In den letzten Jahrzehnten hat das Investmentvolumen in ethische Geldanlagen stark zugenommen. Privatanleger nehmen zunehmend Abstand von "Investment um jeden Preis" und entscheiden sich eher für Geldanlagen in solche Unternehmen, die durch nachhaltiges und soziales Engagement überzeugen. Aufgrund dieser Tatsache handeln die Marktteilnehmer kontrovers zu der für Jahrzehnte dominanten Annahme des Homo Oeconomicus und unterstützen stattdessen die Annahme des Homo Oeconomicus Humanus aus der Forschungsrichtung der Behavioral Finance. Zur Beweisführung dieses Sachverhaltes wurde eine empirische Erhebung anhand des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zielsetzung
- Methodisches Vorgehen
- Aufbau
- Inhalte und Defizite der neoklassischen Kapitalmarkttheorie
- Der Homo Oeconomicus als theoretische Grundlage der neoklassischen Kapitalmarkttheorie
- Modelle und Grenzen der neoklassischen Kapitalmarkttheorie
- Neoklassische Kapitalmarktmodelle und ihre empirische Validität
- Kapitalmarktanomalien und ihre Erklärungsansätze
- Zusammenfassung
- Behavioral Finance als alternativer Erklärungsansatz
- Inhalte der Behavioral Finance
- Entstehung und Ziele der Behavioral Finance
- Der Homo Oeconomicus Humanus als Menschenbild der Behavioral Finance
- Anomalien des menschlichen Verhaltens
- Erklärungsansätze für Marktanomalien
- Zusammenfassung
- Die Prospect Theory als Modell der Behavioral Finance
- Forschungsstand und Grenzen der Behavioral Finance
- Zusammenfassung
- Ethisch motiviertes Anlageverhalten von Privatanlegern
- Hintergrund der empirischen Erhebung
- Nachhaltige Investments
- Der Dieselabgasskandal der Volkswagen AG und seine Auswirkungen
- Zusammenfassung
- Durchführung der empirischen Erhebung
- Hypothesen
- Datenerhebung und Auswertung
- Fazit
- Zusammenfassung
- Zusammenfassung
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelor-Arbeit untersucht das ethische Anlageverhalten von Privatanlegern im Kontext des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG, wobei der Fokus auf der Anwendung der Behavioral Finance als alternativem Erklärungsansatz liegt. Die Arbeit zeigt die Defizite der neoklassischen Kapitalmarkttheorie auf und präsentiert die Behavioral Finance als vielversprechenderen Ansatz zur Erklärung des menschlichen Entscheidungsverhaltens in Finanzmärkten.
- Analyse der neoklassischen Kapitalmarkttheorie und ihrer Grenzen
- Einleitung und Erläuterung der Behavioral Finance
- Untersuchung des ethischen Einflusses auf Anlageentscheidungen von Privatanlegern
- Anwendung empirischer Methoden zur Validierung der Hypothese
- Diskussion von Erkenntnissen und Schlussfolgerungen im Kontext des Dieselabgasskandals
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einleitung
Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit und die Zielsetzung vor. Sie skizziert das methodische Vorgehen und den Aufbau der Arbeit.
Kapitel 2: Inhalte und Defizite der neoklassischen Kapitalmarkttheorie
Dieses Kapitel beleuchtet das theoretische Fundament der neoklassischen Kapitalmarkttheorie, den Homo Oeconomicus, und analysiert die zugrundeliegenden Modelle. Es werden kritische Punkte und empirische Grenzen der neoklassischen Theorie erörtert.
Kapitel 3: Behavioral Finance als alternativer Erklärungsansatz
Dieses Kapitel stellt die Behavioral Finance als Alternative zur neoklassischen Kapitalmarkttheorie vor. Es werden die Entstehungsgeschichte, die Ziele und die zentralen Inhalte der Behavioral Finance dargestellt. Die Analyse der menschlichen Verhaltensanomalien und die Erklärungsansätze für Marktanomalien runden dieses Kapitel ab.
Kapitel 4: Ethisch motiviertes Anlageverhalten von Privatanlegern
Kapitel 4 befasst sich mit dem ethischen Anlageverhalten von Privatanlegern im Kontext des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG. Die empirische Erhebung wird vorgestellt, die Hypothesen werden formuliert und die Ergebnisse der Datenerhebung und Auswertung werden diskutiert.
Schlüsselwörter
Behavioral Finance, neoklassische Kapitalmarkttheorie, Homo Oeconomicus, Homo Oeconomicus Humanus, ethisches Anlageverhalten, Dieselabgasskandal, Volkswagen AG, Nachhaltigkeit, empirische Forschung, Marktanomalien, Prospect Theory
Häufig gestellte Fragen
Was ist Behavioral Finance?
Behavioral Finance ist ein Forschungszweig, der psychologische Erkenntnisse nutzt, um irrationales Verhalten an Finanzmärkten zu erklären, das durch die klassische Theorie des "Homo Oeconomicus" nicht abgedeckt wird.
Wie beeinflusste der VW-Abgasskandal das Anlegerverhalten?
Der Skandal führte dazu, dass viele Privatanleger ethische und nachhaltige Kriterien stärker gewichten und Investitionen in Unternehmen mit mangelnder sozialer Verantwortung meiden.
Was ist der Unterschied zwischen Homo Oeconomicus und Homo Oeconomicus Humanus?
Während der Homo Oeconomicus rein rational und eigennützig handelt, berücksichtigt der Homo Oeconomicus Humanus auch ethische Werte, Emotionen und soziale Verantwortung bei seinen Entscheidungen.
Was besagt die Prospect Theory?
Die Prospect Theory erklärt, dass Menschen Gewinne und Verluste unterschiedlich bewerten (Verlustaversion) und Entscheidungen oft auf Basis von subjektiven Wahrscheinlichkeiten treffen.
Warum gewinnen nachhaltige Investments an Bedeutung?
Anleger suchen zunehmend nach Wegen, Rendite mit ihrem persönlichen Wertesystem in Einklang zu bringen, was zu einem starken Wachstum des Volumens in ethischen Geldanlagen geführt hat.
- Quote paper
- Marvin Beccard (Author), 2018, Behavioral Finance als Erklärungsansatz für ethisch motiviertes Anlageverhalten von Privatanlegern am Beispiel des Dieselabgasskandals der Volkswagen AG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441598