Das bedingungslose Grundeinkommen ist in aller Munde. Was ist das bedingungslose Grundeinkommen genau und ist es überhaupt ein gerechtes politisches Instrument zur finanziellen Grundabsicherung eines Menschen?
Diese Arbeit nimmt das bedingungslose Grundeinkommen als ein möglicherweise gerechtfertigtes politisches Instrument anhand der weltweit vielbeachteten Theorie der Gerechtigkeit als Fairness von John Rawls in Form eines fiktiven Interviews mit dem Philosophen unter die Lupe.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begriffsklärung des bedingungslosen Grundeinkommens
- Contra dem bedingungslosen Grundeinkommen
- Ist das bedingungslose Grundeinkommen ethisch gerecht & fair? Ein fiktives Gespräch mit John Rawls
- Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, ob ein bedingungsloses Grundeinkommen ethisch gerecht und fair ist. Sie analysiert das Konzept des Grundeinkommens, untersucht die Argumente dagegen und führt ein fiktives Gespräch mit John Rawls, um dessen Gerechtigkeitstheorie auf das Grundeinkommen anzuwenden.
- Begriffliche Klärung des bedingungslosen Grundeinkommens
- Kritikpunkte gegenüber dem Grundeinkommen
- Ethische Bewertung des Grundeinkommens aus der Perspektive von John Rawls
- Zusammenhang von Arbeit, Einkommen und gesellschaftlicher Gerechtigkeit
- Alternative Konzepte zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des bedingungslosen Grundeinkommens ein und beleuchtet die aktuelle Diskussion um die Einführung eines solchen Systems, insbesondere im Kontext der Schweizer Volksabstimmung im Jahr 2016.
- Begriffsklärung des bedingungslosen Grundeinkommens: Hier wird die Definition des bedingungslosen Grundeinkommens erörtert, verschiedene Konzepte und Finanzierungsmöglichkeiten werden vorgestellt, und es wird ein historischer Rückblick auf frühere Ideen zum Grundeinkommen gegeben.
- Contra dem bedingungslosen Grundeinkommen: Dieses Kapitel präsentiert die häufigsten Kritikpunkte und Argumente, die gegen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens vorgebracht werden. Es analysiert mögliche negative Auswirkungen und Herausforderungen, die sich aus der Implementierung eines solchen Systems ergeben könnten.
Schlüsselwörter
Bedingungsloses Grundeinkommen, ethische Gerechtigkeit, John Rawls, Gerechtigkeitstheorie, Arbeitsmarkt, soziale Ungleichheit, Armut, Existenzsicherung, Finanzierung, Konsumsteuer, negative Einkommensteuer, Sozialversicherungsbeiträge.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE)?
Ein BGE ist eine staatliche Transferleistung, die jedem Bürger ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Zwang zur Arbeit ausgezahlt wird, um die Existenz und gesellschaftliche Teilhabe abzusichern.
Wie beurteilt John Rawls' Gerechtigkeitstheorie das Grundeinkommen?
Rawls' Theorie der "Gerechtigkeit als Fairness" kann zur Begründung herangezogen werden, insbesondere durch das Differenzprinzip, wonach soziale Ungleichheiten so gestaltet sein müssen, dass sie den am wenigsten Begünstigten den größten Vorteil bringen.
Was sind die Hauptargumente gegen ein BGE?
Kritiker befürchten eine mangelnde Finanzierbarkeit, einen Rückgang der Arbeitsmotivation, mögliche Inflation und die Gefahr, dass das soziale Sicherungssystem insgesamt geschwächt wird.
Welche Finanzierungsmöglichkeiten für ein BGE gibt es?
Diskutiert werden Modelle wie die Erhöhung der Konsumsteuer (Mehrwertsteuer), eine negative Einkommensteuer oder die Umwidmung bestehender Sozialversicherungsbeiträge.
Kann ein BGE Armut wirksam bekämpfen?
Befürworter argumentieren, dass es durch die bedingungslose Absicherung die "Armutsfalle" beseitigt und Menschen die Freiheit gibt, auch ohne prekäre Beschäftigung ein würdevolles Leben zu führen.
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- Dipl.-Kfm. (FH), Master of Arts (Univ.) Jörg Löschmann (Author), 2018, Das bedingungslose Grundeinkommen. Ethisch gerecht und fair?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/432114