Intention der Arbeit
Für meine exegetische Hausarbeit zum Neuen Testament werde ich die Perikope Mk 6, 14-34 „Das Ende Johannes des Täufers“ bearbeiten. Bei der ersten Begegnung mit dieser Perikope drängten sich mir folgende Fragen auf: Herodes ist betrübt, als er das Versprechen einlösen und Johannes töten lassen muss. Muss er ihn denn wirklich töten lassen? In welchem Verhältnis steht Herodes zu seiner Frau, die er laut Johannes gar nicht haben darf? In welcher für mich eigenartig oder befremdlich wirkenden Beziehung stehen Herodes und Herodias Tochter zueinender? Weshalb lässt er sich so von dem Mädchen beeinflussen und akzeptiert somit den Tod einer Person, der, wenn es nach ihm ginge, nicht notwendig gewesen wäre? Diese persönlichen Fragen weckten bei mir das Interesse, mich näher mit dieser Perikope mittels einer neutestamentlichen Exegese zu befassen. Im Wesentlichen erhoffe ich mir bei der Bearbeitung der Perikope einen detaillierten Einblick in das Markusevangelium als Grundlage für ein Verständnis des gesamten Neuen Testaments. Außerdem erachte ich es für sehr wichtig - auch im Hinblick auf mein weiteres Theologie-Studium- neue Erkenntnisse über Vorgehensweisen und Methoden wissenschaftlichen Arbeitens zu erlangen. Dabei scheint es mir sinnvoll, zunächst keine Sekundärliteratur heranzuziehen, um so zu einem ersten eigenen Textverständnis zu gelangen. Eine besondere Perspektive klammere ich für die Analyse meiner Perikope trotz der oben angeführten persönlichen Fragen aus. Meines Erachtens ist es von großer Wichtigkeit sich uneingeschränkt dem Text gegenüber zu öffnen, um die gesamte Sinnweite angemessen erfassen zu können, statt bereits im Vorfeld determiniert zu sein.
Inhaltsverzeichnis
- Intention der Arbeit
- Übersetzungswahl
- Vergleich der Übersetzungen
- Begründung der Übersetzungswahl
- Abgrenzung des Textes als Perikope
- Syntaktisch-Narrative Analyse
- Schematische Darstellung der Handlungsträger
- Handlungsträger
- Narrative Programme
- Semantische Analyse
- Oppositionen
- Textsemantische Analyse
- Zusammenfassung der Ergebnisse der semantischen und syntaktisch-narrativen Analyse
- Analyse der Funktion der Perikope im unmittelbaren Kontext
- Analyse der Funktion der Perikope im Makrotext
- Intertextualität
- Der Prophet Elia
- Auferstehung von den Toten
- Synoptischer Vergleich
- Betrachtung der Perikope unter wirkungsgeschichtlichen Gesichtspunkten
- Textpragmatische Erwägungen
- Position des Autors mittels der Perikope im Zusammenhang mit der Aussageabsicht des Makrotextes
- Kirchengeschichtliche Wirkung der Perikope
- Schlussbetrachtung
- Zusammenfassung der Ergebnisse
- Hermeneutische Reflexion
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit zielt darauf ab, die Perikope Markus 6,14-34 ,,Das Ende Johannes des Täufers" durch eine neutestamentliche Exegese zu untersuchen. Dabei werden die Fragen nach Herodes' Motivation zur Hinrichtung Johannes des Täufers, der Beziehung zwischen Herodes, Herodias und ihrer Tochter sowie die Rolle der Tochter in der Geschichte untersucht.
- Die Motivation von Herodes zur Tötung Johannes des Täufers
- Die Beziehung zwischen Herodes, Herodias und ihrer Tochter
- Die Rolle der Tochter in der Geschichte
- Die Funktion der Perikope im Kontext des Markusevangeliums
- Die intertextuellen Bezüge der Perikope
Zusammenfassung der Kapitel
- Intention der Arbeit: Die Arbeit erläutert die Motivation hinter der Wahl der Perikope und die persönlichen Fragen, die der Autor zu dieser Perikope hat. Sie beschreibt außerdem die Ziele der Analyse und die Methodik.
- Übersetzungswahl: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Übersetzungen der Perikope und begründet die Wahl der verwendeten Übersetzung.
- Abgrenzung des Textes als Perikope: Dieses Kapitel definiert die Perikope und grenzt sie von anderen Textpassagen ab.
- Syntaktisch-Narrative Analyse: Hier werden die Handlungsträger der Perikope und ihre Beziehungen zueinander analysiert. Außerdem werden die narrativen Programme der Perikope untersucht.
- Semantische Analyse: Dieser Teil der Arbeit untersucht die Oppositionen und die Textsemantik der Perikope. Die Ergebnisse dieser Analyse werden zusammengefasst.
- Analyse der Funktion der Perikope im unmittelbaren Kontext: Hier wird die Bedeutung der Perikope im direkten Zusammenhang mit den vorangegangenen und folgenden Textpassagen betrachtet.
- Analyse der Funktion der Perikope im Makrotext: Dieses Kapitel analysiert die Bedeutung der Perikope im Gesamtkontext des Markusevangeliums.
- Intertextualität: Dieser Abschnitt untersucht die intertextuellen Bezüge der Perikope, insbesondere zu den Figuren des Propheten Elia und zur Thematik der Auferstehung von den Toten.
- Synoptischer Vergleich: Hier wird die Perikope mit den entsprechenden Textpassagen in den anderen Evangelien verglichen.
- Betrachtung der Perikope unter wirkungsgeschichtlichen Gesichtspunkten: Dieses Kapitel untersucht die Wirkung der Perikope in der Geschichte der Kirche.
- Textpragmatische Erwägungen: Dieser Abschnitt untersucht die Position des Autors im Zusammenhang mit der Aussageabsicht des Makrotextes und die kirchengeschichtliche Wirkung der Perikope.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit der Exegese des neutestamentlichen Textes Markus 6,14-34, insbesondere mit den Themen Herodes, Johannes der Täufer, Herodias, Macht und Tod. Die Analyse der Perikope wird unter Verwendung von narrativer, semantischer und textpragmatischer Methoden durchgeführt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Perikope Markus 6, 14-29?
Die Perikope behandelt das Ende Johannes des Täufers, insbesondere seine Gefangenschaft und Hinrichtung durch Herodes Antipas auf Betreiben von Herodias und deren Tochter.
Warum ließ Herodes Johannes den Täufer töten?
Die Exegese untersucht Herodes' Motivation: Obwohl er Johannes schätzte, fühlte er sich durch ein unvorsichtiges Versprechen vor seinen Gästen und den Einfluss von Herodias Tochter zur Hinrichtung gezwungen.
Welche Rolle spielt Herodias in dieser Erzählung?
Herodias wird als treibende Kraft hinter dem Tod des Johannes dargestellt, da dieser ihre Ehe mit Herodes als unrechtmäßig kritisierte. Sie nutzt ihre Tochter, um ihren Racheplan umzusetzen.
Was ist das Ziel einer neutestamentlichen Exegese?
Ziel ist ein wissenschaftlich fundiertes Textverständnis durch Methoden wie die syntaktisch-narrative Analyse, die semantische Analyse und die Untersuchung des historischen Kontexts.
Welche intertextuellen Bezüge weist der Text auf?
Die Arbeit analysiert Bezüge zu alttestamentlichen Figuren wie dem Propheten Elia sowie Vorstellungen über die Auferstehung von den Toten, die im Text anklingen.
- Quote paper
- Birte Hundhammer (Author), 2004, Neutestamentliche Exegese zur Perikope Markus 6, 14-29, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42367