Die Relevanz des Themas liegt in dessen Schnittstellen zu den Feldern des Bildungssektors, der Lebenswelt unserer Gesellschaft und in der Kulturvermittlung sowie Bewahrung. Besonders relevant für das ausgewählte Thema ist jedoch der Bildungsbereich, da es sich konkret auf diesen bezieht. Gezielt wird hierbei die Schule als Bildungsinstitution angesprochen. Zuzüglich dessen ist das ausgewählte Thema in diesem Bereich allgegenwärtig, da es viele aktuelle Gesichtspunkte im Diskussionsfeld dieser Bildungsinstitution beinhaltet. Dazu gehören neben der allgemeinen Kanondebatte auch Bereiche wie die Einbindung von Medien in den Schulunterricht und den generellen Einfluss dieser.
Aus der Relevanz des Themas und dem zugrunde liegenden Erkenntnisinteresses lässt sich die folgende Fragestellung dieser Arbeit ableiten: „Ist der gegenwärtige Literaturkanon als Kulturvermittlung noch sinnvoll oder sollte er sich im Zuge der Intermedialität neuen Medien öffnen?“ Gezielt wird sich hierbei auf die modernen bzw. neuen Medien bezogen. Klares Ziel dieser theoretischen Arbeit ist es, dass ein aufgefächerter Überblick zu dieser Thematik geboten wird, welcher durch den Versuch der Beantwortung der Fragestellung einen Ausblick für kommende Entwicklungen liefert.
Diese Arbeit wurde in einem deskriptiven Modus geschrieben, wobei eine ausgiebige Literaturrecherche durchgeführt wurde. In der Arbeit werden neben inhaltlichen Fakten auch Diskussionsräume offen gelegt. Im Fazit werden zudem mögliche Zukunftsentwicklungen angesprochen und unter dem Gesichtspunkt der eigenen Meinung beurteilt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Literaturkanon
- Kanonbegriff
- Literaturbegriff
- Kanonisierungspraxis und dessen Kriterien
- Funktionen des Literaturkanons in Deutschland
- Kanon in der Schule
- Neue Medien
- Begriffseingrenzung
- Medien in der Gesellschaft
- Medienpädagogik
- Medien in der Schule
- Auditive und audiovisuelle Medien
- Filmkanon in der Schule
- Unterschiede in der Rezeption und Nutzung in der Schule
- Film
- Auditive Medien
- Adaption in Film und Hörbuch
- Internet
- Speichermedium
- Der digitale Autor
- Einfluss der digitalen Vermarktung auf die Kanonisierung
- Literatur im Netz und Netzliteratur
- Fazit
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die wissenschaftliche Arbeit befasst sich mit der Frage, ob der aktuelle Literaturkanon in der Schule im Zuge der Intermedialität neuer Medien eine sinnvolle Kulturvermittlung bietet oder sich diesen neuen Medien öffnen sollte. Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit liegt in der Aktualität des Themas angesichts der medialen Lebenswelt der heranwachsenden Generationen und in der Beständigkeit der Kanondebatte, die durch die neuen Medien neue Bereiche erschließen muss.
- Die Rolle des Literaturkanons als Träger kultureller Tradition und Vermittler von Identität in der heutigen Gesellschaft
- Die Herausforderungen und Möglichkeiten, die neue Medien für den Schulunterricht und die Kanonisierungspraxis bieten
- Die Bedeutung der Medienkompetenz in der heutigen medialen Lebenswelt und die Rolle der Schule bei ihrer Förderung
- Die Auswirkungen der digitalen Vermarktung auf die Kanonisierung und die Rolle des Internets als Speichermedium und Plattform für neue literarische Formen
- Die Bedeutung von Adaptionen klassischer Werke in Film und Hörbuch für die Intermedialität und die Vermittlung kultureller Inhalte
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und stellt die Problemstellung des Literaturkanons in der Schule im Kontext der neuen Medien dar. Im zweiten Kapitel wird der Literaturkanon im Detail beleuchtet, wobei die Definition des Kanon- und Literaturbegriffs, die Kanonisierungspraxis und deren Kriterien sowie die Funktionen des Literaturkanons in Deutschland und dessen Rolle in der Schule behandelt werden.
Das dritte Kapitel befasst sich mit dem Begriff der neuen Medien. Es werden die verschiedenen Definitionen und Eigenschaften neuer Medien erläutert, ihre Rolle in der heutigen Gesellschaft und die Bedeutung der Medienpädagogik und Medienkompetenzentwicklung in der Schule dargestellt.
Kapitel vier widmet sich auditiven und audiovisuellen Medien. Es werden die Möglichkeiten des Filmkanons in der Schule, die Unterschiede in der Rezeption und Nutzung von Film und Hörbuch im Unterricht sowie die Bedeutung von Adaptionen in Film und Hörbuch für die Intermedialität behandelt.
Das fünfte Kapitel untersucht die Auswirkungen des Internets auf die Kanonisierungspraxis. Es werden die Rolle des Internets als Speichermedium, die Veränderungen in der Autorschaft und die Auswirkungen der digitalen Vermarktung auf die Kanonisierung beleuchtet.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Literaturkanon, neue Medien, Medienkompetenz, Kanonisierung, Intermedialität, Adaption, Netzliteratur, Filmkanon, digitale Vermarktung, Kulturvermittlung, Identitätsstiftung, Bildungssektor, Schule.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter einem Literaturkanon?
Ein Literaturkanon ist eine Zusammenstellung von Werken, die als kulturell besonders wertvoll und identitätsstiftend für eine Gesellschaft angesehen werden.
Sollte der Literaturkanon in der Schule neue Medien einbeziehen?
Die Arbeit diskutiert, ob im Zuge der Intermedialität auch Filme, Hörbücher oder Netzliteratur in den Kanon aufgenommen werden sollten, um der Lebenswelt der Schüler gerecht zu werden.
Welchen Einfluss hat das Internet auf die Kanonisierung?
Das Internet fungiert als Speichermedium und Plattform für neue literarische Formen (Netzliteratur), was die traditionelle Auswahlpraxis durch Verlage und Kritiker verändert.
Was ist die Bedeutung von Medienkompetenz in diesem Kontext?
Schulen sollen nicht nur Klassiker vermitteln, sondern auch die Fähigkeit fördern, kritisch und reflektiert mit verschiedenen Medienformaten umzugehen.
Können Verfilmungen klassische Literatur ersetzen?
Verfilmungen dienen eher als Ergänzung oder Zugangshilfe; sie bieten eine andere Form der Rezeption und Nutzung im Unterricht, ersetzen aber nicht die Auseinandersetzung mit dem Text.
- Quote paper
- Jan Seehorst (Author), 2018, Literaturkanon als Träger kultureller Tradition gegenüber den neuen Medien in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/456375