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Die dianoetischen Tugenden in Aristoteles Nikomachischer Ethik. Auseinandersetzung mit Theodor Eberts Kritik am Begriff der Klugheit in der Nikomachischen Ethik

Title: Die dianoetischen Tugenden in Aristoteles Nikomachischer Ethik. Auseinandersetzung mit Theodor Eberts Kritik am Begriff der Klugheit in der Nikomachischen Ethik

Seminar Paper , 1999 , 14 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Uwe Schneider (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Einleitung

In meiner Hausarbeit werde ich mich mit der Konzeption der dianoetischen Tugenden, aus der „Nikomachischen Ethik“ von Aristoteles, beschäftigen.
Schwerpunkt wird dabei die Auseinandersetzung mit Theodor Eberts
Standpunkten, aus seinem Aufsatz:„Phronesis. Anmerkungen zu einem Begriff der Aristotelischen Ethik (VI 5, 8-13)“, sein. Um auf diese Darstellungen eingehen zu können, werde ich zu Beginn die dianoetischen Tugenden darlegen und dabei den Schwerpunkt auf die Klugheit legen. Diese soll einmal im Vordergrund meiner Arbeit stehen, da es sich bei ihr, meiner Meinung nach, um die zentralste Tugend dieser Konzeption handelt. Zum anderen, da sich die Stellungnahme Theodor Eberts in erster Linie auf die Klugheit bezieht. In diesem Kontext wird natürlich auch eine kurze Darstellung der weiteren dianoetischen Tugenden erfolgen und
deren Abgrenzung zur Klugheit. Auf die Positionen Eberts werde ich im weiteren Verlauf eingehen, um mich dann mit diesen genauer zu beschäftigen. Ich stelle dabei nicht den Anspruch, deren Richtigkeit oder Falschheit zu beweisen. Es soll lediglich eine kritische Auseinandersetzung erfolgen, in deren Rahmen ich meine
Standpunkte dazu darlegen möchte.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die dianoetische Tugend

2.1. Die Klugheit

2.2 Klugheit, Wissenschaft und praktisches Können

3. Stellungnahme zu Eberts Kritik

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der dianoetischen Tugenden in Aristoteles' "Nikomachischer Ethik", wobei der Schwerpunkt auf der Analyse der Klugheit (Phronesis) und einer kritischen Auseinandersetzung mit der Interpretation von Theodor Ebert liegt.

  • Die begriffliche Bestimmung der Klugheit innerhalb der aristotelischen Ethik.
  • Die Abgrenzung der Klugheit gegenüber Wissenschaft (episteme) und praktischem Können (techne).
  • Die Analyse des Verhältnisses von Klugheit, sittlichem Handeln und politischer Praxis.
  • Die kritische Erörterung von Theodor Eberts Thesen zur Systematik und Reichweite der Klugheit.

Auszug aus dem Buch

3. Theodor Eberts Standpunkte zu dem Begriff der Klugheit

Als erstes widmet sich Theodor Ebert der kritischen Betrachtung des systematischen Ortes, den die Klugheit von Aristoteles zugewiesen bekam. Er bezeifelt den Sinn dieser Zuordnung, da sich die Klugheit nur mit einem kleinen Teil des Kontingenten befaßt. Aus diesem Grund stellt er in Frage, ob es sich bei der phronésis wirklich um die einzige Tugend des intellektuellen Vermögens handeln kann. Er fragt deshalb: „Warum soll es nicht auch andere Tugenden geben, die für die übrigen Gebiete des Kontingenten `zuständig` sind?“ (Ebert, S. 174). Als Lösung für diesen Widerspruch, schlägt er vor, daß es sich bei der Klugheit nur um die Tugend des Seelenteiles handelt, welcher auf das bezogen ist, was im Bereich unserer Handlungsmöglichkeiten liegt.

