Die vorliegende Arbeit untersucht die Zukunft der Mitbestimmung in Deutschland, beschränkt sich dabei jedoch auf die Darstellung von Bestimmungsgründen für einen Wandel. So wird eine Analyse frei von parteipolitischen und ideologischen Argumentationen und Zielvorstellungen möglich. Nach einer Begriffsbestimmung und einer ökonomischen Betrachtung im ersten Kapitel, stellt das zweite Kapitel das System der Mitbestimmung in Deutschland dar. Die beiden folgenden Kapitel widmen sich den Bestimmungsgründen für den Wandel von Mitbestimmungsarbeit und -system. Dabei wird der Fokus auf die veränderten europäischen Rahmenbedingungen gelegt. Die Arbeit endet mit einer Schlussbetrachtung.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Mitbestimmungsbegriff, -ebenen und -auswirkungen
- 2.1. Mitbestimmungsbegriff
- 2.2. Ebenen der Mitbestimmung
- 2.3. Auswirkungen der Mitbestimmung
- 3. System der Mitbestimmung in Deutschland
- 3.1. Idee und Geschichte
- 3.2. Betriebliche Mitbestimmung
- 3.3. Unternehmensmitbestimmung
- 3.3.1. Mitbestimmung nach dem Montan MitbestG.
- 3.3.2. Mitbestimmung nach dem MitbestG.
- 3.3.3. Mitbestimmung nach dem DrittelbG.
- 3.4. Positionen zur zukünftigen Gestaltung
- 4. Wandel der Mitbestimmungsarbeit
- 4.1. Veränderte Unternehmensstrukturen
- 4.2. Veränderte Unternehmensumwelt
- 5. Wandel des Mitbestimmungssystems
- 5.1. Internationale Belegschaften
- 5.2. Europäischer Binnenmarkt
- 5.2.1. Betriebliche Mitbestimmung
- 5.2.2. Unternehmensmitbestimmung
- 5.3. Europäisches Gesellschaftsrecht
- 5.3.1. Europäischer Betriebsrat
- 5.3.2. Societas Europaea
- 5.3.3. Bedeutung für die deutsche Mitbestimmung
- 6. Schlussbetrachtungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Zukunft der Mitbestimmung in Deutschland und analysiert die Gründe für einen notwendigen Wandel im Kontext der europäischen Entwicklungen. Im Vordergrund stehen die Auswirkungen der Europäisierung von Wirtschaft und Gesellschaft auf das deutsche Mitbestimmungssystem, insbesondere auf die betriebliche und die unternehmerische Mitbestimmung. Die Arbeit verfolgt dabei einen neutralen Ansatz, frei von parteipolitischen und ideologischen Argumentationen.
- Die Bedeutung der Mitbestimmung als Kernelement der Sozialen Marktwirtschaft
- Die Herausforderungen für die Mitbestimmung durch die Europäisierung
- Die veränderten Unternehmensstrukturen und -umwelten als Determinanten für den Wandel der Mitbestimmungsarbeit
- Die Auswirkungen des europäischen Binnenmarkts und des europäischen Gesellschaftsrechts auf die deutsche Mitbestimmung
- Die Bedeutung des Europäischen Betriebsrats und der Societas Europaea für die zukünftige Gestaltung der Mitbestimmung
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und stellt die Aktualität der Mitbestimmung im Kontext der europäischen Entwicklungen dar. Das zweite Kapitel definiert den Begriff der Mitbestimmung, beschreibt die verschiedenen Ebenen der Mitbestimmung und analysiert deren Auswirkungen. Kapitel drei präsentiert das System der Mitbestimmung in Deutschland, beleuchtet die historische Entwicklung, die Idee der Mitbestimmung und die verschiedenen Formen der betrieblichen und unternehmerischen Mitbestimmung. Die Kapitel vier und fünf widmen sich dem Wandel der Mitbestimmungsarbeit und dem Wandel des Mitbestimmungssystems. Hierbei stehen die veränderten Rahmenbedingungen durch die Globalisierung und Europäisierung im Fokus.
Schlüsselwörter
Mitbestimmung, Unternehmensmitbestimmung, Betriebliche Mitbestimmung, Europäisierung, Globalisierung, Europäisches Gesellschaftsrecht, Europäischer Betriebsrat, Societas Europaea, Sozialpartnerschaft, Soziale Marktwirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die zentralen Ebenen der Mitbestimmung in Deutschland?
Es wird zwischen der betrieblichen Mitbestimmung (Betriebsrat) und der Unternehmensmitbestimmung (Aufsichtsrat) unterschieden.
Welche Gesetze regeln die Unternehmensmitbestimmung?
Die Arbeit nennt das Montan-Mitbestimmungsgesetz, das Mitbestimmungsgesetz von 1976 und das Drittelbeteiligungsgesetz.
Wie beeinflusst die Europäisierung das deutsche Mitbestimmungssystem?
Durch den europäischen Binnenmarkt und das europäische Gesellschaftsrecht entstehen neue Rahmenbedingungen, die eine Anpassung des nationalen Systems erforderlich machen.
Was ist eine Societas Europaea (SE) und welche Bedeutung hat sie?
Die SE ist eine europäische Aktiengesellschaft. Die Arbeit untersucht, wie diese Rechtsform die deutsche Mitbestimmung beeinflusst und welche Regelungen dort für Arbeitnehmer gelten.
Welche Rolle spielt der Europäische Betriebsrat?
Er dient als Instrument der Mitbestimmung auf europäischer Ebene und ist ein wichtiger Faktor beim Wandel der Mitbestimmungsarbeit in internationalen Belegschaften.
Warum ist ein Wandel der Mitbestimmung notwendig?
Veränderte Unternehmensstrukturen und eine globalisierte Unternehmensumwelt machen eine Weiterentwicklung des traditionellen Modells der Sozialen Marktwirtschaft unumgänglich.
- Quote paper
- Robert Hacke (Author), 2005, Die Zukunft der deutschen Mitbestimmung im Rahmen der europäischen Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/44131