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Zeitgeschichte im Spielfilm - Westfront 1918. Vier von der Infanterie

Title: Zeitgeschichte im Spielfilm - Westfront 1918. Vier von der Infanterie

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Evi Arbeiter (Author)

Didactics - History
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Georg Wilhelm Pabsts Antikriegsfilm aus dem Jahr 1930 „Westfront 1918. Vier von der Infanterie“, der am 23.05.1930 im Berliner Capitol uraufgeführt wurde, zeigt anhand von vier Kameraden das Leben der Soldaten im Stellungskrieg an der Westfront 1918 und anhand einer Episode auch das Leben in der Heimat. „Die Handlung setzt ein, als das Scheitern der deutschen Sommeroffensive im letzten Kriegsjahr und damit die unausweichliche militärische Niederlage der deutschen Armee sich abzuzeichnen beginnt“. Dem Zuschauer wird das Grauen des Krieges visualisiert.
In der vorliegenden Arbeit wird untersucht, welches Geschichtsbild Georg Wilhelm Pabst im betrachteten Film vermittelt. Welche Aspekte des Krieges werden dem Rezipienten vorgeführt? Dabei geht es nicht zuletzt darum, die Grenzen und Probleme des Filmes aufzuzeigen, um zu einer Bewertung des Filmes kommen zu können. Dazu werden zunächst einige Hintergrundinformationen zum Film geboten. Anschließend wird untersucht, mit welchen narrativen, kameraästhetischen und auditiven Mitteln im Film „Westfront 1918“ die pazifistische Intention unterstützt wird. Als theoretische Grundlage für diese Betrachtungen dient Knut Hickethiers „Film- und Fernsehanalyse“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Rahmenbedingungen der Produktion

3. Rezeption

4. Das Narrative

4.1 Handlungsverlauf (Skizze)

4.2 Die Einführung

4.3 Figurenkonstellation

4.4 Das Ende

4.5 Aspekte der Krieges (inhaltliche Ebene)

4.6 point of view

4.7 Erzählzeit und erzählte Zeit

5. Kameraästhetik

5.1 Einstellungsgrößen

5.2 Kameraperspektive

5.3 Bewegung

5.4 Montage/Schnitt

6. Das Auditive

6.1 Geräusche

6.2 Musik

6.3 Sprache

7. Bewertung/Probleme/Grenzen

8. Vergleich mit der literarischen Vorlage

9. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das im Antikriegsfilm „Westfront 1918. Vier von der Infanterie“ von Georg Wilhelm Pabst vermittelte Geschichtsbild. Dabei steht die Frage im Zentrum, durch welche narrativen, kameraästhetischen und auditiven Mittel der Film seine pazifistische Intention unterstützt und an welche inhaltlichen Grenzen diese Darstellung angesichts der damaligen Zeit und der gewählten filmischen Mittel stößt.

  • Filmische Darstellung des Ersten Weltkriegs in der Weimarer Republik
  • Analyse der narrativen Struktur und der Figurenkonstellation
  • Untersuchung der kameraästhetischen Mittel wie Einstellungsgrößen und Perspektive
  • Bedeutung des Tons als neues filmisches Ausdrucksmittel
  • Kritischer Vergleich mit der literarischen Romanvorlage von Ernst Johannsen

Auszug aus dem Buch

4.3 Figurenkonstellation

Den Ausgangspunkt der Erzählung bilden die vier Infanteristen: der Bayer (Fritz Kampers), Karl (Gustav Diesel), der Student (H.J. Moebis) und der Leutnant (Claus Clausen). Dabei ist es im Einzelnen nicht wichtig, wer diese vier Kameraden sind, sie dienen als exemplarische Beispiele für Frontsoldaten. Anhand ihrer werden die negativen Seiten des Krieges aufgezeigt. Um verschiedene Facetten des Krieges aufzeigen zu können, werden verschiedene Menschentypen entworfen und dann zueinander in Beziehung gesetzt. Nur einer der Infanteristen trägt einen Namen (Karl), die anderen werden mit Bezeichnungen versehen, die etwas über ihren sozialen, militärischen oder geographischen Hintergrund aussagen (der Student, der Bayer, der Leutnant). Pabst zeigt mit seiner Auswahl der Infanteristen einen Querschnitt durch die Gesellschaft. Anhand der unterschiedlichen Figuren, können verschiedene Bereiche des Krieges beleuchtet werden. Der Student ist ein junger, unbedarfter Mann, der sich auf einen Flirt mit Yvette einlässt und wegen ihr einige Zeit vom Graben fernbleibt. Der Bayer ist bereits etwas älter und gestandener. Seiner gemütliche und witzige Art veranlasst ihn zu Äußerungen wie: „Wenn wir Helden wärn, dann wärn wir schon lang daheim!“. Anhand des jungen Karls wird die Entfremdung zwischen Front und Heimat aufgezeigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Ausgangslage und der Zielsetzung der Arbeit sowie Vorstellung der theoretischen Grundlage der Filmanalyse.

