Interesse, Aufmerksamkeit und Meinungen der Bevölkerung werden bei Themen, die nicht unmittelbar im Alltag erlebbar sind, hauptsächlich von den Medien beeinflusst. Kryptowährungen sind mit ihren ökonomischen Implikationen vor allem ein Gegenstand für die Wirtschaftspresse. Wie die Berichterstattung gestaltet ist, hat Auswirkungen auf die öffentliche Meinung und somit auch auf Wirtschaft und Politik. Es ist daher von Interesse, wie die mediale Abdeckung des Themas aussieht.
Welche Faktoren die Ausführungen der Wirtschaftspresse beeinflussten, welche Perspektiven eingenommen wurden und wie sich die Darstellung der Kryptowährung in ausgewählten Publikationen unterschied, ist der Inhalt der nachfolgenden Studie. In dieser Arbeit wird die Medienberichterstattung über Kryptowährungen sowohl quantitativ als auch qualitativ untersucht werden.
Für die quantitative Analyse werden die Gesamtzahl der Veröffentlichungen und die Themenauswahl im Zeitverlauf betrachtet. Daraus lassen sich erste Schlüsse darüber ziehen, welche Themen auf die Agenda gesetzt werden („Agenda-Setting“). Diese Frequenzanalyse wird zum einen mit dem Bitcoin-Kursverlauf und zum anderen mit der Häufigkeit der Suchanfragen bei Google verglichen. Letztere werden durch Google Trends ermittelt und sollen das Interesse der Öffentlichkeit an dem Thema widerspiegeln. Der Chart des Bitcoin-Kurses bildet - gemeinsam mit herausragenden Ereignissen - die objektive Realität ab, auf die sich die Medien beziehen. Eventuelle Korrelationen und zeitliche Zusammenhänge zwischen der Berichterstattung und der Kursentwicklung können damit visualisiert und nachvollzogen werden.
Die qualitative Betrachtung wird durch die Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring strukturiert. Sie geht auf Artikel und Textpassagen ein und sucht in den einzelnen Themen nach eventuell verbreiteten Deutungsrahmen, sogenannten „Frames“. Um die eigene Untersuchung einzuordnen, steht am Anfang der Arbeit eine Übersicht über den aktuellen Stand der Forschung. Daraufhin werden die eigenen Hypothesen und Fragestellungen vorgestellt. Zum besseren Verständnis der Analyse wird das Untersuchungsfeld – Kryptowährungen in der Wirtschaftspresse – einleitend definiert und eingegrenzt. Abschließend werden die im Voraus aufgestellten Hypothesen mit den Erkenntnissen aus der qualitativen und quantitativen Betrachtung abgeglichen, um sie zu bestätigen oder zu widerlegen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einführung
- 2. Medienforschung
- 3. Fragestellung und Hypothesen
- 4. Kryptowährungen und Blockchain
- 4.1. Definition Kryptowährung
- 4.2 Blockchain
- 4.3 Bitcoin
- 4.4. Vorstellung der wichtigsten Währungen
- 5. Wirtschaftspresse in Deutschland
- 5.1 Historische Entwicklung
- 5.2 Klassifikation und Marktübersicht
- 6. Quantitative Betrachtung
- 6.1 Untersuchungsgegenstand
- 6.2 Frequenzanalyse
- 6.3 Vergleich von Berichterstattung, ökonomischer Realität und Bevölkerungsinteresse
- 7. Qualitative Untersuchung
- 7.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
- 7.2. Themenfelder
- 8. Erkenntnisse
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der Berichterstattung über Kryptowährungen in der deutschen Wirtschaftspresse im Zeitraum von 2013 bis 2018. Ziel ist es, die Entwicklung und die Relevanz des Themas in der Medienlandschaft zu analysieren.
- Die Entwicklung der Berichterstattung über Kryptowährungen in der deutschen Wirtschaftspresse
- Die Relevanz des Themas in der Medienlandschaft
- Die wichtigsten Themenfelder in der Berichterstattung
- Der Vergleich von Berichterstattung, ökonomischer Realität und Bevölkerungsinteresse
- Die Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring zur Analyse der Berichterstattung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Kryptowährungen und Blockchain, gefolgt von einer Darstellung der relevanten medienwissenschaftlichen Ansätze. In Kapitel 3 werden die Fragestellung und die Hypothesen der Arbeit formuliert. Kapitel 4 beleuchtet die Entstehung und Entwicklung von Kryptowährungen, insbesondere Bitcoin, sowie die Funktionsweise der Blockchain-Technologie. Kapitel 5 gibt einen Überblick über die deutsche Wirtschaftspresse und ihre historische Entwicklung. Kapitel 6 analysiert die Berichterstattung über Kryptowährungen anhand quantitativer Daten und stellt die Ergebnisse einer Frequenzanalyse dar. Die qualitative Untersuchung in Kapitel 7 fokussiert sich auf die Themenfelder und Inhalte der Berichterstattung und nutzt die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Die Arbeit endet mit der Zusammenfassung der Erkenntnisse und einem Fazit.
Schlüsselwörter
Kryptowährungen, Blockchain, Bitcoin, Wirtschaftspresse, Medienforschung, Frequenzanalyse, Qualitative Inhaltsanalyse, Berichterstattung, ökonomische Realität, Bevölkerungsinteresse
Häufig gestellte Fragen
Wie berichtete die deutsche Wirtschaftspresse über Kryptowährungen?
Die Arbeit untersucht sowohl quantitativ (Häufigkeit) als auch qualitativ (Deutungsrahmen), wie Themen wie Bitcoin und Blockchain zwischen 2013 und 2018 medial aufbereitet wurden.
Gibt es eine Korrelation zwischen Bitcoin-Kurs und Berichterstattung?
Ja, die Frequenzanalyse zeigt oft zeitliche Zusammenhänge zwischen starken Kursschwankungen (ökonomische Realität) und der Intensität der medialen Abdeckung.
Was versteht man unter "Agenda-Setting" bei Kryptowährungen?
Es beschreibt, welche Themen die Wirtschaftspresse auf die Tagesordnung setzt und dadurch beeinflusst, worüber die Öffentlichkeit nachdenkt und welche Aspekte als wichtig wahrgenommen werden.
Was sind "Frames" in der Berichterstattung über Bitcoin?
Frames sind Deutungsrahmen, die Informationen in einen bestimmten Kontext setzen (z.B. Bitcoin als "Spekulationsblase" vs. "technologische Revolution"), was die öffentliche Meinung prägt.
Wie wurde das öffentliche Interesse in der Studie gemessen?
Das Interesse wurde über die Häufigkeit der Suchanfragen bei Google (Google Trends) ermittelt und mit der Anzahl der Presseartikel verglichen.
- Arbeit zitieren
- Barnim Bahlcke (Autor:in), 2018, Kryptowährungen als Thema der deutschen Wirtschaftspresse in den Jahren von 2013 bis 2018, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/452134