Die vorliegende Arbeit soll klären, inwieweit sich partiarische Darlehen als Durchführungsweg der MKB aus Sicht mittelständischer Familienunternehmen als Finanzierungsinstrument eignen.
In der Literatur wird das Thema der Mitarbeiterkapitalbeteiligung (MKB) meist als Instrument zur Steigerung der Mitarbeitermotivation betrachtet. Diese Arbeit konzentriert sich auf die Prüfung bezüglich der Eignung als Finanzierungsmittel in mittelständischen Familienunternehmen. Aufgrund der Problematik der Unternehmenswertermittlung mittelständischer Familienunternehmen und des ausgeprägten Wunsches nach Autonomie der Unternehmer wird dabei auf das partiarische Darlehen als Durchführungsweg der MKB eingegangen. Vorteilhaft ist zudem, dass die Bereitstellung von Fremdkapital unabhängig von der Rechtsform des Unternehmens möglich ist.
Hierzu werden zunächst relevante allgemeine Finanzierungstheorien vorgestellt. Daran schließt die Definition mittelständischer Familienunternehmen an. Es folgt eine Vorstellung deren spezifischen Finanzierungseigenschaften und eine Erörterung der Besonderheiten und speziellen Bedürfnisse bei der Finanzierung. Danach wird das partiarische Darlehen als Form der Fremdkapitalfinanzierung vorgestellt. Anschließend werden die Besonderheiten der MKB ausgeführt.
Im Anschluss erfolgt ein Abgleich zwischen den vorgestellten Theorien und Anforderungen sowie den behandelten Merkmalen des partiarischen Darlehens in Form der MKB. Die Arbeit schließt mit Gedanken zu alternativen Möglichkeiten ab, wie die Attraktivität des Darlehens gesteigert werden kann und einem Ausblick ab. Unberücksichtigt bleiben in dieser Arbeit Fragen bezüglich des Nutzens zur Steigerung der Mitarbeitermotivation. Auch die Auswirkung der MKB auf die Vermögensallokation der Mitarbeiter wird nicht behandelt. Steuer- und aufsichtsrechtliche Fragestellungen werden nur knapp erwähnt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlagen und definitorische Abgrenzung
- Zugrundeliegende Theorien und Modelle
- Finanzierung in Familienunternehmen
- Definition von mittelständischen Familienunternehmen
- Besonderheiten und Herausforderungen bei der Finanzierung
- Fremdkapitalbeteiligung von Mitarbeitern als Kapitalquelle
- Wesen des partiarischen Darlehens
- Besonderheiten der Mitarbeiterkapitalbeteiligung
- Kritische Prüfung der Eignung
- Unter Berücksichtigung allgemeiner Finanzierungstheorien
- Angesichts der Besonderheiten mittelständischer Familienunternehmen
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit untersucht die Eignung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung (MKB) als Finanzierungsmittel in mittelständischen Familienunternehmen. Im Fokus steht dabei das partiarische Darlehen, eine Form der Fremdkapitalbeteiligung, die sich aufgrund ihrer Flexibilität und des geringen Einflusses auf die Unternehmensstruktur für diese Unternehmensgruppe eignet.
- Relevante Finanzierungstheorien und Modelle
- Besonderheiten der Finanzierung mittelständischer Familienunternehmen
- Das partiarische Darlehen als Finanzierungsinstrument
- Eignung des partiarischen Darlehens als MKB im Kontext der Finanzierung mittelständischer Familienunternehmen
- Potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten und zukünftige Entwicklungen
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Diese Einleitung stellt die Thematik der Mitarbeiterkapitalbeteiligung als Finanzierungsmittel in mittelständischen Familienunternehmen vor und erklärt die besondere Relevanz des partiarischen Darlehens. Die Arbeit gliedert sich in die folgenden Kapitel.
- Grundlagen und definitorische Abgrenzung: Dieses Kapitel behandelt grundlegende Finanzierungstheorien und Modelle, insbesondere die Pecking-Order-Theorie. Es definiert mittelständische Familienunternehmen und beschreibt deren spezifische Herausforderungen bei der Finanzierung.
- Fremdkapitalbeteiligung von Mitarbeitern als Kapitalquelle: Dieses Kapitel erläutert das Wesen des partiarischen Darlehens und seine Besonderheiten im Kontext der Mitarbeiterkapitalbeteiligung.
- Kritische Prüfung der Eignung: Dieses Kapitel analysiert die Eignung des partiarischen Darlehens als MKB aus Sicht der Finanzierungstheorien und der besonderen Anforderungen mittelständischer Familienunternehmen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit behandelt die Themen Mitarbeiterkapitalbeteiligung (MKB), partiarisches Darlehen, Mittelstand, Familienunternehmen, Finanzierung, Pecking-Order-Theorie, Unternehmenswertermittlung, Autonomie, Fremdkapital, Unternehmensstruktur.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist Mitarbeiterkapitalbeteiligung (MKB) für Familienunternehmen interessant?
Sie dient als alternatives Finanzierungsmittel, das die Liquidität schont und gleichzeitig die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen stärken kann.
Was ist ein partiarisches Darlehen?
Es ist eine Form der Fremdkapitalbeteiligung, bei der der Darlehensgeber (Mitarbeiter) am Gewinn des Unternehmens beteiligt wird, ohne jedoch Stimmrechte zu erhalten.
Welche Rolle spielt die Autonomie der Unternehmer?
Mittelständische Unternehmer legen großen Wert auf Unabhängigkeit. Partiarische Darlehen sind ideal, da sie Kapital zuführen, ohne die Eigentumsverhältnisse oder die Kontrolle zu verändern.
Was besagt die Pecking-Order-Theorie?
Diese Theorie besagt, dass Unternehmen bei der Finanzierung eine Rangfolge einhalten: erst Innenfinanzierung, dann Fremdkapital und zuletzt Eigenkapital durch Dritte.
Ist MKB unabhängig von der Rechtsform möglich?
Ja, die Fremdkapitalbeteiligung via Darlehen kann in Unternehmen jeder Rechtsform (GmbH, KG, Einzelunternehmen) problemlos umgesetzt werden.
- Quote paper
- Christian Heins (Author), 2018, Mitarbeiterkapitalbeteiligung in mittelständischen Familienunternehmen als Finanzierungsmittel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/439425