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"vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so" - Michael Lentz

Titel: "vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so" - Michael Lentz

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2004 , 47 Seiten , Note: 1

Autor:in: Christoph Janke (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Einleitung

„Der längste Beitrag, welcher der Lyrik jemals im deutschen Fernsehen gewidmet wurde. Daraus entwickelt sich nun eine gute Tradition.“1 Auf die in mehr als sechs Stunden „Lange Nacht der Lyrik“ am 5. und 12. April 2000 im ZDF-Nachtstudio ausgestrahlten „ExplosivLaute“2 folgt im Jahr darauf am zweiten UNESCO-Welttag der Poesie 2001 eine dreistündige lautpoetische Ausgabe mit dem Titel „Die Stimme kommt zum Text“3. In der Ankündigung zu jener zweiten „Langen Nacht der Poesie“ lobt das Nachtstudio voreilig „eine gute Tradition“ aus. Die Sendungen um den dritten UNESCO-Welttag der Poesie im Jahr darauf behandeln „Erkenntnisse der Hirnforschung“4.

Dennoch sind jedwede Gesänge um die schwierige Situation der Lyrik übellaunig und schief, zumal sie deren Bedeutsamkeit einzig mittels der Auflagenzahlen im gebundenen Medium bestimmen, und die gehen bekanntlich gegen Null. Die rasche Verbreitung im Internet indes wird zumeist ignoriert, obwohl hier eine weitaus größere Leserschaft erreicht wird, die verschiedenste Foren bildet, in denen sie rege diskutiert und bespricht5. Vor allem aber werden Gedichte wieder gesprochen, zitiert und vorgetragen. Stichpunkte hier sind die Slam-Poetrie und das Hörbuch. Auf jedem größeren Literaturfestival sind Lyriklesungen ein fester Bestandteil. Es scheint fast, als tauchen Gedichte bevorzugt dort auf, wo sie benutzt werden, ihre Anpassungsfähigkeit wird nach wie vor despektierlich unterschätzt. Eine Bewegung, die unmöglich ohne das Sprechen ihrer Texte auskäme, ist die Lautpoesie. Neben einer Übersicht zur Lautpoesie (3.) und näheren Ausführungen zum ZDF-Nachtstudio (4.), möchte ich unter 5. zunächst auf einen Autor der ersten lautpoetischen Generation, auf Oskar Pastior zu sprechen kommen, sowie anschließend speziell auf dessen Auftritt im Nachtstudio. Im 6. Abschnitt sollen zwei Texte des jüngeren Lyrikers und Lautpoeten Michael Lentz betrachtet werden, anhand deren Analyse und Interpretation ich versuche, in dessen Poetik einzuführen, seinen Vortrag, seine Performance...

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1 Http://www.lyrikline.de/(qe5h2bzkbjhwt5jozaikbvi0)/Show.aspx?action=news&entry=81, 15.08.2004.

2 Titel der Veranstaltung.

3 Aufzeichnung am 17.03.2001 im ZDF-Hauptstadtstudio, Foyer „Zollernhof“.

4 Haben wir einen freien Willen? Erkenntnisse der Hirnforschung., ZDF Nachtstudio, 17.03.2002, 0.05 Uhr, ZDF / Wiederholung am 22.03.2002, 11.45 Uhr, 3 SAT.

5 Siehe Anhang, Gesprächstranskript, Thomas Wohlfahrt, S. 6.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Gliederung

2. Einleitung

3. Der Sendeablaufplan des ZDF-Nachtstudios am 17.03.2001 in Berlin

4. Das ZDF-Nachtstudio am 17.03.2001

5. Oskar Pastior

6. Michael Lentz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Sendekonzept und die lautpoetischen Darbietungen im ZDF-Nachtstudio vom 17. März 2001, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der performativen Umsetzung der Lyrik von Oskar Pastior und Michael Lentz liegt.

