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Die Betreuung vermögender Privatkunden. Vom Private Banking bis zum Family Office

Title: Die Betreuung vermögender Privatkunden. Vom Private Banking bis zum Family Office

Diploma Thesis , 2005 , 68 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Daniel Heuermann (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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In Zeiten einer anhaltend schlechten wirtschaftlichen Lage und in Anbetracht hoher Arbeitslosenzahlen scheint es paradox, dass sich ausgerechnet das Privatkundengeschäft als eine Stütze der Finanzbranche erweist und zu relativ stabilen Erträgen führen kann. Insbesondere das Geschäft mit den vermögenden Privatkunden, welches im Allgemeinen unter dem Begriff Private Banking zusammengefasst wird, erwirtschaftete laut einer Studie von McKinsey von 1997 bis 2001 eine jährliche Rendite von 40,8 % und übertraf damit selbst die Renditen in den Bereichen Asset Management (29,9 %) oder Investment Banking (29,5 %). Da voraussichtlich nicht nur die Anzahl der vermögenden Privatpersonen sondern auch ihr Vermögen in der Zukunft weiter anwachsen soll, wird der Bereich Private Banking als einer der Wachstumsmärkte in den nächsten Jahren betrachtet.
Dies ist besonders wichtig, da die Lage der Finanzbranche in den letzten Jahren eher bedenklich war, was durch die schlechte Wirtschaftslage noch verstärkt wurde. Selbst der Spiegel schrieb über die Bankenbranche: „Die einst so mächtigen Geldkonzerne der alten Deutschland AG, die in Zeiten des Wirtschaftswunders die Geschicke der Großindustrie mitsteuerten, stehen vor der größten Bewährungsprobe ihrer jüngeren Geschichte.“ Auch wenn sich die größeren Kreditinstitute bereits wieder auf dem Weg der Besserung befinden , sind die Gründe für die allgemein schlechte Situation vielfältig und reichen von einem engmaschigen, unrentablen Filialnetz, über zu geringe Margen, bis hin zu einem überholten Bankenmodell welches aus Sparkassen, Genossenschafts- und Privatbanken besteht. In den neunziger Jahren versuchten insbesondere die deutschen Großbanken über den verstärkten Einstieg in das Investment Banking an die internationale Konkurrenz anzuschließen und konnten durchaus gute Erfolge erzielen. Jedoch liegt seit dem Ende des Aktienbooms das Geschäft mit Börsengängen oder Fusionen danieder. Das relativ stabile Geschäft mit den vermögenden Privatkunden könnte somit eine solide Ertragsquelle für die Wettbewerber auf dem Finanzmarkt darstellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Der Finanzplatz Deutschland

