Österreich befindet sich im OECD-Vergleich, was die Ausgaben für Familienpolitik betrifft, im oberen Bereich. Der Familienausgleichsfonds ist hier ein wichtiges Element zur Familienförderung in der österreichischen Familienpolitik und stellt größtenteils monetäre Unterstützungen für Familien zur Verfügung. Viele dieser Leistungen, wie etwa der Selbstbehalt für Schulbücher oder das Kinderbetreuungsgeld, werden heute als Selbstverständlichkeit angenommen.
Oft ist nicht bewusst, dass diese – und viele andere Leistungen - durch den Familienausgleichsfonds ermöglicht werden. Doch wo finanzielle Zuschüsse vergeben werden, müssen sie vorher eingehoben werden. Die Auseinandersetzung mit den verfolgten Zielen, der Finanzierung und dem Leistungsspektrum des Familienlastenausgleichsfonds kann Aufschluss über Nutzen und Kosten der Mittelverwendung geben und die Benefits für die Empfänger, die Familien, aufzeigen. Die Forschungsfrage, die dieser Arbeit zu Grunde liegt, lautet deswegen: Wie wird der Familienlastenausgleichsfonds in Österreich finanziert und wie wirken sich die Leistungen auf die vertikale Verteilung aus?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Entwicklung des Familienlastenausgleichsfonds
- Anfänge der Beihilfe
- Ziele
- Finanzierung
- Der Reservefonds
- Entwicklung der Ausgaben
- Leistungen
- Familienbeihilfe
- Kinderbetreuungsgeld
- Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld
- Pauschales Kinderbetreuungsgeld
- Nicht-monetäre Leistungen
- Die vertikale Verteilung
- Kritische Stellungnahme
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem Familienlastenausgleichsfonds in Österreich, einem zentralen Förderinstrument der österreichischen Familienpolitik. Sie analysiert die Finanzierung des Fonds, sein Leistungsspektrum und untersucht, wie sich die Leistungen auf die vertikale Verteilung auswirken. Die Forschungsfrage lautet: Wie wird der Familienlastenausgleichsfonds in Österreich finanziert und wie wirken sich die Leistungen auf die vertikale Verteilung aus?
- Entwicklung des Familienlastenausgleichsfonds und die Zielsetzung der österreichischen Familienpolitik
- Finanzierung des Fonds und Entwicklung der Ausgaben
- Monetäre und nicht-monetäre Leistungen des Fonds
- Verteilungswirkungen der Maßnahmen
- Beantwortung der Forschungsfrage anhand der Analyseergebnisse
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik des Familienlastenausgleichsfonds ein und stellt die Forschungsfrage vor. Das zweite Kapitel beleuchtet die Entwicklung des Fonds seit seinen Anfängen und erläutert die Zielsetzung der österreichischen Familienpolitik. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit der Finanzierung des Fonds und der Entwicklung der Ausgaben. Das vierte Kapitel widmet sich den monetären und nicht-monetären Leistungen, die durch den Fonds erbracht werden. Dabei werden die Familienbeihilfe und das Kinderbetreuungsgeld näher betrachtet. Im fünften Kapitel werden die Verteilungswirkungen der Maßnahmen erörtert.
Schlüsselwörter
Familienlastenausgleichsfonds, Familienpolitik, Finanzierung, Leistungen, vertikale Verteilung, Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Österreich.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Familienlastenausgleichsfonds (FLAF)?
Der Familienlastenausgleichsfonds ist ein zentrales Instrument der österreichischen Familienpolitik, das monetäre und nicht-monetäre Leistungen zur Unterstützung von Familien bereitstellt.
Wie wird der Familienlastenausgleichsfonds in Österreich finanziert?
Die Arbeit untersucht die Finanzierungsquellen des Fonds, wobei ein wesentlicher Teil durch Beiträge von Dienstgebern und Steuermitteln aufgebracht wird.
Welche Leistungen werden aus dem FLAF finanziert?
Zu den wichtigsten Leistungen gehören die Familienbeihilfe, das Kinderbetreuungsgeld (sowohl pauschal als auch einkommensabhängig) sowie Sachleistungen wie der Selbstbehalt für Schulbücher.
Was ist das Ziel der österreichischen Familienpolitik im Kontext des FLAF?
Ziel ist die finanzielle Entlastung von Familien und die Förderung des Wohlergehens von Kindern durch einen Lastenausgleich zwischen Personen mit und ohne Sorgepflichten.
Wie wirken sich die Leistungen auf die vertikale Verteilung aus?
Die Forschungsfrage der Arbeit analysiert, inwieweit die Leistungen des Fonds zu einer Umverteilung zwischen verschiedenen Einkommensschichten beitragen.
Gibt es auch nicht-monetäre Leistungen des Fonds?
Ja, neben direkten Geldzahlungen finanziert der Fonds auch Sachleistungen und Infrastrukturmaßnahmen, die Familien zugutekommen.
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- Emilie Rechberger (Author), 2016, Der Familienlastenausgleichsfonds, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452733