Rechtssprechung des EuGH zur Gleichbehandlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45651