Diese Hausarbeit über Schönbergs Gurrelieder ist in zwei Teile geteilt.
Der erste Teil beschäftigt sich mit der Dichtung der Gurrelieder. Ich möchte einen kurzen Überblick geben, wer Jens Peter Jacobsen war und werde dann davon berichten, wie seine Gurrelieder entstanden sind. In den Unterkapiteln gehe ich noch etwas näher auf die einzelnen Teile der Dichtung ein.
Der zweite Teil der Hausarbeit beschäftigt sich mit dem musikalischen Werk Schönbergs. Auch hier werde ich wieder auf die Entstehung der Gurrelieder eingehen, dieses mal jedoch ist die Komposition Schönbergs gemeint und nicht die Entstehung des Gedichts von Jacobsen. Es fügt sich eine musikalische Betrachtung an und auch diesen Teil habe ich im Sinne d er Übersichtlichkeit wieder in drei Unterkapitel aufgeteilt, um auf jeden Teil des Werkes gesondert eingehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Dichtung
2.1 Jens Peter Jacobsen
2.2 Gurrelieder
2.2.1 Der erste Teil
2.2.2 Der zweite Teil
2.2.3 Der dritte Teil
3. Das musikalische Werk
3.1 Entstehung der Gurrelieder
3.2 Musikalische Betrachtung
3.2.1 Der erste Teil
3.2.2 Der zweite Teil
3.2.3 Der dritte Teil
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht Arnold Schönbergs monumentales Werk "Gurrelieder" unterteilt in eine literaturwissenschaftliche Analyse der zugrunde liegenden Dichtung von Jens Peter Jacobsen sowie eine detaillierte musikalische Betrachtung der Komposition und deren Entstehungsgeschichte.
- Biografische und literarische Einordnung von Jens Peter Jacobsen
- Strukturelle Analyse der Vorlage des Gedichtzyklus
- Chronologie und Arbeitsphasen der Entstehung des musikalischen Werks
- Musikwissenschaftliche Untersuchung der drei Teile der Gurrelieder
- Bedeutung der Orchestrierung und Motivik bei Schönberg
Auszug aus dem Buch
3.1 Entstehung der Gurrelieder
Über die Entstehungsgeschichte der Gurrelieder hat Schönberg selbst seinem Schüler und Freund Alban Berg brieflich berichtet und Berg druckte diesen Brief in seinem Gurrelieder-Führer ab. Schönberg schreibt:
„Im März 1900 habe ich den I. und II. Teil und vieles aus dem III. Teil komponiert. Darauf lange Pause, ausgefüllt mit Operetteninstrumentation. März (also anfangs) 1901 Rest vollendet! Dann Instrumentation im August 1901 begonnen (wieder durch andere Arbeiten verhindert, denn ich bin ja immer am Komponieren verhindert worden). In Berlin Mitte 1902 fortgesetzt. Dann große Unterbrechung wegen Operetteninstrumentationen. 1903 zuletzt daran gearbeitet und fertiggestellt bis zirka Seite 118. Daraufhin liegen gelassen und ganz aufgegeben! Wieder aufgenommen Juli 1910. Alles instrumentiert bis auf den Schlußchor, den vollendet in Zehlendorf 1911. Die ganze Komposition war also, ich glaube, im April oder Mai 1901 vollendet. Bloß der Schlußchor stand nur in einer Skizze da, in der allerdings die wichtigsten Stimmen und die ganze Form bereits vollständig vorhanden waren.“
Den Abschluß der Instrumentation hat Schönberg genau datiert: 7. November 1911.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den zweigeteilten Aufbau der Arbeit, der sich zunächst der Dichtung von Jens Peter Jacobsen und anschließend Schönbergs musikalischer Vertonung widmet.
2. Die Dichtung: Dieses Kapitel behandelt das Leben und Werk des dänischen Dichters Jens Peter Jacobsen sowie die inhaltliche und legendäre Struktur seines Gedichtzyklus.
3. Das musikalische Werk: Hier werden die kompositorische Dimension, der enorme instrumentale Aufwand und die spezifische Entstehungsgeschichte des Werks sowie eine detaillierte Betrachtung der drei musikalischen Abschnitte dargelegt.
Schlüsselwörter
Arnold Schönberg, Gurrelieder, Jens Peter Jacobsen, Musikwissenschaft, Komposition, Instrumentation, Waldemar, Tove, Wilde Jagd, Spätromantik, Wagner-Nachfolge, Motivik, Operetteninstrumentation, Dichtung, Legende.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert Schönbergs Werk „Gurrelieder“ in Bezug auf dessen literarische Vorlage durch Jens Peter Jacobsen und die eigene musikalische Ausgestaltung Schönbergs.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Biografie Jacobsens, die literarische Analyse des Sagenstoffs, die komplexe Entstehungsgeschichte der Partitur sowie die musikalische Struktur des Werks.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Überblick über die Genese und den Aufbau der Gurrelieder zu geben, unterteilt in den literarischen Ursprung und die musikalische Umsetzung.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche und literaturhistorische Untersuchung, die sich auf Primärquellen wie Komponistenbriefe sowie musikwissenschaftliche Literatur stützt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Dichtung Jacobsens und die detaillierte musikwissenschaftliche Betrachtung der drei Teile der Gurrelieder.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Arnold Schönberg, Gurrelieder, Jens Peter Jacobsen, Instrumentation, Motivik und Wagner-Nachfolge.
Welche Rolle spielt die „Wilde Jagd“ in den Gurreliedern?
Die „Wilde Jagd“ bildet den dramatischen Höhepunkt des dritten Teils, charakterisiert durch eine enorme orchestrale Besetzung und die Darstellung eines mitternächtlichen Spuks.
Wie bewertet Schönberg seine eigenen nachträglichen Instrumentationsänderungen?
Schönberg betrachtet den Unterschied in der Instrumentierung nicht als Wesensunterschied, sondern als stilistische Weiterentwicklung, die durch den zeitlichen Abstand bei der Fertigstellung bedingt war.
- Arbeit zitieren
- Corinna Schumann (Autor:in), 2003, Arnold Schönberg: Gurrelieder, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44513