Ziel dieser Arbeit soll sein, die Gruppenbesteuerung, mit besonderen Fokus auf Auslandsverluste, zu beleuchten. Insbesondere soll aufgezeigt werden, welche Veränderungen das AbgÄG 2014 mit sich gebracht hat. Im Rahmen eines Beispiels soll gezeigt werden ob, vor dem Hintergrund der Verlustverrechnung, eine Auslandstochter überhaupt in eine österreichische Unternehmensgruppe einbezogen werden soll. Des Weiteren werden die unterschiedlichen steuerlichen Situationen vor und nach dem AbgÄG 2014 anhand konkreter Zahlen analysiert.
Um dieses Ziel zu erreichen, werden dem Leser zuerst das Konzept und die materiellen und formellen Voraussetzungen der Gruppenbesteuerung nähergebracht, um sich dann auf Auslandsmitglieder und Auslandsverluste konzentrieren zu können. In einem nächsten Schritt werden die Unterschiede, vor und nach dem AbgÄG 2014, anhand konkreter Beispiele aufgezeigt. Zu guter Letzt wird analysiert, ob eine Gruppenbesteuerung vorteilhaft gegenüber der „getrennten Besteuerung“ ist.
Der Leser soll selbst praktischen Nutzen ziehen, ein Verständnis über die Gruppenbesteuerung entwickeln und in der Lage sein, zu entscheiden, ob und in welchem Ausmaß eine gruppenwirksame Verlustzurechnung in Österreich möglich ist.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Grundlagen zur Gruppenbesteuerung
- 2.1 Grundkonzept
- 2.2 Gruppenmitglieder
- 2.3 Gruppenträger
- 2.3 Finanzielle Verbindung
- 2.4 Gruppenantrag
- 2.5 Mindestdauer der Unternehmensgruppe
- 2.6 Erfolgskonsolidierung in der Gruppe
- 3. Ausländische Mitglieder der Unternehmensgruppe
- 3.1 Verlustzurechnung und Verlustermittlung
- 3.2 Nachversteuerung von Auslandsverlusten
- 3.3 Beispiel einer grenzüberschreitenden Gruppe
- 4. Analyse der Neuerungen des AbgÄG 2014
- 4.1 Einschränkungen des räumlichen Anwendungsbereichs
- 4.2 Vortragsfähige Verluste
- 4.3 Zeitverschiebung der Verlustberücksichtigung
- 4.3.1 Liquiditätsnachteil
- 4.3.2 Liquiditätsvorteil im Fall einer Nachversteuerung
- 4.4 Abschaffung der Firmenwertabschreibung
- 4.5 Beispiele für Optimierungsmöglichkeiten
- 4.6 Ergebnis und Fazit
- 5. Beispiel zur Wirkungen der Gruppenbesteuerung
- 5.1 Beschreibung
- 5.2 Annahmen
- 5.2.1 Musterunternehmen
- 5.3 Getrennte Besteuerung von MU und TU
- 5.4 Österreichische Gruppenbesteuerung
- 5.5 Schlussfolgerung und Ergebnis
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen des Abgabenänderungsgesetzes 2014 (AbgÄG 2014) auf die Gruppenbesteuerung, insbesondere im Hinblick auf ausländische Mitglieder der Unternehmensgruppe. Die Arbeit analysiert die Änderungen des Gesetzes, untersucht die Folgen für die Verlustzurechnung und -verrechnung sowie die Nachversteuerung von Auslandsverlusten und zeigt anhand eines Beispiels die Auswirkungen auf die Ergebnisse von Unternehmensgruppen auf.
- Einfluss des AbgÄG 2014 auf die Gruppenbesteuerung
- Verlustzurechnung und -verrechnung in grenzüberschreitenden Unternehmensgruppen
- Nachversteuerung von Auslandsverlusten
- Liquiditätswirkungen der neuen Regelungen
- Optimierungsmöglichkeiten im Kontext der Gruppenbesteuerung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Kontext der Arbeit und die Relevanz des Themas vor. Anschließend werden die Grundlagen der Gruppenbesteuerung erläutert, einschließlich des Grundkonzepts, der Gruppenmitglieder, des Gruppenträgers, der finanziellen Verbindung und der Erfolgskonsolidierung. Das dritte Kapitel befasst sich mit ausländischen Mitgliedern der Unternehmensgruppe und analysiert die Verlustzurechnung und -verrechnung sowie die Nachversteuerung von Auslandsverlusten. Im vierten Kapitel werden die Neuerungen des AbgÄG 2014 im Detail analysiert, insbesondere die Einschränkungen des räumlichen Anwendungsbereichs, die zeitliche Verschiebung der Verlustberücksichtigung, die Abschaffung der Firmenwertabschreibung und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Liquidität. Ein Praxisbeispiel im fünften Kapitel veranschaulicht die Wirkungen der Gruppenbesteuerung vor und nach dem AbgÄG 2014. Abschließend fasst das Fazit die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Gruppenbesteuerung, Abgabenänderungsgesetz 2014, Auslandsverluste, Verlustzurechnung, Nachversteuerung, Liquidität, Optimierungsmöglichkeiten, grenzüberschreitende Unternehmensgruppe, Finanzielle Verbindung, Erfolgskonsolidierung.
Häufig gestellte Fragen
Was änderte das AbgÄG 2014 bei der Gruppenbesteuerung?
Das Gesetz brachte wesentliche Änderungen bei der Verrechnung von Auslandsverlusten, schränkte den räumlichen Anwendungsbereich ein und schaffte die Firmenwertabschreibung ab.
Wie werden Auslandsverluste in einer Unternehmensgruppe behandelt?
Auslandsverluste können unter bestimmten Voraussetzungen dem Gruppenträger zugerechnet werden, unterliegen jedoch einer späteren Nachversteuerung, wenn sie im Ausland verwertet werden können.
Was sind die Voraussetzungen für eine Gruppenbesteuerung?
Erforderlich sind eine finanzielle Verbindung (über 50 % Beteiligung), ein schriftlicher Gruppenantrag und eine Mindestdauer der Gruppe von drei Jahren.
Welche Liquiditätsfolgen hat das AbgÄG 2014?
Die Neuregelungen können zu zeitlichen Verschiebungen bei der Verlustberücksichtigung führen, was je nach Situation Liquiditätsnachteile oder -vorteile zur Folge hat.
Lohnt sich die Einbeziehung einer Auslandstochter noch?
Die Arbeit analysiert anhand von Beispielen, ob die Gruppenbesteuerung gegenüber einer getrennten Besteuerung vorteilhaft ist, wobei dies stark von der individuellen Verlustsituation abhängt.
- Quote paper
- Patrick Putzer (Author), 2018, Gruppenbesteuerung und Auslandsverluste nach dem AbgÄG 2014, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/449127