Grundlegende Diskussionen um relevante gesellschaftliche Veränderungen polarisieren häufig und sind oft mit Gruppenbildung verbunden. Menschen beziehen Position. Neue Eigen- und Fremdgruppen entstehen und bieten einzelnen Individuen die Möglichkeit sich der jeweils als attraktiver empfundenen Meinungsgruppe zuzuordnen. Neue Stellung zu beziehen und sich einer Gruppe zuzuordnen impliziert sich von abweichenden Haltungen und damit von Gruppierungen anderer Mitmenschen abzugrenzen.
Die vorliegende Betrachtung reflektiert dieses soziale Phänomen und versucht den Drang danach eine bestimmte Gruppenzugehörigkeit zu erlangen und sich von einer anderen Gruppierung Mitmenschen abzugrenzen auf der Basis sozialpsychologischer Theorien genauer zu beleuchten.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Grundlagen: Die Entstehung der sozialen Identität - Fundamentale Theorien
- Das Paradigma der minimalen Gruppen
- Die Theorie der sozialen Identität: Social Identity Theory
- Forschungsgegenstand und Hypothesen
- Hypothesendiskussion und Ergebnisse
- Hypothese 1
- Hypothese 2
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Gruppenzugehörigkeit auf das Selbstwertgefühl und das Verhalten von Individuen. Sie beleuchtet den Prozess der sozialen Identitätsbildung und die Rolle, die Selbstwertgefühl in der Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen spielt.
- Die Entstehung sozialer Identität
- Der Einfluss von Gruppenzugehörigkeit auf das Selbstwertgefühl
- Die Rolle der sozialen Identität in Gruppenprozessen
- Analyse der Abgrenzung von Individuen von anderen Gruppen
- Anwendung sozialpsychologischer Theorien auf Gruppenverhalten
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung präsentiert ein Zitat, welches die aktuelle Relevanz der Thematik verdeutlicht: die Spaltung der Bevölkerung in Bezug auf die Flüchtlingsdebatte. Das Kapitel „Grundlagen“ legt die theoretischen Fundamente der Arbeit dar, indem es die „Theorie der sozialen Identität“ und das „Paradigma der minimalen Gruppen“ erläutert. Das Kapitel „Forschungsgegenstand und Hypothesen“ definiert die zentrale Forschungsfrage: Was führt dazu, dass sich Individuen einer bestimmten Gruppe zuordnen und welche Rolle spielen dabei Selbstwertgefühl und soziale Identität? Die „Hypothesendiskussion und Ergebnisse“ analysiert die aufgestellten Hypothesen im Kontext der dargestellten Theorien.
Schlüsselwörter
Soziale Identität, Selbstwertgefühl, Gruppenverhalten, Gruppenzugehörigkeit, Social Identity Theory, Paradigma der minimalen Gruppen, Gruppenprozesse, soziale Abgrenzung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Social Identity Theorie (SIT)?
Die Theorie besagt, dass ein Teil des Selbstkonzepts eines Individuums aus der Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen und der emotionalen Bewertung dieser Mitgliedschaft resultiert.
Wie beeinflusst Gruppenzugehörigkeit das Selbstwertgefühl?
Menschen streben nach einer positiven sozialen Identität. Wenn ihre Gruppe als überlegen wahrgenommen wird, steigert dies das individuelle Selbstwertgefühl.
Was ist das "Paradigma der minimalen Gruppen"?
Es zeigt, dass bereits die willkürliche Einteilung in Gruppen (z.B. durch Münzwurf) ausreicht, um die eigene Gruppe zu bevorzugen und andere zu benachteiligen.
Warum grenzen sich Menschen von anderen Gruppen ab?
Abgrenzung dient dazu, die Besonderheit der eigenen Gruppe zu betonen und so die eigene soziale Identität gegenüber "Fremdgruppen" aufzuwerten.
Welches aktuelle Beispiel nutzt die Arbeit zur Illustration?
Die Arbeit reflektiert die gesellschaftliche Polarisierung und Gruppenbildung am Beispiel der Flüchtlingsdebatte in Deutschland.
- Quote paper
- Amelie Lauber (Author), 2015, Die Social Identity Theorie. Betrachtung der bidirektionalen Beeinflussung von Gruppenverhalten und Selbstwert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/431669