Der Konjunktiv erweist sich beim Schreiben von Texten noch immer als eines der größten Sorgenkinder. Ob bei der Erörterung in der Schule oder beim Verfassen von Magister- und Examensarbeiten an den Universitäten – der Konjunktiv bleibt eine schwer zu überwindende Hürde. Schüler und Studenten wissen oftmals nicht, ob und, wenn ja, welcher Konjunktiv wie angewendet wird. Schuld dafür ist neben den falschen Erklärungen in vielen veralteten Grammatiken die seltene Gebräuchlichkeit in der mündlichen Sprache, die daraus resultiert, dass wir anders als in der geschriebenen Sprache häufig mit kurzen Sätzen arbeiten und auf gestische Mittel zurückgreifen können. Heute wissen die wenigsten, wie der Konjunktiv im Deutschen gebildet geschweige denn angewendet wird. Dabei ist der Konjunktiv, hat man seine Stellung und Funktion im Satz einmal richtig verstanden, leicht zu erlernen und für jeden nachvollziehbar. Oft genug bringen wir die Konjunktive der Schriftsprache durcheinander und benutzen die Sprechkonjunktive beim Schreiben anders. [...]
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Bildung des Konjunktivs
- 3. Verwendung im Satz
- 3.1 Schwächen der Grammatiklehrwerke
- 3.2 Konjunktiv 1
- 3.3 Konjunktiv 2
- 4. Berührungspunkte in den Formen
- 5. Optativ und Potentiales
- 6. Kontrafaktische Vergleichssätze
- 7. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die syntaktische Anwendung des Konjunktivs im Deutschen zu klären und Missverständnisse bezüglich seiner Verwendung zu beseitigen. Sie beleuchtet die Bildung der beiden Konjunktivformen, ihre Unterschiede und Gemeinsamkeiten, sowie deren jeweilige Funktion im Satzbau.
- Bildung des Konjunktiv I und II
- Vergleich der Konjunktivformen mit dem Indikativ
- Analyse der Schwächen in gängigen Grammatiklehrwerken
- Syntaktische Funktionen des Konjunktiv I und II
- Erläuterung der Begriffe Realis, Potentialis und Irrealis
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung behandelt die Schwierigkeiten, die der Konjunktiv Lernenden bereitet, insbesondere die Verwechslung der Konjunktivformen im schriftlichen Ausdruck und die mangelnde Anwendung in der gesprochenen Sprache. Die Arbeit erklärt die Notwendigkeit einer klaren und verständlichen Darstellung der Konjunktivverwendung, um Missverständnisse zu vermeiden und den Konjunktiv als ein leicht erlernbares grammatikalisches Element darzustellen. Sie skizziert den Aufbau der Arbeit und ihre Zielsetzung, Klarheit über die syntaktische Anwendung des Konjunktivs zu schaffen.
2. Bildung des Konjunktivs: Dieses Kapitel erläutert die Bildung der beiden Konjunktivformen im Deutschen. Es beschreibt die Ableitung des Konjunktiv I vom Präsensstamm des Infinitivs und zeigt anhand einer Tabelle die Konjugation am Beispiel des Verbs "sprechen". Die Ähnlichkeit einiger Konjunktiv I-Formen mit den entsprechenden Indikativformen wird hervorgehoben und deren Problematik diskutiert. Weiterhin erklärt das Kapitel die Ableitung des Konjunktiv II vom Präteritum und die Unterschiede zwischen regelmäßigen und unregelmäßigen Verben in Bezug auf die Konjunktiv II-Bildung, unter besonderer Berücksichtigung der Umlautbildung und der historischen Entwicklung der Endungen. Die Unterschiede zwischen Konjunktiv I und II werden deutlich herausgestellt.
Schlüsselwörter
Konjunktiv, Konjunktiv I, Konjunktiv II, Grammatik, deutsche Sprache, Satzbau, Verbformen, Indikativ, Präsens, Präteritum, Realis, Potentialis, Irrealis, Grammatiklehrwerke.
Häufig gestellte Fragen: Deutscher Konjunktiv - Eine syntaktische Analyse
Was ist der Gegenstand dieser Arbeit?
Diese Arbeit befasst sich mit der syntaktischen Anwendung des deutschen Konjunktivs. Sie zielt darauf ab, Missverständnisse bezüglich seiner Verwendung zu beseitigen und ein klares Verständnis seiner Bildung und Funktion im Satzbau zu vermitteln.
Welche Themen werden behandelt?
Die Arbeit behandelt die Bildung des Konjunktiv I und II, den Vergleich mit dem Indikativ, die Analyse von Schwächen in gängigen Grammatiklehrwerken, die syntaktischen Funktionen beider Konjunktivformen und die Erläuterung der Begriffe Realis, Potentialis und Irrealis. Sie umfasst eine Einleitung, eine Zusammenfassung der Kapitel und Schlüsselwörter.
Wie wird der Konjunktiv I und II gebildet?
Die Arbeit erklärt die Bildung des Konjunktiv I aus dem Präsensstamm des Infinitivs und des Konjunktiv II aus dem Präteritum. Sie beleuchtet die Unterschiede zwischen regelmäßigen und unregelmäßigen Verben und die Problematik der Ähnlichkeit einiger Konjunktiv I-Formen mit den entsprechenden Indikativformen.
Welche Probleme werden bei der Verwendung des Konjunktivs im Unterricht angesprochen?
Die Arbeit analysiert Schwächen in gängigen Grammatiklehrwerken und thematisiert die Schwierigkeiten, die Lernende mit dem Konjunktiv haben, insbesondere die Verwechslung der Formen im schriftlichen Ausdruck und die mangelnde Anwendung in der gesprochenen Sprache.
Welche Begriffe werden erläutert?
Die Arbeit erläutert die grammatikalischen Begriffe Realis, Potentialis und Irrealis im Kontext der Konjunktivverwendung.
Welche Kapitel umfasst die Arbeit?
Die Arbeit gliedert sich in sieben Kapitel: Einleitung, Bildung des Konjunktivs, Verwendung im Satz (inkl. Schwächen der Grammatiklehrwerke, Konjunktiv I und II), Berührungspunkte in den Formen, Optativ und Potentiales, Kontrafaktische Vergleichssätze und Schlussbemerkung.
Welche Schlüsselwörter beschreiben den Inhalt?
Schlüsselwörter sind: Konjunktiv, Konjunktiv I, Konjunktiv II, Grammatik, deutsche Sprache, Satzbau, Verbformen, Indikativ, Präsens, Präteritum, Realis, Potentialis, Irrealis, Grammatiklehrwerke.
Was ist das Ziel der Arbeit?
Das Ziel der Arbeit ist es, ein klares und verständliches Verständnis der syntaktischen Anwendung des Konjunktivs im Deutschen zu schaffen und dadurch Missverständnisse zu vermeiden.
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- Ahmad Abbas (Author), 2017, Über den Konjunktiv und seine Verwendung im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452529