Der Widerstand gegen das NS-Regime und die führenden Personen ging nicht nur von Bürgern und politischen Gegnern aus, sondern kam auch aus militärischen Kreisen und von den Kirchen. Die Formen des kirchlichen Widerstands und seine Beurteilung sollen im Folgenden eingehend betrachtet werden. Dabei setzt sich die vorliegende Arbeit im Speziellen mit den Fragen auseinander, welche Ziele der kirchliche Widerstand verfolgte und durch welche Maßnahmen die Kirchen im Deutschland diese erreichen wollten.
Dazu soll zunächst der Widerstand im Allgemeinen definiert und von anderen Formen politischer Gewalt abgegrenzt werden. Daran anknüpfend folgt eine Unterscheidung zwischen dem politischen und dem kirchlichen Widerstand. Anschließend werden die Formen und Methoden des kirchlichen Protests aus dem historischen Kontext heraus dargestellt und dessen Ziele näher beleuchtet. Den Abschluss der Arbeit bildet eine Zusammenfassung und Bewertung dieses Engagements.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Der Begriff Widerstand und seine Formen gegen das nationalsozialistische Regime
- Unterscheidungsmöglichkeiten zwischen politischem und kirchlichem Widerstand
- Die beiden großen deutschen Kirchen gegen Hitler
- Widerstand der evangelisch-lutherischen Kirche
- Die Rolle der Deutschen Christen
- Die Rolle der Bekennenden Kirche
- Widerstand der katholischen Kirche
- Widerstand der evangelisch-lutherischen Kirche
- Ziele des kirchlichen Widerstands
- Schluss: Bewertung des kirchlichen Widerstands und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit untersucht den Widerstand der Kirchen gegen den NS-Staat. Sie befasst sich mit der Frage, welche Ziele der kirchliche Widerstand verfolgte und durch welche Maßnahmen die Kirchen im Deutschland diese erreichen wollten.
- Definition des Begriffs "Widerstand" und seine verschiedenen Formen
- Abgrenzung zwischen politischem und kirchlichem Widerstand
- Analyse des Widerstands der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirche
- Beurteilung der Ziele und Methoden des kirchlichen Widerstands
- Bewertung der Bedeutung des kirchlichen Widerstands im historischen Kontext
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung stellt den historischen Kontext des 30. Januar 1933 vor, dem Tag der Machtergreifung Hitlers, und verdeutlicht die vielfältigen Formen des Widerstands gegen das NS-Regime.
- Der Begriff Widerstand und seine Formen gegen das nationalsozialistische Regime: Dieses Kapitel definiert den Begriff "Widerstand" und grenzt ihn von anderen Formen politischer Gewalt ab. Es werden unterschiedliche Formen des Widerstands gegen das NS-Regime vorgestellt.
- Unterscheidungsmöglichkeiten zwischen politischem und kirchlichem Widerstand: Dieses Kapitel untersucht die Unterschiede zwischen politischem und kirchlichem Widerstand und stellt die spezifischen Herausforderungen des kirchlichen Widerstands dar.
- Die beiden großen deutschen Kirchen gegen Hitler: Dieses Kapitel beleuchtet den Widerstand der evangelisch-lutherischen und der katholischen Kirche gegen den NS-Staat. Es werden die unterschiedlichen Strategien und die Rolle von bedeutenden Persönlichkeiten innerhalb der beiden Kirchen beschrieben.
Schlüsselwörter
Widerstand, Kirche, Nationalsozialismus, Deutsches Reich, evangelisch-lutherische Kirche, katholische Kirche, Bekennende Kirche, Deutsche Christen, politische Gewalt, moralische Legitimation, Ziele, Methoden, historische Kontext, Bewertung.
Häufig gestellte Fragen
Was unterschied den kirchlichen vom politischen Widerstand?
Politischer Widerstand zielte oft auf den Sturz des Regimes ab. Kirchlicher Widerstand entsprang meist der Verteidigung des Glaubens und moralischer Werte gegen die NS-Ideologie.
Was war die "Bekennende Kirche"?
Es war eine Oppositionsbewegung innerhalb der evangelischen Kirche, die sich gegen die Gleichschaltung durch die "Deutschen Christen" und den staatlichen Einfluss auf die Glaubenslehre wehrte.
Welche Ziele verfolgte der kirchliche Widerstand?
Zu den Zielen gehörten der Erhalt der kirchlichen Autonomie, der Protest gegen Euthanasie-Programme und die Bewahrung christlicher Gebote vor dem Zugriff des Staates.
Wie leistete die katholische Kirche Widerstand?
Der Widerstand äußerte sich oft in Hirtenbriefen, Predigten gegen staatliche Maßnahmen und der heimlichen Unterstützung verfolgter Personen, trotz des Reichskonkordats von 1933.
Wie wird der kirchliche Widerstand heute bewertet?
Die Bewertung ist zwiespältig: Einerseits gab es mutige Einzelpersonen und klaren Protest gegen Unrecht, andererseits gab es auch Phasen der Anpassung und des Schweigens der großen Institutionen.
- Citation du texte
- Dominik Zoller (Auteur), 2017, Widerstand aus dem Glauben. Der Widerstand der Kirche gegen den NS-Staat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/433786