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Widerstand aus dem Glauben. Der Widerstand der Kirche gegen den NS-Staat

Title: Widerstand aus dem Glauben. Der Widerstand der Kirche gegen den NS-Staat

Seminar Paper , 2017 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dominik Zoller (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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Der Widerstand gegen das NS-Regime und die führenden Personen ging nicht nur von Bürgern und politischen Gegnern aus, sondern kam auch aus militärischen Kreisen und von den Kirchen. Die Formen des kirchlichen Widerstands und seine Beurteilung sollen im Folgenden eingehend betrachtet werden. Dabei setzt sich die vorliegende Arbeit im Speziellen mit den Fragen auseinander, welche Ziele der kirchliche Widerstand verfolgte und durch welche Maßnahmen die Kirchen im Deutschland diese erreichen wollten.

Dazu soll zunächst der Widerstand im Allgemeinen definiert und von anderen Formen politischer Gewalt abgegrenzt werden. Daran anknüpfend folgt eine Unterscheidung zwischen dem politischen und dem kirchlichen Widerstand. Anschließend werden die Formen und Methoden des kirchlichen Protests aus dem historischen Kontext heraus dargestellt und dessen Ziele näher beleuchtet. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Zusammenfassung und Bewertung dieses Engagements.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff Widerstand und seine Formen gegen das nationalsozialistische Regime

3. Unterscheidungsmöglichkeiten zwischen politischem und kirchlichem Widerstand

4. Die beiden großen deutschen Kirchen gegen Hitler

4.1. Widerstand der evangelisch-lutherischen Kirche

4.1.1. Die Rolle der Deutschen Christen

4.1.2. Die Rolle der Bekennenden Kirche

4.2. Widerstand der katholischen Kirche

5. Ziele des kirchlichen Widerstands

6. Schluss: Bewertung des kirchlichen Widerstands und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Formen, Methoden und Ziele des kirchlichen Widerstands gegen den Nationalsozialismus in Deutschland. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich der kirchliche Protest vom allgemeinen politischen Widerstand abgrenzt und welche theologischen sowie moralischen Motive das Handeln der Kirchenvertreter bestimmten.

  • Definition des Widerstandsbegriffs im politischen Kontext.
  • Differenzierung zwischen politischem und kirchlichem Widerstand.
  • Analyse der evangelischen Strömungen "Deutsche Christen" und "Bekennende Kirche".
  • Untersuchung des katholischen Widerstands gegen Gleichschaltung und NS-Ideologie.
  • Bewertung der Ziele und der moralischen Legitimation kirchlicher Akteure.

Auszug aus dem Buch

4.2. Widerstand der katholischen Kirche

Trotz „mehrfachen Zurückweisungen der nationalsozialistischen Weltanschauung durch katholische Seelsorger und Laien seit 1924“71 ist Hitler durch die Machtergreifung am 30. Januar 1933 „zur rechtmäßigen Obrigkeit geworden, der man nach alter kirchlicher Lehre trotz aller weltanschaulicher Vorbehalte staatsbürgerlichen Gehorsam schuldete - zumindest solange ureigenste Belange der Kirche nicht beeinträchtigt wurden.“72 Dennoch wurde aus Kreisen der katholischen Kirche bis in die erste Jahreshälfte 1933 Kritik „gegen die Entstehung der Diktatur mit ihrer inhumanen Ideologie“73 geübt. Hitler seinerseits war darum bemüht „die verunsicherte Haltung solcher Katholiken, die zwischen Bürgergehorsam und Treue zur Kirche schwankten“74 von sich zu überzeugen und so die Kritiker verstummen zu lassen.

Dies gelang ihm unter anderem mit seiner Regierungserklärung vom 23.03.1933. Darin enthalten ist eine „Zusage, die Rechte der Kirche nicht anzutasten und das Verhältnis von Staat und Kirche zu verbessern.“75 Darauf reagierten die deutschen Bischöfe ihrerseits am 28.03.1933 mit einer Erklärung, in der sie ihre Bereitschaft bekundeten, ihren Mitgliedern nicht länger die Unterstützung Hitlers zu verbieten und keine weiteren Warnungen im Bezug auf die NSDAP und die Regierung in Berlin auszusprechen. Damit schienen die beiden Parteien in den wesentlichen Streitfragen übereingekommen zu sein. Diese Meinung verfestigte sich auch angesichts des am 20.07.1933 mit dem Vatikan abgeschlossenen Reichskonkordats, welches den Versuch darstellt, „den Aktionsraum der Kirche aus dem Bereich totalitärer Gleichschaltung auszugrenzen.“76

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Situation nach dem 30. Januar 1933 ein und skizziert die Fragestellung bezüglich der verschiedenen Widerstandsformen gegen das NS-Regime.

