Jeder, der schon einmal mit einer Gruppe von Menschen zu tun gehabt hat, sei es als Gruppenmitglied oder auch als Gruppenleiter, der weiß, dass gerade das Entstehen und „in Gang kommen“ einer gewissen Gruppendynamik nicht immer einfach ist. Vor allem dann, wenn verschiedene Menschen unterschiedlichen Typs aufeinandertreffen und die anfängliche Kommunikation innerhalb der Gruppe nicht richtig funktioniert. Es treten dann häufig Fragen und Probleme auf, die selten bewusst von den Gruppenmitgliedern, und oft auch unbemerkt vom Gruppenleiter, im Raum schweben und so die Arbeitsatmosphäre beeinträchtigen und belasten. Keiner ist bereit, diese Probleme offen anzusprechen, deshalb werden sie meist einfach verdrängt. Wird diese Problematik aber nicht erkannt und möglichst bald behoben, so wird häufig die Chance auf ein Miteinander der Gruppenmitglieder verspielt, und das Erreichen des angestrebten Gruppenziels verschenkt.
„Einige dieser Probleme finden sich [nämlich] fast in allen Gruppen. Ihre Kenntnis und die bewußte aktive Auseinandersetzung … ermöglicht - wenn schon nicht immer eine endgültige Lösung - so doch eine gewisse Erleichterung und Einsicht bei den Teilnehmern.“ Woran aber liegt es genau, dass eine Gruppe nicht gleich von Anfang an effektiv miteinander arbeitet, und es im schlimmsten Fall auch passieren kann, dass sie sich, ohne das angestrebte Ziel zu erreichen, wieder auflöst?
Im Folgenden sollen hierfür zentrale Aspekte und mögliche Gründe aufgezeigt werden, um somit letztendlich auch Lösungsansätze und Vorschläge zur Verbesserung sogenannter Anfangssituationen geben zu können.
Doch zuerst wollen wir uns mit dem „Anfang“ allgemein beschäftigen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Definition des Anfangs
- Ängste, Erwartungen und Befürchtungen in der Anfangsphase
- Ängste und Erwartungen des Dozenten
- Umgang des Dozenten mit Erwartungen und Befürchtungen der Teilnehmer
- Gruppenphasen
- Das Forming
- Das Storming
- Das Norming
- Das Performing
- Ziele und Charakteristiken des Formings
- Die Gruppe im Forming
- Der Einzelne im Forming
- Probleme und Komplikationen im Forming
- Ratschläge und Hilfestellungen
- Spiele in Anfangssituationen
- Schlussfazit
- Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der Anfangsphasen in Gruppen und untersucht die damit verbundenen Herausforderungen, Ängste und Erwartungen. Ziel ist es, einen Einblick in die Dynamik des Formings zu geben und Lösungsansätze für potentielle Probleme aufzuzeigen.
- Bedeutung der Anfangsphase für die Gruppendynamik
- Ängste und Erwartungen von Dozenten und Teilnehmern
- Charakteristika des Formings und dessen Einfluss auf die Gruppenzusammensetzung
- Potentielle Probleme und Komplikationen im Forming
- Ratschläge und Hilfestellungen zur Gestaltung der Anfangsphase
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und verdeutlicht die Wichtigkeit der Anfangsphase für die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb einer Gruppe. Im zweiten Kapitel wird der Begriff „Anfang“ definiert und die zeitliche Einordnung der Anfangsphase im Kontext von Gruppenarbeit beleuchtet.
Kapitel drei beleuchtet die Ängste, Erwartungen und Befürchtungen, die sowohl bei Dozenten als auch bei Teilnehmern in der Anfangsphase auftreten können. Es werden verschiedene Aspekte betrachtet, die diese Emotionen beeinflussen und potenzielle Schwierigkeiten hervorrufen können.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit den verschiedenen Gruppenphasen, insbesondere dem Forming. Es wird erläutert, wie die Gruppe in dieser Phase zusammenfindet, und welche Charakteristika das Forming prägen.
Kapitel fünf geht tiefer auf die Ziele und Charakteristiken des Formings ein. Es wird die Perspektive der Gruppe als Ganzes sowie die des einzelnen Mitglieds im Forming betrachtet.
Kapitel sechs befasst sich mit den möglichen Problemen und Komplikationen, die während des Formings auftreten können.
Kapitel sieben bietet Ratschläge und Hilfestellungen für die Gestaltung der Anfangsphase. Es werden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, um die Anfangssituation zu gestalten und potentielle Probleme zu vermeiden.
Schlüsselwörter
Anfangsphase, Gruppendynamik, Forming, Ängste, Erwartungen, Befürchtungen, Dozent, Teilnehmer, Gruppenphasen, Probleme, Komplikationen, Ratschläge, Hilfestellungen, Spiele, Anfangssituationen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die "Forming"-Phase in Gruppen?
Das Forming ist die erste Phase der Gruppenbildung, in der sich die Mitglieder kennenlernen, Rollen suchen und oft noch vorsichtig und höflich agieren.
Welche Ängste treten in der Anfangsphase auf?
Teilnehmer haben oft Angst vor Ablehnung oder Leistungsdruck, während Dozenten sich um die Akzeptanz und das Gelingen der Gruppendynamik sorgen.
Wie kann ein Dozent die Anfangsphase positiv gestalten?
Durch Kennenlernspiele, klare Zielvorgaben und einen offenen Umgang mit Erwartungen und Befürchtungen kann die Arbeitsatmosphäre erleichtert werden.
Warum scheitern Gruppen oft schon zu Beginn?
Oft werden atmosphärische Probleme oder Kommunikationsstörungen verdrängt, statt sie offen anzusprechen, was das Erreichen des Gruppenziels gefährdet.
Welche weiteren Gruppenphasen folgen nach dem Forming?
Nach dem Forming folgen üblicherweise das Storming (Konfliktphase), das Norming (Regelphase) und das Performing (Arbeitsphase).
- Citation du texte
- Stefanie Heimann (Auteur), 2004, Pädagogische Arbeit mit Gruppen - Anfangsphasen in Gruppen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/43922