Gewalt an Schulen ist keine neue Erscheinung. Immer wieder hört man in den Medien von Massenschlägereien, Waffenbesitz oder Vergewaltigungen an Schulen. Nicht selten entspringt kriminelle Energie einer devianten Jugendbande oder Gang. Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, dass Peergroups von der Gesellschaft als potentielle Gefährdung und Bedrohung wahrgenommen werden. Die Kenntnis von der Existenz und dem Einfluss von Peergroups auf Jugendliche kann jedoch einen wesentlichen Beitrag leisten, Schwierigkeiten im Schulunterricht besser einschätzen zu können und mit schulischen Problemlagen besser umgehen zu können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Peers
- Begriffsdefinition und kontextuelle Einordnung
- Soziokultureller Stellenwert und Funktionen einer Peergroup
- Positive Peerkultur
- Stand der Forschung
- Klärung zentraler Begriffe, Konzepte, theoretischer Bezugsrahmen
- Diskussion
- Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text untersucht die Möglichkeiten des Konzepts „Positive Peerkultur“ als konstruktive Sozialisationsinstanz für Jugendliche. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie die positiven Potentiale einer Peergroup genutzt werden können, um die Entwicklung von Jugendlichen zu fördern.
- Begriffsdefinition und kontextuelle Einordnung des Begriffs „Peergroup“
- Soziokultureller Stellenwert und Funktionen einer Peergroup für Jugendliche
- Das Konzept „Positive Peerkultur“ und sein Forschungsstand
- Voraussetzungen und Bedingungen für eine gelingende Umsetzung von „Positive Peerkultur“
- Diskussion der Chancen und Herausforderungen der Peergroup als Sozialisationsinstanz
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung thematisiert die Bedeutung von Peergroups in der heutigen Gesellschaft und stellt die Relevanz der Thematik „Positive Peerkultur“ in den Kontext von Gewalt und Kriminalität an Schulen.
Das zweite Kapitel erläutert den Begriff „Peergroup“ und seine kontextuelle Einordnung. Es beleuchtet den soziokulturellen Stellenwert von Peergroups für Jugendliche und analysiert ihre Funktionen in Bezug auf Identitätsbildung und Sozialisation.
Das dritte Kapitel widmet sich dem Konzept „Positive Peerkultur“. Es diskutiert den Forschungsstand und präsentiert das Programm „Positive Peerkultur“. Die Diskussion beleuchtet die Voraussetzungen und Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung des Konzepts.
Schlüsselwörter
Positive Peerkultur, Peergroup, Sozialisation, Jugend, Identitätsbildung, Jugendkulturen, Konflikte, Gewalt, Schule, Jugendliche, Forschungsstand, Konzept, Theorie, Praxis
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter dem Konzept der „Positiven Peerkultur“?
Positive Peerkultur (PPC) ist ein pädagogisches Konzept, das die Peergroup als konstruktive Sozialisationsinstanz nutzt, um Jugendliche zur gegenseitigen Hilfe und Verantwortung zu motivieren.
Welchen Einfluss haben Peergroups auf die Identitätsbildung von Jugendlichen?
Peergroups fungieren als zentrale Sozialisationsinstanz, die Jugendlichen Orientierung bietet, bei der Ablösung vom Elternhaus hilft und maßgeblich zur Identitätsentwicklung beiträgt.
Warum werden Peergroups oft negativ wahrgenommen?
In der gesellschaftlichen Wahrnehmung werden Peergroups häufig mit krimineller Energie, deviantem Verhalten oder Jugendbanden assoziiert, insbesondere im Kontext von Gewalt an Schulen.
Wie kann die Schule von einer positiven Peerkultur profitieren?
Durch PPC können schulische Problemlagen besser eingeschätzt und das soziale Klima verbessert werden, indem die positiven Potentiale der Gruppe zur Konfliktlösung genutzt werden.
Welche Funktionen erfüllt eine Peergroup soziokulturell?
Sie bietet einen geschützten Raum für soziales Lernen, emotionale Unterstützung und die Erprobung gesellschaftlicher Rollen außerhalb der familiären Hierarchie.
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- Elena Schreer (Author), 2017, Positive Peerkultur. Die Peergroup als einflussreiche Sozialisationsinstanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/443075