Diese letzte, nach der Ansicht Hegels endgültig letzte Stufe des menschlichen Geistes, die nicht mehr weiter entwickelt zu werden braucht, weil sie selbst die stetige Fortentwicklung der Erkenntnis in der Wissenschaft beinhaltet und darstellt, besteht offenbar parallel auch in der damaligen Vorstellung vom physikalischen freien Denken über die Natur, wie es damals gegenwärtig war und diskutiert wurde.
Hegel erweitert somit die von Kant oben erwähnte vorgeschlagene unflexible Art der Erkenntnistheorie der transzendentalen Ästhetik und liefert eine Antwort auf die offene Frage, wie das Subjekt bei Kant seine Erkenntnis an veränderte Welten anpassen kann.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- DAS BEWUẞTSEIN
- DIE SINNLICHE GEWIẞHEIT
- WAHRNEHMUNG
- VERSTAND
- SELBSTBEWUẞTSEIN, DIE WAHRHEIT DER GEWIẞHEIT SEINER SELBST
- VERNUNFT
- GEIST
- RELIGION
- ABSOLUTES WISSEN
- FRAGEN
- FAZIT
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit „G.F.W. Hegels Phänomenologie des Geistes als Grundlage der Naturwissenschaft“ von Udo Scheer befasst sich mit der Frage, wie Hegels „Wissenschaft der Phänomenologie des Geistes“ (1805) die damals vorherrschende Vorstellung von Naturwissenschaft beeinflusst hat.
- Hegels Konzeption des menschlichen Geistes und dessen Entwicklung vom „natürlichen Bewußtsein“ zum „absoluten Wissen“
- Der Einfluss von Hegels Philosophie auf die naturwissenschaftliche Denkweise seiner Zeit
- Die Beziehung zwischen Hegels „System“ der Wissenschaften und der empirischen Forschung der Naturwissenschaft
- Die Parallelen zwischen Hegels „absolutes Wissen“ und der damaligen Vorstellung von physikalischem freien Denken
- Hegels Kritik an Kants transzendentaler Ästhetik und seine Erweiterung der Erkenntnistheorie
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in Hegels „Wissenschaft der Phänomenologie des Geistes“ ein und erläutert das Konzept des „natürlichen Bewußtseins“ als Ausgangspunkt für Hegels Ausführungen über die Entwicklung des menschlichen Geistes. Es wird hervorgehoben, dass Hegels „absolutes Wissen“ eine Parallele zur damaligen Vorstellung von physikalischem freien Denken darstellt.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beleuchtet zentrale Themen wie Hegels Phänomenologie des Geistes, Naturwissenschaft, „absolutes Wissen“, Selbstbewußtsein, Vernunft, Geist, Religion, transzendentale Ästhetik und die Entwicklung des menschlichen Geistes.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusste Hegels Phänomenologie die Naturwissenschaft?
Hegel lieferte ein System, das die Fortentwicklung der Erkenntnis in der Wissenschaft als Prozess des menschlichen Geistes darstellt.
Was ist für Hegel die „endgültig letzte Stufe“ des Geistes?
Das „absolute Wissen“, das die stetige Fortentwicklung der Erkenntnis in sich selbst beinhaltet und keine weitere äußere Entwicklung mehr benötigt.
Wie unterscheidet sich Hegel von Kant in der Erkenntnistheorie?
Hegel erweitert Kants „unflexible“ transzendentale Ästhetik und erklärt, wie das Subjekt seine Erkenntnis an eine sich verändernde Welt anpassen kann.
Welche Phasen des Bewusstseins beschreibt Hegel?
Die Entwicklung verläuft von der sinnlichen Gewissheit über Wahrnehmung, Verstand, Selbstbewusstsein und Vernunft bis hin zum absoluten Wissen.
Was bedeutet „absolutes Wissen“ im physikalischen Kontext?
Es entspricht der damaligen Vorstellung vom freien physikalischen Denken über die Natur, das unabhängig von starren Dogmen agiert.
- Quote paper
- Dr. Udo Scheer (Author), 2018, G.F.W. Hegels Phänomenologie des Geistes als Grundlage der Naturwissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424931