Die Zeit der Mediatisierung war für viele kleinere Adelshäuser eine Zeit der Umwälzung. Strukturen, in denen sie sich die letzten Jahrhunderte bewegt hatten, zerfielen, und sie mussten neue Strategien entwickeln, um ihr weiteres Fortkommen zu sichern. Die vorliegende Hausarbeit soll anhand zweier Beispiele diese Zeit des Umbruchs darstellen. Dabei zeigt schon eine kurze Einführung in die Quellenlage, dass auf Grund der Menge an kleinen Adelshäusern und der damit verbundenen Vielzahl an Quellen keine Generalisierung angestrebt werden kann. Eine ausführliche Darstellung des Forschungsstandes bietet sich nicht an, da die einzelnen Familienbiographien unabhängig voneinander geschrieben werden und sich somit keine Entwicklung der Adelsforschung ableiten lässt, daher soll der Forschungsstand nur einen Einstieg in vor allem theoretische Grundlagen geben. Im Vordergrund der Arbeit steht der Versuch, anhand der beiden Familien Hohenlohe und Schönborn ein möglichst breites Spektrum an Strategien aufzuzeigen und auf diesem Weg den Verlauf der Mediatisierung darzustellen. Um dies zu gewährleisten, fiel die Wahl auf das weltliche Haus Hohenlohe, das besonders auf politischer Ebene aktiv war, und auf das geistliche Haus Schönborn, das seit seiner Entstehung und auch nach der Säkularisation vornehmlich dynastische Politik betrieb. Der Vergleich dieser beiden Adelshäuser ist also deskriptiv und soll beide Familien deutlich profilieren. Es wird sich zeigen, dass beide Familien bis auf die Versuche, ihren Landbesitz zu vergrößern, völlig unterschiedliche Strategien im Kampf ums Obenbleiben entwickeln.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Quellen
- Forschungsstand
- Hohenlohe
- Die Zeit vor der Mediatisierung
- Die Auswirkungen der Mediatisierung
- Die hohenlohischen Bestrebungen auf Restitution
- Der wirtschaftliche Wandel nach der Mediatisierung
- Schönborn
- Die Zeit vor der Mediatisierung
- Der Weg zur Macht
- Der Machtausbau
- Die Auswirkungen der Mediatisierung
- Die Zeit vor der Mediatisierung
- Gegenüberstellung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit untersucht die Auswirkungen der Mediatisierung auf zwei Adelshäuser, Hohenlohe und Schönborn, im frühen 19. Jahrhundert. Sie beleuchtet die Herausforderungen, denen die Familien gegenüberstanden, und die Strategien, die sie entwickelten, um ihre Stellung in einer sich wandelnden Welt zu behaupten.
- Die Auswirkungen der Mediatisierung auf die beiden Adelshäuser
- Die Anpassungsstrategien der Familien Hohenlohe und Schönborn
- Der Vergleich der Strategien beider Familien
- Die Rolle der Reichspolitik im Fall Hohenlohe
- Die Bedeutung der dynastischen Politik im Fall Schönborn
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in die Thematik der Mediatisierung und ihre Auswirkungen auf den Adel ein. Sie erläutert die Besonderheiten der beiden gewählten Adelshäuser, Hohenlohe und Schönborn, und skizziert die Ziele der Arbeit.
Quellen
Dieses Kapitel befasst sich mit den Schwierigkeiten der Quellenlage für die Erforschung des Adels im Zeitraum der Mediatisierung. Es betont die Fülle an Quellen und die erschwerte Zugänglichkeit zu privaten Archiven.
Forschungsstand
Der Forschungsstand beleuchtet die Herausforderungen des Vergleichens von Adelshäusern und stellt verschiedene Ansätze des historischen Vergleichs vor. Er bezieht sich auf wichtige Publikationen zum Thema und deren Bedeutung für die Arbeit.
Hohenlohe
Der Abschnitt über die Hohenloher konzentriert sich auf die Zeit vor und nach der Mediatisierung. Er beleuchtet die geschichtliche Entwicklung der Familie, ihre Versuche, den alten Stand wiederherzustellen, und die Auswirkungen der Mediatisierung auf ihre Besitzungen und Rechte.
Schönborn
Der Abschnitt über die Schönborns beschreibt die Zeit vor der Mediatisierung, den Aufstieg der Familie und ihre Strategien im Umgang mit der Mediatisierung. Im Vordergrund steht die dynastische Politik, die im Gegensatz zur politischen Aktivität der Hohenloher steht.
Schlüsselwörter
Die Arbeit konzentriert sich auf die Mediatisierung, ihre Auswirkungen auf den Adel, die Strategien von Adelshäusern im Umgang mit der Mediatisierung und die Unterschiede im Handeln der beiden Familien Hohenlohe und Schönborn.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutete die Mediatisierung für den kleineren Adel?
Die Mediatisierung im frühen 19. Jahrhundert war eine Zeit des Umbruchs, in der alte Strukturen zerfielen und Adelshäuser ihre Souveränität verloren, was sie zwang, neue Überlebensstrategien zu entwickeln.
Wie unterschieden sich die Strategien von Hohenlohe und Schönborn?
Während das weltliche Haus Hohenlohe verstärkt auf politischer Ebene und durch Restitutionsbemühungen agierte, setzte das geistliche Haus Schönborn vornehmlich auf dynastische Politik.
Welche Rolle spielte der wirtschaftliche Wandel für die Familie Hohenlohe?
Nach der Mediatisierung mussten die Hohenloher ihre wirtschaftliche Basis anpassen, um ihren Stand und Landbesitz trotz des Verlustes politischer Macht zu sichern.
Warum ist die Quellenlage zur Mediatisierung so schwierig?
Aufgrund der Vielzahl kleiner Adelshäuser existiert eine enorme Menge an Quellen, die jedoch oft in schwer zugänglichen privaten Archiven lagern, was eine Generalisierung erschwert.
Was war das Hauptziel des Hauses Schönborn vor der Mediatisierung?
Das Haus Schönborn konzentrierte sich auf den Machtausbau durch eine geschickte Ämter- und Dynastiepolitik innerhalb der Reichskirche.
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- Magister Artium Lars Steffes (Author), 2007, Kampf ums Obenbleiben. Die Häuser Hohenlohe und Schönborn, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424165