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Über das Werk "Neither Man nor Woman, the Hijras of India" von Serena Nanda

Alternative Gender und Rollenbilder in der indischen Gesellschaft

Titel: Über das Werk "Neither Man nor Woman, the Hijras of India" von Serena Nanda

Rezension / Literaturbericht , 2016 , 10 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lilly Lehmann (Autor:in)

Ethnologie / Volkskunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Inhalt des Werkes ist eine Buchrezension von Serena Nandas "Neither Man nor Women, the Hijaras of India" aus dem Jahr 1999.

Sie fokussiert sich auf das alternative Gender, Hijra. Nanda untersucht inwiefern die Hijras sich in ihrer Rolle in der indischen Gesellschaft, ihrer Genderidentität, in ihrer sozialen und wirtschaftlichen Rolle, wie auch im religiösen und globalen Kontext wiederfinden.

Ihr Ziel ist es aufzuzeigen, dass sich verschiedene Persönlichkeiten, über die unterschiedlichsten Wege - welche durch persönliche Erfahrungen und der eigenen Selbstwahrnehmung geprägt sind - in den selben kulturellen Traditionen fundieren. Sie geht dabei sehr sensibel vor, indem sie je nach Vorliebe des Erzählers, entweder ein feminines oder ein maskulines Pronomen benutzt und Details neu anordnet um die Anonymität der Individuen zu sichern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Kapitel 1- Hijra Roles in Indian Society
  • Kapitel 2- Hijras as neither man nor woman
  • Kapitel 3- Emasculation ritual among the hijras
  • Kapitel 4- Social organization and economic adaptation
  • Kapitel 5- Kamladevi: A prostitute
  • Kapitel 6- Meera: A new Guru
  • Kapitel 7- Sushila: Achieving Respect
  • Kapitel 8- Salima: An outcast
  • Kapitel 9- Hijra Lives in Context

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Serena Nandas Ethnografie „Neither Man nor Woman, the Hijras of India“ befasst sich mit der Lebenssituation der Hijras in Indien und erforscht ihre Rolle in der indischen Gesellschaft sowie ihre Geschlechtsidentität. Das Buch analysiert die soziale und wirtschaftliche Organisation der Hijras, untersucht die Bedeutung von Ritualen wie der Entmannung und betrachtet die Lebensgeschichten einzelner Hijras.

  • Die soziale und kulturelle Rolle der Hijras in Indien
  • Die Genderidentität und die Selbstwahrnehmung der Hijras
  • Die Bedeutung des Entmannungsrituals und seine Auswirkungen auf die Identität der Hijras
  • Die soziale Organisation und die wirtschaftliche Anpassung der Hijras
  • Die Lebensgeschichten einzelner Hijras und ihre individuellen Erfahrungen

Zusammenfassung der Kapitel

  • Kapitel 1: Hijra Roles in Indian Society
    Dieses Kapitel führt den Leser in die traditionelle Rolle der Hijras in der indischen Gesellschaft ein. Die Hijras sind eine religiöse Gemeinschaft, die sich durch ihre Kleidung und ihr Verhalten von Männern und Frauen abgrenzen. Sie sehen sich selbst als weder Mann noch Frau und ihre Kultur dreht sich um den Kult der Muttergöttin. Die Hijras führen traditionelle Tänze und Rituale, wie das „badhai“, bei Geburten und Hochzeiten auf, um Fruchtbarkeit und Wohlstand zu fördern. Sie werden für diese Darbietungen mit Geld und Lebensmitteln belohnt. Ihre Macht, zu segnen und zu verfluchen, unterstreicht ihre einzigartige Position in der Gesellschaft.
  • Kapitel 2: Hijras as neither man nor woman
    Dieses Kapitel beleuchtet die Geschlechtsidentität der Hijras im Kontext der indischen Mythologie und Kultur. Die Hijras identifizieren sich mit mythologischen Figuren, die weder männlich noch weiblich sind. Die Ablehnung der männlichen Sexualität definiert ihre Identität und ihre soziale Rolle. Die Hijras werden oft schon in jungen Jahren als Mädchen aufgezogen und wechseln in ihrer Pubertät zu einer Hijra-Identität. Ihre langen Haare und ihre femininen Verhaltensweisen sind wichtige Merkmale ihrer Identität. Dennoch ist ihre Geschlechtsidentität komplexer und lässt sich nicht einfach als "weiblich" kategorisieren, da sie oft Elemente männlichen Verhaltens und Ausdruckformen integrieren.
  • Kapitel 3: Emasculation ritual among the hijras
    Dieses Kapitel konzentriert sich auf das Entmannungsritual der Hijras, das als ein Bindeglied zwischen den Hijras und den Göttinnen Shiva und der Muttergöttin gesehen wird. Dieses Ritual, das „nirvan“ genannt wird, beinhaltet die symbolische Tötung des impotenten Mannes und die Wiedergeburt als Hijra. Die Operation wird heimlich durchgeführt, da sie in Indien als krimineller Akt gilt. Der Klient wird in Vorbereitung auf die Operation gesegnet und lebt in Isolation, um einen Zustand von Frieden und Passivität zu erreichen. Nach der Operation durchläuft der Klient eine Ruhephase von 40 Tagen, während der er als Braut gekleidet wird und an einer kleinen Zeremonie teilnimmt. Die Entmannung wird in der hinduistischen Mythologie mit der Macht des Asketismus und der Selbstkastration in Verbindung gebracht. Die psychologische Motivation für die Entmannung ist eng mit der Sicherung des wirtschaftlichen Status verbunden.
  • Kapitel 4: Social organization and economic adaptation
    Dieses Kapitel beschreibt die soziale Organisation und die wirtschaftliche Anpassung der Hijras in Indien. Hijras leben meist in Gemeinschaften, die als stationäre und wirtschaftliche Einheiten fungieren. Die Gemeinschaften sind in Gruppen gegliedert, um die interne Organisation zu vereinfachen. Jedes Haus hat einen Leiter, der Entscheidungen innerhalb der Kommune trifft. Die Hijras leben in einer familiären Beziehung, die durch die Rollen von Gurus und Chelas geprägt ist. Die Gurus übernehmen die Führungsrolle, während die Chelas ihren Anweisungen folgen.

