In einer sich immer schneller verändernden Welt nimmt die Forderung der Unternehmen nach einer schnellen Realisierung von Projekten zu. Dies trifft insbesondere auf Projekte der Softwareimplementierung zu. Bei nicht termingerechter Abwicklung von IT- Implementierungen steigen nicht nur die direkten Projektkosten, sondern auch die Folgekosten (in aller Regel die Personalkosten) in den Unternehmensbereichen. Daher ist es für die Projektleitung wichtig, auf Tools zugreifen zu können, die eine termingerechte und kostengünstige Projektabwicklung unterstützen. Durch ständige Weiterentwicklung in der IT und durch die differenzierenden Anforderungen der Unternehmen bei der Implementierung von SAP/R3, haben sich verschiedene Modelle und Tools in den letzten Jahren entwickelt und hervorgebracht. Diese Modelle und Tools die zur Einführung von SAP/R3 erforderlich sind, sollen in dieser Seminararbeit vorgestellt und erklärt werden. Hierbei sollen folgende Fragestellungen beantwortet werden:
• Welche verschiedenen Vorgehensmodelle existieren?
• Worin bestehen die einzelnen Vor- und Nachteile dieser Modelle?
• Welche technischen Hilfsmittel und Tools können verwendet werden?
• Wann und in welcher Phase werden diese Tools bei der R/3-Implementierung eingesetzt?
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Verschiedene Vorgehensmodelle
2.1 Das traditionelle SAP-Vorgehensmodell
2.2 ASAP
2.3 Der Solution Manager
2.4 Der DSDM- Ansatz
2.5 Weitere Ansätze
2.6 Vor- und Nachteile der einzelnen Vorgehensmodelle
3. Technische Hilfsmittel / Tools
3.1 Das Vorgehensmodell
3.2 Das Referenzmodell
3.3 Das Customizing (IMG)
3.4 Das Computer Aided Test Tool (CATT)
4. Einsatz und Verwendung der Tools während der R/3- Implementierung
4.1 Phase 1: Organisation und Konzeption
4.2 Phase 2: Detaillierung und Realisierung
4.3 Phase 3: Produktionsvorbereitung
4.4 Phase 4: Produktivbetrieb
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht verschiedene Vorgehensmodelle und technische Hilfsmittel, die für eine erfolgreiche und termingerechte Implementierung von SAP/R3 in Unternehmen erforderlich sind, um Projektkosten zu minimieren.
- Überblick über existierende Vorgehensmodelle für SAP-Einführungen.
- Analyse der spezifischen Vor- und Nachteile der untersuchten Modelle.
- Vorstellung technischer Tools und Hilfsmittel für das Projektmanagement.
- Zuordnung von Tools zu den verschiedenen Phasen der R/3-Implementierung.
Auszug aus dem Buch
2.1 Das traditionelle SAP-Vorgehensmodell
Das traditionelle SAP-Vorgehensmodell basiert auf der Idee des so genannten Wasserfallmodells, was bedeutet, dass es aus mehreren Phasen besteht, die in einer streng vorgegebenen Reihenfolge einander folgen und jeweils abgeschlossen sein müssen, bevor die nächste Phase beginnt.[Geiß/Soltysiak 1999, S.21]
Zum Abschluss jeder einzelnen Phase werden die Ergebnisse einem Projekt Lenkungsausschuss präsentiert. Dieser Ausschuss hat die Aufgabe zu entscheiden, ob die Ergebnisse den gesetzten Zielvorgaben entsprechen und genügen. Ist dies der Fall, kann zur nächsten Phase übergegangen werden, falls nicht bleiben die Möglichkeiten die aktuelle Phase zu wiederholen, zu einer vorangehenden Phase zurückzuspringen oder das Projekt ganz abzubrechen.
Das Wasserfallmodell erlaubt es jedoch nicht, bereits eine neue Phase zu beginnen, obwohl die aktuelle noch nicht beendet wurde. Auch ist es nicht möglich, eine Phase abzuschließen, wenn die erwarteten Ergebnisse noch nicht vollständig vorliegen. [Geiß/Soltysiak 1999, S.21]
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Notwendigkeit effizienter Tools bei der SAP/R3-Implementierung, um termingerechte und kostengünstige Projekte zu gewährleisten.
2. Verschiedene Vorgehensmodelle: Hier werden diverse Ansätze wie das klassische SAP-Modell, ASAP, der Solution Manager und DSDM sowie deren Vor- und Nachteile gegenübergestellt.
3. Technische Hilfsmittel / Tools: Dieses Kapitel beschreibt technische Werkzeuge, darunter das Vorgehensmodell, das Referenzmodell, den IMG und CATT zur Unterstützung der Projektsteuerung.
4. Einsatz und Verwendung der Tools während der R/3- Implementierung: Hier wird detailliert dargestellt, welche Tools in den jeweiligen Projektphasen von der Konzeption bis zum Produktivbetrieb zum Einsatz kommen.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Wahl des passenden Vorgehensmodells essenziell für die Projektsteuerung und Risikominderung ist.
Schlüsselwörter
SAP R/3, Vorgehensmodelle, Implementierung, Wasserfallmodell, ASAP, Solution Manager, DSDM, Projektmanagement, Customizing, IMG, Referenzmodell, CATT, Geschäftsprozess, Softwareimplementierung, Projektsteuerung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen bei der Implementierung von SAP/R3-Systemen und stellt die dafür notwendigen Vorgehensmodelle sowie technische Hilfsmittel vor.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die zentralen Themen sind traditionelle und moderne Vorgehensmodelle, der Einsatz technischer Tools wie dem IMG oder CATT sowie die praktische Anwendung dieser Hilfsmittel in verschiedenen Projektphasen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über Methoden zu geben, die eine termingerechte und kostengünstige Projektabwicklung bei der SAP-Einführung unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich bekannter Vorgehensmodelle und IT-gestützter Werkzeuge der SAP AG.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Vorgehensmodelle, die technischen Hilfsmittel sowie deren praktische Verwendung während der Phasen einer R/3-Implementierung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind SAP R/3, Vorgehensmodelle, Customizing, ASAP und Projektsteuerung.
Was unterscheidet das SAP-Vorgehensmodell vom klassischen Wasserfallmodell?
Das SAP-Vorgehensmodell ist spezifisch auf vier Phasen (Organisation/Konzeption, Detaillierung/Realisierung, Produktionsvorbereitung, Produktivbetrieb) zugeschnitten, während das Wasserfallmodell als allgemeine theoretische Grundlage dient.
Warum ist der Einsatz des "Computer Aided Test Tools" (CATT) in der Praxis limitiert?
Obwohl das CATT effiziente automatisierte Tests ermöglicht, ist dessen Einsatz durch Beraterfirmen laut der Arbeit in der Praxis nicht weit verbreitet.
Welche Rolle spielt der Solution Manager bei der Implementierung?
Der Solution Manager unterstützt den gesamten Prozess von der Konzeption bis zum operativen Betrieb und bietet zentralen Zugriff auf vordefinierte Inhalte sowie Werkzeuge innerhalb des SAP-Systems selbst.
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- Christian Zsunyi (Author), 2004, Einführung von SAP, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45648