Die folgende Hausarbeit mit dem Titel „Konzert und Spiel. Überlegungen im Anschluss an Roger Caillois“ hat es sich zur Aufgabe gemacht die besondere Kulturform des Konzerts unter den von Caillois eingeführten Spielanalysekriterien unter die Lupe zu nehmen. Dabei wird es im Rahmen dieser Hausarbeit nicht möglich sein auf einen allgemeinen Konzertbegriff einzugehen, wie er noch bei Heister Verwendung findet; vielmehr soll es um die von Heister selbst geprägte „emphatische Kategorie“ des Konzertes gehen, d. h. um ein Konzert mit der Anwesenheit eines „Publikum[s] als „Präsenzpublikum“, das an bestimmtem Ort und zu bestimmter Zeit sich versammelt, um am musikalischen Ereignis teilzuhaben“. Es soll v.a. also um das Konzert als „Ereignis“ gehen; die Betrachtung findet in synchronem Querschnitt innerhalb der populären Konzertkultur statt. Mit seinen vier Spielkategorien "Agôn", "Alea", "Mimicry" und "Ilinx" hat Caillois ein wunderbares Rüstzeug geschaffen, um den spielerischer Charakter des modernen Popkonzerts offenzulegen.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Inwiefern ist das Konzert ein Spiel?
- Spieldefinition nach Caillois
- Paidia und Ludus
- Spielanalyse nach Caillois
- Agôn - Ein Wettstreit auf allen Ebenen
- Alea - Das Ungewisse spielt immer mit
- Mimicry - Griff nach den Sternen
- Ilinx - Die Lust sich zu verlieren
- Konzert - Ein Gastspiel?
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit mit dem Titel „Konzert und Spiel. Überlegungen im Anschluss an Roger Caillois“ untersucht die besondere Kulturform des Konzerts anhand der von Caillois eingeführten Analysekriterien. Dabei wird es darum gehen, die spezifischen Eigenschaften des Konzerts in Bezug auf das Spiel zu beleuchten.
- Definition des Konzerts als "emphatische Kategorie" im Sinne von Heister
- Anwendung von Caillois' Spieltheorie auf das Konzert
- Analyse der vier Grundkategorien von Caillois im Kontext des Konzerts: Agôn, Alea, Mimicry, Ilinx
- Beziehung zwischen den vier Kategorien und ihre Relevanz für das Konzert
- Einbezug von Fischer-Lichte's Gedanken zur Interaktion von Darstellern und Zuschauern
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung, die den Begriff des Konzerts im Kontext der Spieltheorie von Caillois einführt. Im zweiten Kapitel wird der Begriff des Spiels im Zusammenhang mit Musik beleuchtet und die Verbindung zwischen Konzert und Spiel anhand der Theorien von Caillois, Schiller und Huizinga erörtert. Das dritte Kapitel widmet sich der Analyse der vier Grundkategorien von Caillois (Agôn, Alea, Mimicry, Ilinx) im Kontext des Konzerts.
Schlüsselwörter
Konzert, Spiel, Caillois, Agôn, Alea, Mimicry, Ilinx, Heister, Fischer-Lichte, Populärmusik, Pop-Konzert, Spieltheorie, Kulturform, Analyse, Interaktion, Zuschauer, Darsteller.
Häufig gestellte Fragen
Welche Spielkategorien von Roger Caillois werden auf das Konzert angewendet?
Es werden die vier Kategorien Agôn (Wettstreit), Alea (Zufall), Mimicry (Maskierung/Nachahmung) und Ilinx (Rausch) untersucht.
Was bedeutet "Ilinx" im Kontext eines Konzerts?
Ilinx beschreibt die „Lust sich zu verlieren“ oder den Rauschzustand, den Zuschauer während eines musikalischen Ereignisses erleben können.
Was ist der Unterschied zwischen "Paidia" und "Ludus"?
Paidia steht für das freie, spontane Spiel, während Ludus das regelgeleitete, organisierte Spiel beschreibt.
Welcher Konzertbegriff liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit bezieht sich auf die „emphatische Kategorie“ des Konzerts nach Heister – ein Ereignis mit Präsenzpublikum an einem bestimmten Ort.
Wie wird die Interaktion zwischen Darstellern und Zuschauern analysiert?
Dazu werden Gedanken von Erika Fischer-Lichte herangezogen, um den spielerischen und performativen Charakter des Popkonzerts zu beleuchten.
- Quote paper
- Melinda Büdtz (Author), 2016, Konzert und Spiel als Kulturform. Überlegungen nach Roger Caillois' Spielanalysekriterien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/428088