Viel wurde auch über den Verbleib Griechenlands in der Eurozone diskutiert. Dabei stellt die Eurozone nur einen Teil dessen dar, was die Europäische Union (EU) ausmacht. Demokratie, Freiheit und Solidarität stehen ebenso im Mittelpunkt der Integrationsgemeinschaft. All dies macht deutlich, wie weit Europa sich entfernt hat von seiner ursprünglichen Idee, dauerhaft eine harmonische Entwicklung aller Länder zu fördern und den Frieden auf dem Kontinent zu sichern.
Um zu einer fundierten Meinungsbildung zu diesem Thema zu gelangen, ist es unerlässlich, den Integrationsprozess Griechenlands näher zu beleuchten. Dazu soll diese Arbeit einen Beitrag leisten. Ziel ist es daher, den Integrationsprozess Griechenlands in die Europäische Gemeinschaft (EG) und später in die Europäische Union zu analysieren. Speziell wird der Frage nachgegangen, ob dieser Integrationsprozess durch eine konvergente oder eine divergente Entwicklung geprägt ist. Dazu werden zentrale Einflüsse auf die Einkommensentwicklung des Landes herausgearbeitet.
Inhaltsverzeichnis
- Einführende Diskussion
- Griechenland im europäischen Integrationsprozess
- Theoretische Betrachtung der Konvergenz-Divergenz-Diskussion
- Erklärungsgehalt der neoklassischen und neueren Wachstumstheorie
- Konvergenzmaße
- Konvergenz zwischen Ländern oder innerhalb von Regionen
- Entwicklung von Konvergenz in der EU
- Divergenzthese
- Neuere Ansätze im Rahmen der Konvergenz-Divergenz-Diskussion
- Historische Entwicklung und zentrale Einflussfaktoren auf das Einkommen
- Zeitgeschichtliche Entwicklung
- Europäische Währungsunion
- Entwicklung des Zinsniveaus
- Direktinvestitionstätigkeit
- Wirtschaftsstrukturen
- Kritische Würdigung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert den Integrationsprozess Griechenlands in die Europäische Gemeinschaft (EG) und später in die Europäische Union, um herauszufinden, ob dieser Prozess durch eine konvergente oder divergente Entwicklung geprägt ist. Der Fokus liegt auf der Analyse der zentralen Einflüsse auf die Einkommensentwicklung des Landes.
- Bewertung des Integrationsprozesses Griechenlands in die EU
- Analyse der Konvergenz- und Divergenzthesen im Kontext der europäischen Integration
- Bedeutung der Einkommensentwicklung als Indikator für Konvergenz oder Divergenz
- Identifizierung der wichtigsten Einflussfaktoren auf das Einkommensniveau Griechenlands
- Bewertung der Auswirkungen der Europäischen Währungsunion auf die griechische Wirtschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet eine Einführung in die Thematik und beleuchtet die Bedeutung von Konvergenz im europäischen Integrationsprozess. Im zweiten Kapitel werden theoretische Modelle der Konvergenz-Divergenz-Diskussion vorgestellt, insbesondere die neoklassische und neuere Wachstumstheorie. Das dritte Kapitel analysiert die historische Entwicklung des Einkommens Griechenlands seit dem Beitritt zur EG und untersucht zentrale Einflussfaktoren, darunter die Währungsunion und die Wirtschaftsstrukturen des Landes.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen dieser Arbeit sind der europäische Integrationsprozess, Konvergenz und Divergenz, Einkommensentwicklung, Währungsunion, Wirtschaftsstrukturen und die griechische Staatsschuldenkrise. Im Fokus der Analyse stehen die theoretischen Grundlagen, die empirische Evidenz und die politische Dimension der Konvergenz-Divergenz-Diskussion im Kontext der europäischen Integration.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Konvergenz im EU-Kontext?
Konvergenz bezeichnet das Angleichen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und des Einkommensniveaus der ärmeren Mitgliedstaaten an den EU-Durchschnitt.
Hat sich Griechenland wirtschaftlich an die EU angeglichen?
Die Arbeit untersucht, ob der Integrationsprozess durch eine Annäherung (Konvergenz) oder ein Auseinanderdriften (Divergenz) geprägt ist, insbesondere unter Berücksichtigung der Staatsschuldenkrise.
Welchen Einfluss hatte die Euro-Einführung auf Griechenland?
Die Währungsunion führte zunächst zu sinkenden Zinsen und verstärkten Investitionen, schuf aber auch strukturelle Ungleichgewichte, die später zur Krise beitrugen.
Was besagt die neoklassische Wachstumstheorie zur Konvergenz?
Sie geht davon aus, dass Länder mit geringerem Kapitalstock schneller wachsen und sich langfristig dem Niveau der reicheren Länder annähern.
Welche Faktoren verhindern eine wirtschaftliche Konvergenz?
Mangelnde Wettbewerbsfähigkeit, starre Wirtschaftsstrukturen, hohe Verschuldung und fehlende Innovationen können dazu führen, dass Länder wirtschaftlich zurückfallen (Divergenz).
- Quote paper
- Florian Hoheisel (Author), 2015, Griechenland. Konvergenz oder Divergenz durch die Mitgliedschaft in der EU?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439613