1.2. Betreuungskonzepte der Finanzdienstleister

2. Begriffsbestimmungen

2.1. Eine Unterteilung der vermögenden Privatkunden

2.2. Die Angebote der Finanzdienstleister

2.2.1. Private Banking

2.2.2. Private Wealth Management

2.2.3. Family Office

3. Die Beziehung zwischen Kunde und Finanzdienstleister

3.1. Veränderungen auf dem Markt für Finanzdienstleistungen

3.1.1. Äußere Einflüsse

3.1.2. Veränderungen im Kundenverhalten

3.2. Einflussfaktoren auf die Kundenloyalität

3.2.1. Variablen der wahrgenommenen Dienstleistungsqualität

3.2.1.1. Zufriedenheit

3.2.1.2. Vertrauen

3.2.1.3. Commitment

3.2.2. Variablen der Wechselkosten

3.2.2.1. Investitionen

3.2.2.2. Gewohnheit

3.2.2.3. Bequemlichkeit

3.3. Vom Transaction zum Relationship Management

4. Die Analyse des Marktes der vermögenden Privatkunden

4.1. Umfang und Potenzial des Marktes

4.2. Einfluss der Herkunft des Vermögens auf die Einstellung

4.3. Bedürfnisse der vermögenden Privatkunden

5. Die Entwicklung im Angebotsbereich für vermögenden Privatkunden

5.1. Private Banking

5.1.1. Angebotene Dienstleistungen

5.1.2. Einschätzung des Private Banking - Konzeptes

5.2. Private Wealth Management

5.3. Family Office

5.3.1. Aufbau und Arten des Family Office

5.3.2. Dienstleistungen des Family Office

5.3.3. Besonderheiten der Familie

5.3.4. Beurteilung des Family Office Konzeptes

5.3.4.1. Vorteile der Anbieter und Nachfrager

5.3.4.2. Nachteile der Anbieter und Nachfrager

6. Zusammenfassung und Ausblick

6.1. Resümee

6.2. Zukunft der Betreuung vermögender Privatkunden

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Evolution von Betreuungskonzepten für vermögende Privatkunden, ausgehend von traditionellen Private Banking-Ansätzen bis hin zu modernen Family Office-Strukturen. Das primäre Ziel besteht darin, die sich wandelnden Anforderungen dieser Zielgruppe an eine professionelle Vermögensbetreuung zu analysieren und aufzuzeigen, wie Finanzdienstleister durch eine ganzheitliche Beziehungspflege und maßgeschneiderte Konzepte langfristige Wettbewerbsvorteile erzielen können.

  • Differenzierung vermögender Kundensegmente (Affluent, HNWIs, UHNWIs)
  • Analyse der Einflussfaktoren auf die Kundenloyalität und Beziehungsqualität
  • Transformation von transaktionsorientiertem Vertrieb hin zum Relationship Management
  • Untersuchung von Leistungsanforderungen und strategischen Ausrichtungen im Private Wealth Management
  • Kritische Würdigung des Family Office als institutionelle Antwort auf komplexe Kundenbedürfnisse

Auszug aus dem Buch

3.2.1.1. Zufriedenheit

Wie zufrieden der Kunden mit seinem Anbieter ist, beruht auf einigen Teilbereichen, welche alle mehr oder weniger Einflussfaktoren auf die allgemeine Zufriedenheit sind. Dazu gehören die angebotenen Produkte, die Beratung bzw. der Service, die Konditionen, das Image des Anbieters und seine Verfügbarkeit für den Kunden.

Bei dem Angebot der Finanzdienstleister kommt es nicht nur auf die Breite der Produktpalette, sondern auch auf die Qualität der erbrachten Leistungen an, insbesondere bei den komplexen Produkten. Aufgrund der leichten Imitierbarkeit gerade der standardisierbaren Dienstleistungen werden die Produkte oftmals nur als Hygienefaktoren betrachtet. Jedoch sollten Innovationen innerhalb der Angebotspalette nicht unbeachtet bleiben, da ansonsten der Kunde diese neuen Produkte eventuell bei einem anderen Anbieter nachfragen könnte. Als Innovator kann sich der Anbieter dabei ein positives Image aufbauen, geht aber auch das Risiko ein, dass die hohen Kosten sich nicht rentieren und das Produkt von Konkurrenten kopiert wird.

Die Beratung ist eng mit den Produkten der Anbieter verbunden, denn aufgrund der Immaterialität der Dienstleistungen und insbesondere aufgrund der Erklärungsbedürftigkeit von komplexeren Produkten gewinnt das Beratungspersonal immer mehr an Bedeutung. Hierbei muss das Personal eine fachliche Kompetenz aufweisen, worunter man unter anderem das Know-how sowie die Fähigkeiten der individuellen Beratung des Kunden versteht. Aber auch die sozialen Kompetenzen, die sich im Einfühlungsvermögen und dem Schaffen einer freundlichen Atmosphäre zeigen, sind gerade für eine emotionale Bindung zum Kunden von sehr großer Wichtigkeit. Die vom Kunden aufgrund seiner unterschiedlichen Fachkenntnisse wahrgenommene Beratungsqualität wird dabei vom Service-Gedanken unterstützt, der speziell bei vermögenden Privatkunden in Form eines persönlichen Ansprechpartners gefordert wird. Dabei nimmt der Bedarf nach Service, wie Zuverlässigkeit, Schnelligkeit, Diskretion etc., bei komplexeren Finanzprodukten zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Stabilität des Privatkundengeschäfts trotz wirtschaftlicher Herausforderungen und skizziert die Notwendigkeit neuer, individueller Betreuungskonzepte.

