In dieser Arbeit wird der Stand der aktuellen Forschung zu Kafkas Kierkegaard-Rezeption und der Bedeutung Kierkegaards für Kafkas Werk kurz dargestellt.
So finden sich im "Landarzt" eindeutige Parallelen zu Sören Kierkegaards "Die Krankheit zum Tode" und aus Tagebüchern und Briefen ist hinreichend belegt, dass Kafka Kierkegaards Werke kannte. Die folgende Arbeit soll daher zeigen, dass sowohl der Landarzt als auch der Junge in "Ein Landarzt" an der Krankheit zum Tode im Sinne Kierkegaards leiden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Forschungsüberblick
- Kafkas Kierkegaard-Rezeption
- Kierkegaards Krankheit zum Tode in Kafkas Ein Landarzt
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Parallelen zwischen Franz Kafkas „Ein Landarzt“ und Sören Kierkegaards „Die Krankheit zum Tode“. Dabei steht die These im Vordergrund, dass sowohl der Landarzt als auch der Junge in der Erzählung an der „Krankheit zum Tode“ im Sinne Kierkegaards leiden, die der Philosoph als Verzweiflung beschreibt und die nur durch die Hinwendung zum Christentum geheilt werden kann.
- Kafkas Rezeption von Kierkegaards Werk
- Die Bedeutung der „Krankheit zum Tode“ in Kafkas „Ein Landarzt“
- Die Rolle der Verzweiflung in der Erzählung
- Die Unmöglichkeit der Heilung ohne den Glauben an Gott
- Die Parallelen zwischen Kafkas und Kierkegaards Werken
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein und erläutert Kafkas Bedeutung als Autor sowie die Schwierigkeiten, seine Werke zu verstehen. Sie betont die Notwendigkeit, Kafkas Texte im Kontext ihrer Werksgeschichte und der Biographie des Autors zu betrachten und stellt die Kernthese der Arbeit vor: Die Parallelen zwischen der Krankheit in „Ein Landarzt“ und Kierkegaards „Die Krankheit zum Tode“
- Forschungsüberblick: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die bisherige Forschung zu Kafkas Rezeption von Kierkegaard. Es werden verschiedene Arbeiten vorgestellt, die sich mit Kafkas und Kierkegaards Biographien und Werken beschäftigen und die Parallelen zwischen den beiden Autoren beleuchten.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Franz Kafka, Sören Kierkegaard, „Ein Landarzt“, „Die Krankheit zum Tode“, Verzweiflung, Christentum, Psychoanalyse, Werksgeschichte, Kontext, Rezeption.
Häufig gestellte Fragen
Welche Parallelen gibt es zwischen Kafka und Kierkegaard?
Die Arbeit zeigt, dass die Protagonisten in Kafkas „Ein Landarzt“ an der „Krankheit zum Tode“ im Sinne Kierkegaards leiden – ein Zustand tiefer existentieller Verzweiflung.
Was versteht Kierkegaard unter der „Krankheit zum Tode“?
Kierkegaard definiert sie als Verzweiflung, die daraus entsteht, dass der Mensch nicht er selbst sein will oder kann. Er sieht darin eine geistige Krankheit, die nur durch den christlichen Glauben geheilt werden kann.
Kannte Franz Kafka die Werke von Sören Kierkegaard?
Ja, aus Kafkas Tagebüchern und Briefen geht eindeutig hervor, dass er Kierkegaards Schriften kannte und sich intensiv mit dessen Gedankenwelt auseinandergesetzt hat.
Warum kann der Landarzt in der Erzählung nicht heilen?
Die Arbeit argumentiert, dass die physische Wunde des Jungen nur ein Symbol für die geistige Verzweiflung ist. Da der Landarzt keinen Zugang zum Glauben hat, bleibt er gegenüber dieser „Krankheit“ machtlos.
Welche Rolle spielt die Psychoanalyse in diesem Vergleich?
Obwohl Kafkas Texte oft psychoanalytisch gedeutet werden, stellt diese Arbeit die philosophisch-theologische Perspektive Kierkegaards in den Vordergrund, um die existentielle Dimension der Erzählung zu beleuchten.
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- Hannah Mohl (Autor), 2018, Parallelen zwischen Kafkas "Ein Landarzt" und Kiekegaards "Die Krankheit zum Tode", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/438088