In dieser Hausarbeit wird eines der Merkmale der Partnerwahl näher betrachtet: die Bildung. Im Blickpunkt stehen dabei vor allem hochgebildete Singles. Die Fragestellung dazu lautet: Welchen Einfluss hat die Bildungsexpansion auf die Partnerlosigkeit?
In drei Kapiteln wird der Zusammenhang von Bildung und Partnerwahl dargestellt um herauszufinden, ob die Partnerlosigkeit auf diesen Zusammenhang zurückzuführen ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Einfluss von Bildung auf die Partnerwahl
- Die ökonomische Theorie der Familie
- Heiratstendenzen
- Auswirkungen der Bildungsexpansion
- Auf Bildungsverläufe von Frauen
- Auf die ökonomische Unabhängigkeit der Frau
- Auf die Heiratstendenzen
- Partnerlosigkeit
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit analysiert den Einfluss der Bildungsexpansion auf die Partnerwahl und insbesondere auf die Partnerlosigkeit von hochgebildeten Singles. Die Arbeit konzentriert sich auf die Frage, inwiefern die Bildungsexpansion die Partnerlosigkeit beeinflusst. Dabei werden die Entwicklungen in der Partnerwahl und die Auswirkungen der Bildungsexpansion auf die Bildungsverläufe von Frauen, ihre ökonomische Unabhängigkeit und deren Einfluss auf das Partnerschaftsverhalten beleuchtet.
- Der Einfluss von Bildung auf die Partnerwahl im Kontext der ökonomischen Theorie der Familie
- Die Entwicklung von Heiratstendenzen und das Konzept der Bildungshomogamie
- Die Auswirkungen der Bildungsexpansion auf die Bildungsverläufe und die ökonomische Unabhängigkeit von Frauen
- Der Zusammenhang zwischen Bildungsexpansion und Partnerlosigkeit, insbesondere bei Frauen
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 bietet eine Einführung in das Thema und skizziert die Veränderung der Partnerwahl in den vergangenen Jahrzehnten, insbesondere die Zunahme der Partnerlosigkeit. Es werden die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Partnerwahl, wie z. B. Alter, Sozialstatus, Religion und Bildung, dargestellt.
Kapitel 2 befasst sich mit dem Einfluss von Bildung auf die Partnerwahl. Es wird die ökonomische Theorie der Familie von Gary S. Becker erläutert, die die Partnerwahl als eine Kosten-Nutzen-Abwägung der Akteure darstellt. Die Theorie betrachtet Partnerschaften als Produktionsgemeinschaften, in denen das Humankapital der Partner und das ungleiche Einkommenspotenzial die Produktivität beeinflussen.
Kapitel 2.2 untersucht die Heiratstendenzen und das Konzept der Bildungshomogamie, die beschreibt, wie sich bestehende Bildungsungleichheiten durch den Heiratsprozess verstärken können.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den zentralen Themen Bildung, Partnerwahl, Partnerlosigkeit, Bildungsexpansion, ökonomische Theorie der Familie, Heiratstendenzen, Bildungshomogamie, Geschlechterrollen und Arbeitsteilung. Der Fokus liegt auf der Analyse des Zusammenhangs zwischen der Bildungsexpansion und der Partnerlosigkeit, insbesondere bei Frauen. Die Arbeit berücksichtigt auch die Bedeutung von Humankapital, Einkommenspotenzial und Opportunitätskosten im Kontext der Partnerwahl.
Häufig gestellte Fragen
Welchen Einfluss hat die Bildungsexpansion auf die Partnerwahl?
Die Bildungsexpansion hat dazu geführt, dass mehr Menschen, insbesondere Frauen, höhere Bildungsabschlüsse erreichen, was ihre Erwartungen an Partner und ihre ökonomische Unabhängigkeit verändert.
Warum sind hochgebildete Frauen häufiger Single?
Durch die ökonomische Unabhängigkeit und höhere Opportunitätskosten einer Ehe (Karriereverlust) sinkt der Anreiz für eine traditionelle Partnerschaft, wenn kein adäquater Partner gefunden wird.
Was bedeutet „Bildungshomogamie“?
Bildungshomogamie bezeichnet die Tendenz, einen Partner mit einem ähnlichen Bildungsniveau zu wählen. Dies verstärkt oft bestehende soziale Ungleichheiten.
Was besagt die ökonomische Theorie der Familie nach Gary S. Becker?
Sie betrachtet die Partnerwahl als Kosten-Nutzen-Abwägung. Eine Partnerschaft wird dann eingegangen, wenn der Nutzen der gemeinsamen „Produktion“ (z. B. Kinder, Haushalt) höher ist als das Single-Dasein.
Wie verändern sich die Heiratstendenzen durch höhere Bildung?
Höhere Bildung führt oft zu einer Aufschiebung der Heirat oder zum gänzlichen Verzicht darauf, da die Selbstverwirklichung und berufliche Etablierung im Vordergrund stehen.
Welche Rolle spielt das „Humankapital“ bei der Partnerwahl?
Das Humankapital (Bildung, Fähigkeiten) bestimmt das Einkommenspotenzial. In der Theorie suchen Akteure Partner, die ihr eigenes Kapital ergänzen oder absichern.
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- Pauline C. (Author), 2017, Hochgebildet und Single. Der Einfluss von Bildungsexpansion auf Partnerlosigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/441418