2. Begriffsbestimmungen: Hier erfolgt eine Segmentierung vermögender Privatkunden sowie eine Definition der zentralen Betreuungsformen Private Banking, Private Wealth Management und Family Office.

3. Die Beziehung zwischen Kunde und Finanzdienstleister: Dieses Kapitel analysiert die sich ändernden Marktfaktoren und Verhaltensweisen der Kunden sowie die Determinanten von Kundenloyalität, wie Dienstleistungsqualität und Wechselkosten.

4. Die Analyse des Marktes der vermögenden Privatkunden: Der Abschnitt untersucht den Umfang des Marktes, den Einfluss der Vermögensherkunft auf Anlagestrategien sowie die spezifischen Bedürfnisse von HNWIs und UHNWIs.

5. Die Entwicklung im Angebotsbereich für vermögenden Privatkunden: Hier werden die Dienstleistungsangebote und konzeptionellen Ausrichtungen von Private Banking, Private Wealth Management und Family Office detailliert verglichen und kritisch beurteilt.

6. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Kundenbetreuung und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Trends in der Vermögensbetreuung.

Schlüsselwörter

Vermögende Privatkunden, HNWIs, UHNWIs, Private Banking, Private Wealth Management, Family Office, Kundenloyalität, Relationship Management, Dienstleistungsqualität, Vermögensverwaltung, Finanzdienstleister, Vermögensstruktur, Governance, Finanzmarkt, Asset Allocation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel der Finanzdienstleistungsangebote für vermögende Privatkunden und der Entwicklung von Betreuungsmodellen vom klassischen Private Banking hin zum Family Office.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Kundensegmentierung, die Faktoren der Kundenloyalität, der Übergang vom transaktionsorientierten Vertrieb zum Relationship Management sowie die spezifischen Anforderungen komplexer Vermögensstrukturen.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Bedürfnisse vermögender Privatpersonen zu entwickeln und aufzuzeigen, wie Anbieter durch objektive und professionelle Betreuungskonzepte langfristige Kundenbeziehungen aufbauen können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine fundierte Literaturanalyse, die aktuelle Marktstudien und theoretische Konzepte der Bankbetriebslehre zusammenführt und auf die spezifische Klientel der High Net Worth Individuals anwendet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Markt- und Kundenanalyse, eine Untersuchung der psychologischen und ökonomischen Faktoren der Kundenbindung sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Geschäftsmodelle Private Banking, Wealth Management und Family Office.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wesentliche Begriffe sind "Relationship Management", "HNWIs/UHNWIs", "Family Office-Konzept", "open architecture" und "Kundenloyalität".

Warum ist das "open architecture"-Prinzip so entscheidend für moderne Anbieter?

Es dient als Nachweis für die Objektivität des Anbieters, da dieser dem Kunden nicht ausschließlich hauseigene Produkte verkauft, sondern die bestmöglichen Produkte einer Anlageklasse wählt.

Was ist das Hauptproblem bei der Betreuung durch ein "Single Family Office"?

Das Hauptproblem liegt in den hohen Anfangsinvestitionen und dem Risiko der zu starken Fixierung auf einen einzelnen Berater, bei dessen Verlust die Stabilität der gesamten Vermögensbetreuung gefährdet sein kann.

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Details

Title
Die Betreuung vermögender Privatkunden. Vom Private Banking bis zum Family Office
College
University of Paderborn
Grade
2,3
Author
Daniel Heuermann (Author)
Publication Year
2005
Pages
68
Catalog Number
V45334
ISBN (eBook)
9783638427555
ISBN (Book)
9783656448471
Language
German
Tags
Private Banking Family Office Eine Entwicklung Betreuung Privatkunden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Heuermann (Author), 2005, Die Betreuung vermögender Privatkunden. Vom Private Banking bis zum Family Office, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45334
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