  • Analyse des Sendeablaufplans und Konzepts des ZDF-Nachtstudios
  • Untersuchung der Lautpoesie von Oskar Pastior und Michael Lentz
  • Betrachtung von Sprechakt-Variationen und Performance-Kriterien
  • Rolle der Stimme als Textgenerator in der modernen Lyrik
  • Zusammenwirken von Sprache, Musik und Medialität

Auszug aus dem Buch

6. Michael Lentz

„vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so.“

anagrammatische Sprechakt-Variationen einer These von Georg Büchner

vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch so nicht.

vielleicht. so ist es. vielleicht. aber ist es auch? so nicht.

vielleicht. ist es so? vielleicht. ist es aber auch so nicht.

vielleicht ist es. so! vielleicht < ist es. / aber. / auch. / nicht. / so. //

> vielleicht. ist es so, vielleicht. Ist es aber auch nicht so.

vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so.

>> vielleicht, vielleicht! so ist es, aber auch so ist es nicht.

vielleicht-vielleicht! so ist es auch nicht, aber so ist es.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Gliederung: Dient der strukturellen Übersicht der Arbeit.

2. Einleitung: Führt in die Thematik der Lautpoesie und das Interesse am ZDF-Nachtstudio ein.

3. Der Sendeablaufplan des ZDF-Nachtstudios am 17.03.2001 in Berlin: Bietet eine tabellarische Auflistung der beteiligten Künstler und des Ablaufs.

4. Das ZDF-Nachtstudio am 17.03.2001: Analysiert den Veranstaltungsort, die mediale Präsentation und den Rahmen der Sendung.

5. Oskar Pastior: Beleuchtet die Biografie, die Arbeitsweise und die lyrischen Performances von Oskar Pastior.

6. Michael Lentz: Analysiert ausgewählte Gedichte von Michael Lentz unter besonderer Berücksichtigung seiner Sprechakte und Performance-Techniken.

Schlüsselwörter

Lautpoesie, ZDF-Nachtstudio, Oskar Pastior, Michael Lentz, Performance, Stimme, Sprechakt, Anagramm, Lyrik, Medialität, Vortragskunst, Experimentelle Literatur, Lautgedicht, Wortmusik, Bühnenauftritt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die moderne Lautpoesie im Kontext der Fernsehsendung ZDF-Nachtstudio aus dem Jahr 2001.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Stimme und Text, die Performance als lautpoetische Praxis und die mediale Inszenierung von Lyrik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Poetik der Vortragenden (insbesondere Pastior und Lentz) und das Sendekonzept der „Langen Nacht der Lyrik“ tiefgehend zu beleuchten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus inhaltlicher Analyse des Sendeablaufs, der Beobachtung von Videoaufzeichnungen und der Interpretation von Sprechakt-Variationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Konzeption des ZDF-Nachtstudios sowie detaillierten Analysen der Auftritte von Oskar Pastior und Michael Lentz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Lautpoesie, Performance, Sprechakt, Medialität und Wortmusik geprägt.

Wie unterscheidet Michael Lentz seine Arbeit von der Slam-Poetry?

Michael Lentz betont ausdrücklich, dass er kein Poetry-Slammer ist und seine lautpoetischen Arbeiten eine eigene, von der Slam-Bewegung abgegrenzte Tradition verfolgen.

Welche Rolle spielt die Musik in der Lautpoesie der behandelten Autoren?

Musik wird nicht nur als Begleitung gesehen, sondern als konstitutives Element, das bei Pastior und Lentz in einem komplexen Wechselverhältnis zum gesprochenen Text steht.

Warum spielt die Geschwindigkeit bei den Performances eine zentrale Rolle?

Die Geschwindigkeit dient bei Lentz dazu, die Kontrolle über die Sprache zu verlieren und „physische Poesie“ entstehen zu lassen, indem sich der Mund vom bewussten Denken befreit.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so" - Michael Lentz
Hochschule
Universität Potsdam  (Germanistik)
Veranstaltung
Einführung in die Sprechkünste
Note
1
Autor
Christoph Janke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
47
Katalognummer
V42518
ISBN (eBook)
9783638405317
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Michael Lentz Einführung Sprechkünste
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Janke (Autor:in), 2004, "vielleicht ist es so, vielleicht ist es aber auch nicht so" - Michael Lentz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42518
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Leseprobe aus  47  Seiten
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