2. Rahmenbedingungen der Produktion: Einordnung des Films in den Kontext der Kriegsfilme der Weimarer Republik und Erläuterung der Zensurgeschichte.

3. Rezeption: Analyse der zeitgenössischen Wahrnehmung durch Publikum und Kritik hinsichtlich Authentizität und technischer Umsetzung.

4. Das Narrative: Untersuchung des Handlungsverlaufs, der Figurenkonstellation und der inhaltlichen Aspekte wie Heimat, Tod und Gewalt.

5. Kameraästhetik: Erläuterung der eingesetzten filmischen Mittel wie Einstellungsgrößen, Perspektiven und Schnitttechniken zur Verstärkung der Wirkung.

6. Das Auditive: Betrachtung der Rolle des Tons und der Geräuschkulisse als technisches Novum für die Atmosphäre im Schützengraben.

7. Bewertung/Probleme/Grenzen: Kritische Reflexion der inhaltlichen Auslassungen und der fiktionalen Ästhetisierung des Krieges.

8. Vergleich mit der literarischen Vorlage: Gegenüberstellung der filmischen Adaption mit dem Roman von Ernst Johannsen und Analyse der Abweichungen.

9. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung des Films als beachtenswertes, wenngleich filmgeschichtlich einzuordnendes Antikriegswerk.

Schlüsselwörter

Westfront 1918, Georg Wilhelm Pabst, Erster Weltkrieg, Antikriegsfilm, Weimarer Republik, Stellungskrieg, Filmkritik, Kameraästhetik, Tonfilm, Ernst Johannsen, Literaturvergleich, Pazifismus, Filmfront, Soldatenalltag, Filmgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert Georg Wilhelm Pabsts Antikriegsfilm „Westfront 1918“ und untersucht, wie dieser das Grauen des Ersten Weltkriegs filmisch darstellt und den Rezipienten vermittelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Analyse konzentriert sich auf die Produktion des Films, seine narrative Struktur, die eingesetzte Kameraästhetik, die Rolle des Tons und den Vergleich mit der literarischen Vorlage von Ernst Johannsen.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, mit welchen filmischen Mitteln Pabst seine pazifistische Intention verfolgt und wo die inhaltlichen Grenzen einer solchen Darstellung liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine filmwissenschaftliche Analyse nach Knut Hickethiers „Film- und Fernsehanalyse“ angewandt, ergänzt durch historische und literaturwissenschaftliche Vergleiche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Produktion, Rezeption, Erzählstruktur, Kameraästhetik, Tondesign und einem detaillierten Vergleich zwischen Film und Romanvorlage.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Antikriegsfilm, Stellungskrieg, Weimarer Republik, filmische Mittel und Pazifismus beschreiben.

Wie bewertet die Autorin die filmische Darstellung des Krieges?

Die Autorin hebt die für die Entstehungszeit bemerkenswerte Realistik hervor, kritisiert jedoch eine gewisse Ästhetisierung und das Fehlen kausaler Ursachenzusammenhänge.

Warum wird der Film aus Sicht der Autorin als „Antikriegsfilm“ bezeichnet?

Der Film wird so bezeichnet, da er durch das Zeigen des Leids und der Sinnlosigkeit des Stellungskrieges den Krieg anklagt, anstatt ihn zu verherrlichen.

Welche Rolle spielt die literarische Vorlage im Vergleich zum Film?

Die Vorlage von Ernst Johannsen wird als wesentlich drastischer eingeschätzt; der Film hingegen ist in seiner Darstellung stärker an die technischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten seiner Entstehungszeit gebunden.

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Details

Title
Zeitgeschichte im Spielfilm - Westfront 1918. Vier von der Infanterie
College
University of Flensburg  (Institut für Geschichte und ihre Didaktik)
Course
Zeitgeschichte im Spielfilm
Grade
1,3
Author
Evi Arbeiter (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V44369
ISBN (eBook)
9783638419840
Language
German
Tags
Zeitgeschichte Spielfilm Westfront Vier Infanterie Zeitgeschichte Spielfilm
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Evi Arbeiter (Author), 2005, Zeitgeschichte im Spielfilm - Westfront 1918. Vier von der Infanterie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44369
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