Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit einer bedeutenden Subkultur alternativer Sexualität in Indien: den Hijras. Zu Beginn soll das in den westlichen Gesellschaften vorherrschende Konstrukt der Geschlechterdichotomie kurz dargelegt werden. Hierbei ist eine Relativierung dieses Zweigeschlechter-Konstruktes notwendig, da alternative Sexualtäten in diesem dichotomen Muster keinen Platz finden und dieses dennoch im Zuge des Eurozentrismus häufig als universal angesehen wird. Es zeigt sich daher als interessant, auch andere kulturelle Geschlechter-Konstruktionen zu betrachten. Im Zentrum dieser Arbeit stehen folglich die Hijras als alternative Gruppierung zum dichotomen Paradigma von zwei Geschlechtern. Wenn die Hijras sich in keine der Kategorien von „Mann“ oder „Frau“ einordnen lassen, handelt es sich folglich um eine neue Kategorie der Geschlechter? Ein, wie sie in der Literatur häufig bezeichnet werden, drittes Geschlecht ?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zweigeschlechtliche Gesellschaft
- Hijras
- Religiöser und mythologischer Kontext
- Initiierung und Entmannung
- Arbeit
- Soziale Struktur
- Soziale Rolle
- Hijras als drittes Geschlecht
- Kritische Betrachtung
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit analysiert die Subkultur der Hijras in Indien und untersucht, ob sie als „drittes Geschlecht“ betrachtet werden können. Die Arbeit beleuchtet das Zweigeschlechtliche Gesellschaftssystem und seine Auswirkungen auf alternative Sexualitäten.
- Die Konstruktion des Zweigeschlechter-Konstruktes in westlichen Gesellschaften
- Die soziale und religiöse Rolle der Hijras in Indien
- Der Einfluss hinduistischer und islamischer Traditionen auf die Hijra-Kultur
- Die Initiierung und Entmannung von Hijras im rituellen Kontext
- Die soziale Struktur und die unterschiedlichen Rollen innerhalb der Hijra-Gemeinschaft
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Hausarbeit führt in die Thematik der Hijras in Indien ein und erklärt den Ansatz der Arbeit, das Zweigeschlechtliche Gesellschaftssystem zu relativieren.
- Zweigeschlechtliche Gesellschaft: Das Kapitel erläutert das vorherrschende Zweigeschlechtliche Gesellschaftssystem und dessen Auswirkungen auf Menschen, die sich außerhalb der Dichotomie von Mann und Frau befinden.
- Hijras: Dieses Kapitel betrachtet die Hijras im Kontext ihres religiösen und mythologischen Hintergrunds. Es werden die Initiierung und Entmannung, die soziale Struktur, die Arbeit und die Rolle der Hijras in der indischen Gesellschaft untersucht.
Schlüsselwörter
Hijras, drittes Geschlecht, Zweigeschlechtlichkeit, Indien, Hinduismus, Islam, Initiierung, Entmannung, soziale Struktur, soziale Rolle, alternative Sexualität, Geschlechterkonstruktion, Gender, Sex, Stigmatisierung, Ausgrenzung.
Häufig gestellte Fragen
Wer sind die Hijras in Indien?
Hijras sind eine bedeutende Subkultur in Indien, die sich weder als rein männlich noch als rein weiblich identifiziert und oft als „drittes Geschlecht“ bezeichnet wird.
Warum werden Hijras oft als „drittes Geschlecht“ bezeichnet?
Da sie in das westliche dichotome Muster von Mann und Frau nicht hineinpassen, bilden sie eine eigene soziale und kulturelle Kategorie mit spezifischen rituellen Rollen.
Welche Rolle spielt die Religion für die Hijra-Kultur?
Die Hijra-Identität ist stark in hinduistischen und islamischen Traditionen sowie mythologischen Kontexten verwurzelt, was ihnen oft eine rituelle Bedeutung bei Geburten oder Hochzeiten verleiht.
Was beinhaltet der Initiationsritus der Hijras?
Ein zentrales Element der Initiation ist oft ein ritueller Eingriff (Entmannung), der den Übergang in die Gemeinschaft der Hijras markiert.
Mit welchen sozialen Problemen sind Hijras konfrontiert?
Trotz ihrer rituellen Bedeutung leiden viele Hijras unter Stigmatisierung, Ausgrenzung und Armut, da sie oft am Rande der Gesellschaft leben.
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- Rosa Goldfuss (Author), 2015, Hijras in Indien. Ein drittes Geschlecht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432591