2. Der Begriff Widerstand und seine Formen gegen das nationalsozialistische Regime: Hier wird der theoretische Begriff des Widerstands anhand verschiedener wissenschaftlicher Definitionen beleuchtet und von anderen Formen politischer Gewalt abgegrenzt.

3. Unterscheidungsmöglichkeiten zwischen politischem und kirchlichem Widerstand: Das Kapitel erarbeitet Kriterien, um den spezifischen kirchlichen Widerstand vom allgemeinen politischen Widerstand zu differenzieren.

4. Die beiden großen deutschen Kirchen gegen Hitler: In diesem Hauptteil wird das Verhalten der evangelischen und katholischen Kirche gegenüber dem NS-Staat und dessen Gleichschaltungspolitik analysiert.

5. Ziele des kirchlichen Widerstands: Hier werden die primären Zielsetzungen des kirchlichen Engagements, wie der Erhalt der theologischen Autonomie, herausgearbeitet.

6. Schluss: Bewertung des kirchlichen Widerstands und Ausblick: Das Fazit fasst das Handeln der Kirchen zusammen und reflektiert die Problematik einer nachträglichen Bewertung sowie das Ausbleiben weitergehender Schuldbekenntnisse.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Widerstand, Kirchen, Bekennende Kirche, Deutsche Christen, Katholische Kirche, NS-Staat, Gleichschaltung, Politische Theorie, Moral, Autonomie, Widerstandsrecht, Drittes Reich, Ideologie, Totalitarismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhalten der evangelischen und katholischen Kirche gegenüber dem Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 sowie die spezifischen Ausprägungen ihres Widerstands.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Zentrum stehen die Abgrenzung von politischem zu kirchlichem Widerstand, der Umgang der Kirchen mit der staatlichen Gleichschaltung sowie die Reaktion auf Verbrechen des Regimes wie die Judenverfolgung und das Euthanasie-Programm.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Ziele des kirchlichen Widerstands zu definieren und zu verstehen, warum die Kirchen trotz fundamentaler Widersprüche zur NS-Ideologie oft nur begrenzt gegen das System vorgingen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine politikwissenschaftliche und historische Analyse, gestützt auf Fachliteratur, Lexika und zeitgenössische Quellen, um den Widerstandsbegriff theoretisch zu fundieren und empirisch auf die kirchliche Situation zu beziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung von Widerstand sowie eine detaillierte Betrachtung der evangelischen Strömungen und der katholischen Haltung gegenüber dem NS-Staat.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Nationalsozialismus, Widerstand, Bekennende Kirche, Deutsche Christen und die Frage nach moralischer Legitimation und Autonomie charakterisiert.

Warum wird die "Bekennende Kirche" in der Arbeit besonders hervorgehoben?

Sie wird als bedeutendes Gegenmodell zu den "Deutschen Christen" analysiert, welche eine enge ideologische Nähe zum Nationalsozialismus suchten, und zeigt den innerkirchlichen Widerstandswillen auf.

Welche Rolle spielte das Reichskonkordat für die katholische Kirche?

Das Konkordat von 1933 wird als Versuch gewertet, den Aktionsraum der Kirche gegenüber der totalitären Gleichschaltung des NS-Regimes abzusichern, was jedoch in der Praxis nur begrenzt gelang.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Klerus im Widerstand?

Er kommt zu dem Schluss, dass der Widerstand meist nicht als institutionelle Entscheidung der Kirchenleitung, sondern aus individuellen Gewissensentscheidungen einzelner Gläubiger und Geistlicher heraus erfolgte.

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Details

Title
Widerstand aus dem Glauben. Der Widerstand der Kirche gegen den NS-Staat
College
University of Augsburg
Course
Seminar: Widerstand oder Terrorismus?
Grade
2,0
Author
Dominik Zoller (Author)
Publication Year
2017
Pages
24
Catalog Number
V433786
ISBN (eBook)
9783668757844
ISBN (Book)
9783668757851
Language
German
Tags
Widerstand Kirche Nationalsozialismus kirchlicher Widerstand NS-Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dominik Zoller (Author), 2017, Widerstand aus dem Glauben. Der Widerstand der Kirche gegen den NS-Staat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433786
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