Schlüsselwörter

Die Arbeit „Neither Man nor Woman, the Hijras of India“ von Serena Nanda befasst sich mit den Themen Gender, Sexualität, Kultur, Religion, soziale Strukturen, Entmannung, Hinduismus, Transgender, Hijras, Indien, ethnografische Feldforschung und Lebensgeschichten.

Häufig gestellte Fragen

Wer sind die Hijras in Indien?

Hijras sind eine religiöse und soziale Gemeinschaft in Indien, die sich weder als Mann noch als Frau identifiziert. Sie nehmen eine kulturell verankerte Rolle als "drittes Geschlecht" ein und sind oft Anhänger der Muttergöttin Bahuchara Mata.

Welche soziale Rolle nehmen Hijras bei Geburten und Hochzeiten ein?

Traditionell führen Hijras Rituale namens "badhai" durch. Sie tanzen und singen, um Neugeborene und Brautpaare zu segnen und Fruchtbarkeit sowie Wohlstand zu erflehen, wofür sie Spenden erhalten.

Was ist das "Nirvan"-Ritual?

Das Nirvan-Ritual ist ein Entmannungsritual, das die symbolische Wiedergeburt als Hijra markiert. Es gilt als Bindeglied zur göttlichen Macht und wird trotz rechtlicher Verbote in Indien heimlich durchgeführt.

Wie sind die Hijra-Gemeinschaften organisiert?

Hijras leben in hierarchischen Kommunen, die von einem "Guru" (Lehrer) geleitet werden. Die Mitglieder werden "Chelas" (Schüler) genannt. Diese Strukturen bieten sozialen Schutz und wirtschaftliche Organisation.

Warum identifizieren sich Hijras mit mythologischen Figuren?

In der hinduistischen Mythologie gibt es zahlreiche Figuren (wie Shiva in seiner androgynen Form), die weder eindeutig männlich noch weiblich sind. Diese dienen den Hijras als Vorbilder für ihre eigene Identität und göttliche Legitimation.

Welche wirtschaftlichen Herausforderungen haben Hijras?

Da sie oft vom regulären Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind, leben viele von rituellen Gaben, Betteln oder Prostitution. Ihre soziale Organisation hilft ihnen, diese wirtschaftlichen Schwierigkeiten gemeinsam zu bewältigen.

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Details

Titel
Über das Werk "Neither Man nor Woman, the Hijras of India" von Serena Nanda
Untertitel
Alternative Gender und Rollenbilder in der indischen Gesellschaft
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,0
Autor
Lilly Lehmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
10
Katalognummer
V448257
ISBN (eBook)
9783668850385
ISBN (Buch)
9783668850392
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Third gender hijras india serena nanda
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lilly Lehmann (Autor:in), 2016, Über das Werk "Neither Man nor Woman, the Hijras of India" von Serena Nanda, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/448257
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  10  Seiten
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