In diesem Zusammenhang bin ich der Meinung, daß Aristoteles die beste Verfassung für den jeweiligen Seelenteil sucht. Dies geht klar aus seinen Ausführungen hervor: „Nun ist zu fragen, welches die beste Verfassung jedes dieser Seelenteile ist. Denn das ist seine jeweilige Tugend.“ (NE VI, 2, 1139 a 15f). Für einen Seelenteil aber mehrere beste Verfassungen zu suchen, wäre, in meinen Augen, etwas widersinnig. Eine beste Leistung ist ja vollkommen. Vollkommener oder gleich vollkommen kann in diesem Bereich dann nichts mehr sein, sonst wäre es nicht mehr das Beste. Genauso, wie es sich mit der Glückseligkeit als vollkommenes Endziel verhält.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die dianoetischen Tugenden zu erläutern und dabei besonders die Rolle der Klugheit im Kontext der Kritik von Theodor Ebert zu hinterfragen.

2. Die dianoetische Tugend: Dieses Kapitel führt in den Begriff der Tugenden des Verstandes ein und grenzt diese von den ethischen Tugenden ab.

2.1. Die Klugheit: Hier wird die Klugheit als die Fähigkeit zur richtigen Überlegung bezüglich des Endziels und des guten Lebens im Ganzen definiert.

2.2 Klugheit, Wissenschaft und praktisches Können: Dieses Kapitel arbeitet die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zwischen der Klugheit, der theoretischen Wissenschaft und dem handwerklichen Können heraus.

3. Stellungnahme zu Eberts Kritik: Der Autor setzt sich kritisch mit den Thesen Eberts auseinander, insbesondere bezüglich der systematischen Einordnung der Klugheit und deren politischer Dimension.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Klugheit, Phronesis, dianoetische Tugenden, Theodor Ebert, Glückseligkeit, praktisches Handeln, Vernunft, Tugendethik, Kontingenz, Politik, Sittlichkeit, Lebensführung, Beratung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption der dianoetischen Tugenden, wie sie Aristoteles in der "Nikomachischen Ethik" entfaltet, mit einem besonderen Fokus auf die Bedeutung der Klugheit.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Definition der Klugheit, deren Abgrenzung gegenüber anderen intellektuellen Tugenden sowie die kritische Reflexion des von Theodor Ebert kritisierten Klugheitsbegriffs.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Interpretation von Theodor Ebert bezüglich der Systematik und des Anwendungsbereichs der Klugheit in der aristotelischen Philosophie.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-analytische Methode, basierend auf der Textauslegung primärer Quellen (Nikomachische Ethik) und dem Abgleich mit zeitgenössischer Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung der dianoetischen Tugenden sowie eine kritische Stellungnahme zu spezifischen Thesen Eberts zur Klugheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Phronesis, aristotelische Ethik, Tugend, Glückseligkeit und das Verhältnis von Wissen zu praktischem Handeln.

Wie bewertet der Autor Eberts Kritik zur "Zuständigkeit" der Klugheit?

Der Autor argumentiert, dass Aristoteles mit der Klugheit die "beste Verfassung" für den jeweiligen Seelenteil sucht und Ebert möglicherweise die philosophische Intention hinter der Aufteilung der Seele verkennt.

Inwiefern setzt der Autor Klugheit mit politischem Handeln gleich?

Der Autor vertritt die Auffassung, dass wahres politisches Handeln im aristotelischen Sinne ohne Klugheit nicht denkbar ist, da die Polis als tugendhafter Staat auf kluge Bürger angewiesen ist.

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Details

Title
Die dianoetischen Tugenden in Aristoteles Nikomachischer Ethik. Auseinandersetzung mit Theodor Eberts Kritik am Begriff der Klugheit in der Nikomachischen Ethik
College
Dresden Technical University  (Institut für Philosophie)
Course
Seminar Aristoteles Nikomachische Ethik
Grade
1,6
Author
Uwe Schneider (Author)
Publication Year
1999
Pages
14
Catalog Number
V429
ISBN (eBook)
9783638103060
Language
German
Tags
Tugenden Aristoteles Nikomachischer Ethik Auseinandersetzung Theodor Eberts Kritik Begriff Klugheit Nikomachischen Ethik Seminar Aristoteles Nikomachische Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Schneider (Author), 1999, Die dianoetischen Tugenden in Aristoteles Nikomachischer Ethik. Auseinandersetzung mit Theodor Eberts Kritik am Begriff der Klugheit in der Nikomachischen Ethik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/429
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