Diese Arbeit untersucht und diskutiert den klientenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers am Beispiel einer fiktiven Beratungssituation. Dazu wird zunächst die humanistische Psychologie vorgestellt. Darauf aufbauend folgt eine Erläuterung der personenzentrierten Haltung, aus der die Selbstaktualisierungstendenz, das therapeutische Basisverhalten, sowie die Interventionsstrategien hervor gehen. Im Anschluss werden eine fiktive schulische Situation und ein dazu passendes Beratungsgespräch gezeigt und im Hinblick auf klientenzentrierte Techniken analysiert. Zuletzt wird der Ansatz insbesondere bezüglich Motivation, Konfrontation und Beurteilfreiheit diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die humanistische Psychologie
- Die Personenzentrierte Haltung
- Die Selbstaktualisierungstendenz
- Das therapeutische Basisverhalten
- Empathie
- Unbedingte Wertschätzung
- Kongruenz
- Interventionsstrategien
- Spiegeln
- Konfrontieren
- Zusammenfassen
- Konkretisieren
- Perspektivwechsel anbieten
- Klientenzentrierte Techniken am Beispiel einer möglichen Beratungssituation
- Die fiktive Situation
- Analyse des fiktiven Beratungsgesprächs
- Diskussion
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem klientenzentrierten Ansatz nach Carl Rogers und dessen Anwendung in einer fiktiven Beratungssituation. Sie analysiert die humanistische Psychologie, die personenzentrierte Haltung und deren Basisverhalten, sowie die wichtigsten Interventionsstrategien. Der Fokus liegt auf der Anwendung dieser Konzepte in einem konkreten Fall, um die Wirksamkeit des Ansatzes zu verdeutlichen und dessen Potenziale und Grenzen zu diskutieren.
- Humanistische Psychologie als Gegenmodell zu Behaviorismus und Psychoanalyse
- Die personenzentrierte Haltung und ihre grundlegenden Prinzipien
- Die Selbstaktualisierungstendenz als zentrale Motivation des Menschen
- Das therapeutische Basisverhalten: Empathie, unbedingte Wertschätzung und Kongruenz
- Einsatz von klientenzentrierten Techniken in einer fiktiven Beratungssituation
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik des klientenzentrierten Ansatzes nach Carl Rogers ein und gibt einen Überblick über die Arbeit. Kapitel 1 stellt die humanistische Psychologie vor und beleuchtet ihre Grundprinzipien sowie ihre Bedeutung als Gegenmodell zu anderen psychologischen Schulen. In Kapitel 2 wird die personenzentrierte Haltung im Detail erklärt, mit Schwerpunkt auf der Selbstaktualisierungstendenz, dem therapeutischen Basisverhalten und den drei zentralen Bedingungen: Empathie, unbedingte Wertschätzung und Kongruenz. Kapitel 3 erläutert fünf Interventionsstrategien, die den klientenzentrierten Ansatz effektiv ergänzen. Kapitel 4 analysiert die Anwendung des Ansatzes in einer fiktiven Beratungssituation und untersucht die relevanten Techniken. Die Diskussion in Kapitel 5 fokussiert auf die Motivation, Konfrontation und Beurteilungsfreiheit des Ansatzes.
Schlüsselwörter
Klientenzentrierter Ansatz, Carl Rogers, Humanistische Psychologie, Personenzentrierte Haltung, Selbstaktualisierungstendenz, Empathie, Unbedingte Wertschätzung, Kongruenz, Interventionsstrategien, Beratungssituation, Motivation, Konfrontation, Beurteilungsfreiheit.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kern des klientenzentrierten Ansatzes nach Rogers?
Der Ansatz basiert auf der Überzeugung, dass jeder Mensch eine „Selbstaktualisierungstendenz“ besitzt, also das Potenzial, sich selbst zu heilen und weiterzuentwickeln, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Welche drei Basisvariablen muss ein Berater erfüllen?
Nach Rogers sind dies Empathie (einfühlendes Verstehen), unbedingte Wertschätzung (Akzeptanz) und Kongruenz (Echtheit des Beraters).
Was bedeutet „Spiegeln“ in einem Beratungsgespräch?
Spiegeln ist eine Technik, bei der der Berater die emotionalen Inhalte der Aussagen des Klienten in eigenen Worten wiedergibt, um dem Klienten zu helfen, seine Gefühle besser zu verstehen.
Wie grenzt sich die humanistische Psychologie von anderen Schulen ab?
Sie versteht sich als „Dritte Kraft“ neben dem Behaviorismus und der Psychoanalyse und betont die Freiheit, Selbstbestimmung und das positive Wachstumspotenzial des Menschen.
Darf ein klientenzentrierter Berater konfrontieren?
Ja, Konfrontation ist eine Interventionsstrategie, sollte aber immer auf Basis der Wertschätzung erfolgen, um dem Klienten Widersprüche in seinem Erleben aufzuzeigen.
- Quote paper
- Meike Vösgen (Author), 2017, Der klientenzentrierte Ansatz nach Rogers. Darstellung und Diskussion am Beispiel eines fiktiven Beratungsgesprächs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/427085