Im Fokus dieser Arbeit stehen die Auswirkungen der Health Claims Verordnung (HCVO) in Form von Veränderungen und potenziellen Möglichkeiten sowie Einschränkungen im Bereich des Produktmanagements und der Werbung zu eruieren und zu evaluieren.
Das Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Sparte der Milchprodukte, deren bisherige Vermarktung aufgrund der Verordnung besonders tangiert wird.
Dabei werden in der vorliegenden Bachelor Thesis die zentralen Begriffe der Health Claim Verordnung, des Konsumgütermarketing und der Werbung definiert. Im zweiten Teil findet die Definition des relevanten Marktes, die Betrachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen aus der Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 und die EU-Vorgaben hinsichtlich der Nährwertkennzeichnung statt. Abgerundet wird die Arbeit durch eine empirische Analyse, den internationalen Ausblick auf die HCVO und die Anwendung auf die Michindustrie, so dass Handlungempfehlungen ausgesprochen und ein kritisches Fazit gezogen werden können.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Ausgangssituation
- Zielsetzung und Methodik der Arbeit
- Abgrenzung zentraler Begriffe
- Health Claims Verordnung
- Konsumgütermarketing
- Werbung
- Analyse der Rahmenbedingungen der Deutschen Ernährungsindustrie unter besonderer Berücksichtigung der Milch-industrie
- Einführung
- Definition des relevanten Marktes
- Marktstrukturen
- Marktentwicklung
- Marktanteile
- Rechtliche Rahmenbedingungen
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006
- Anwendungsbereich der Verordnung
- Nährwertbezogene Angaben
- Gesundheitsbezogene Angaben
- Nährwertprofile
- Nährwertkennzeichnung
- EU-Harmonisierungstendenzen
- Bio-Trend in der EU
- Resümee der Rahmenbedingungen
- Empirische Analyse der Auswirkungen auf die Milchindustrie
- Methodik
- Auswertung
- Resümee: Empirische Analyse
- Internationaler Ausblick auf die HCVO und ausgewählte Kommunikationsbeispiele aus der Milchindustrie
- Lebensmittelkennzeichnungsverordnungen- ein internationaler Überblick
- Vereinigte Staaten von Amerika
- Japan
- Australien und Neuseeland
- Resümee: Internationaler Überblick
- Ausgewählte Kommunikationsbeispiele aus der Milch-industrie
- Danone
- Campina
- Becel pro-activ
- Resümee: Kommunikationsbeispiele
- Handlungsempfehlungen
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Health Claims Verordnung (HCVO) und ihren Auswirkungen auf das Marketing von Konsumgüterunternehmen, insbesondere der Milchindustrie. Ziel ist es, die wichtigsten Regelungen der HCVO zu analysieren und ihre Implikationen für die deutsche Ernährungsindustrie zu untersuchen.
- Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen der HCVO und ihrer Auswirkungen auf die Kennzeichnung und Werbung von Lebensmitteln
- Empirische Untersuchung der Auswirkungen der HCVO auf die deutsche Milchindustrie
- Internationaler Vergleich der Lebensmittelkennzeichnungsverordnungen und ausgewählte Kommunikationsbeispiele aus der Milchindustrie
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Milchindustrie im Kontext der HCVO
- Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der HCVO und ihre Relevanz für das Marketing von Konsumgüterunternehmen ein. Sie definiert zentrale Begriffe wie Health Claims Verordnung, Konsumgütermarketing und Werbung. Kapitel 2 analysiert die Rahmenbedingungen der deutschen Ernährungsindustrie unter besonderer Berücksichtigung der Milchindustrie. Es untersucht die Marktstrukturen, die Marktentwicklung und die Marktanteile sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen, die für die Branche relevant sind. Dabei werden insbesondere die Bestimmungen der HCVO hinsichtlich der Kennzeichnung und Werbung von Lebensmitteln beleuchtet. Kapitel 3 befasst sich mit der empirischen Analyse der Auswirkungen der HCVO auf die Milchindustrie. Es werden die Methodik der Datenerhebung und -auswertung vorgestellt und die Ergebnisse präsentiert. Kapitel 4 gibt einen internationalen Ausblick auf die HCVO und beleuchtet ausgewählte Kommunikationsbeispiele aus der Milchindustrie in verschiedenen Ländern. Die Arbeit endet mit Handlungsempfehlungen für die Milchindustrie im Kontext der HCVO.
Schlüsselwörter
Health Claims Verordnung, Konsumgütermarketing, Milchindustrie, Lebensmittelkennzeichnung, Werbung, EU-Recht, Marktforschung, empirische Analyse, internationale Vergleiche, Kommunikationsstrategien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Health Claims Verordnung (HCVO)?
Die HCVO (Verordnung EG Nr. 1924/2006) regelt nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln. Ziel ist es, Verbraucher vor irreführenden Werbeversprechen zu schützen und EU-weite Standards zu schaffen.
Wie beeinflusst die HCVO das Marketing der Milchindustrie?
Die Verordnung schränkt die Verwendung von Begriffen wie "gesund" oder "stärkend" ein. Milchprodukte müssen spezifische Nährwertprofile erfüllen, um mit gesundheitlichen Vorteilen werben zu dürfen.
Was ist der Unterschied zwischen nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben?
Nährwertbezogene Angaben beziehen sich auf Inhaltsstoffe (z.B. "fettarm"), während gesundheitsbezogene Angaben eine Beziehung zwischen einem Lebensmittel und der Gesundheit herstellen (z.B. "Calcium ist gut für die Knochen").
Gibt es internationale Unterschiede bei Lebensmittelkennzeichnungen?
Ja, Länder wie die USA, Japan oder Australien haben eigene Regelungen, die sich teilweise deutlich von der europäischen HCVO unterscheiden, was globale Marketingstrategien erschwert.
Welche Handlungsempfehlungen gibt es für Unternehmen?
Unternehmen sollten frühzeitig auf wissenschaftlich belegbare Claims setzen, Nährwertprofile optimieren und alternative Kommunikationsstrategien entwickeln, die weniger stark von regulierten Health Claims abhängen.
- Quote paper
- Katharina Buschjäger (Author), 2009, Die Health Claim Verordnung und ihre Auswirkungen auf das Marketing von Konsumgüterunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/436974