In dieser Arbeit „Enzyklopädisches Lernen – Didaktische Phantasie, Einführung in Erziehungswissenschaft“, die einen Ertrag des gleichnamigen Seminars darstellt, gehe ich zuerst auf die Ausgangsfrage „das ganze Wissen oder das Ganze wissen“, mit der das Seminar eingeleitet wurde, ein. Des Weiteren wird im zweiten Teil die Enkyklios Paideia des hellenistischen Zeitalters vorgestellt und die Entwicklung zur Enzyklopädie beleuchtet. Es folgt eine Definition des Wortes Enzyklopädie im allgemeinen Sinne.Im letzten Abschnitt wird die französische Enzyklopädie von Diderot und D’Alembert einschließlich kurzer Biographien der beiden wichtigsten Herausgeber dargestellt. Das Kapitel beinhaltet sowohl die Entstehungsgeschichte des Werkes als auch eine Beschreibung des formellen Aufbaus der Enzyklopädie. -
Am Anfang steht die Frage: Das „Ganze wissen“ oder das „ganze Wissen“? Diese Frage wirft wichtige Gedanken über Bildung, Lernen und Lehren auf. Ist es das Ziel möglichst viele Details und Einzelheiten eines Gebietes zu kennen oder ist es erstrebenswerter gelernte Einzelheiten in das Ganze einzuordnen und es im Verhältnis zu anderen Dingen zu verstehen?
Es scheint begehrenswerter das „Ganze wissen“ zu wollen, als bloße zusammenhangslose Einzelteile, weil das Leben, der Mensch, die Natur nur einen Sinn ergeben, wenn man sie als Ganzes betrachtet. Wer in Zusammenhängen und Verbindungen verschiedener Dinge lernt, erkennt etwas sinnvolles, erhält eine Erklärung, nämlich die, dass alles zusammengehört und seinen Sinn verliert, wenn es isoliert betrachtet wird. Auf dem Weg das „Ganze wissen“ zu wollen, stößt man unablässig auf Teile des „ganzen Wissens“. Umso mehr Verbindungen man schließt, umso mehr Einzelheiten lernt und versteht man automatisch. Es wird klar, dass das Ziel jeder Bildung das Verständnis des Ganzen umfassen muss. Das „ganze Wissen“ ist nur ein Teil des Weges zum Ziel; und dieses heißt: das „Ganze wissen“.
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort
- Einleitung
- Hauptteil
- Enkyklios Paideia
- Enzyklopädie
- Diderot
- D'Alembert
- die französische Enzyklopädie
- der Aufbau der französischen Enzyklopädie
- Schlussteil
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Entwicklung des Konzepts des „ganzen Wissens“ und betrachtet die Enzyklopädie als Werkzeug für umfassendes Lernen. Sie untersucht die Ursprünge der Enkyklios Paideia im antiken Griechenland und verfolgt die Entwicklung bis zur französischen Enzyklopädie des 18. Jahrhunderts.
- Das Konzept des „ganzen Wissens“ im Vergleich zum „ganzen Wissen“
- Die historische Entwicklung der Enkyklios Paideia
- Die Rolle der Enzyklopädie als Instrument der Wissensvermittlung
- Die französische Enzyklopädie von Diderot und D'Alembert: Entstehungsgeschichte und Aufbau
Zusammenfassung der Kapitel
Vorwort
Die Arbeit stellt den Kontext des Seminars „Enzyklopädisches Lernen – Didaktische Phantasie“ vor und gibt einen Überblick über die behandelten Themen.
Einleitung
Die Einleitung stellt die zentrale Frage des Seminars „Das „Ganze wissen“ oder das „ganze Wissen“?“ vor und beleuchtet die Bedeutung dieser Frage für Bildung, Lernen und Lehren. Sie argumentiert für die Notwendigkeit, Wissen in größeren Zusammenhängen zu betrachten und Einzelheiten in das Ganze einzuordnen.
Enkyklios Paideia
Dieses Kapitel untersucht die Ursprünge der Enzyklopädie in der griechischen Sophistik bei Hippias von Elis im 5. Jahrhundert v. Chr. Es beleuchtet das Konzept der Enkyklios Paideia im hellenistischen Zeitalter als eine allgemeine Bildung für alle Menschen.
Enzyklopädie
Das Kapitel bietet eine allgemeine Definition des Begriffs „Enzyklopädie“ und stellt die Bedeutung des Konzeptes im Kontext der Wissensvermittlung dar.
Diderot
Der Abschnitt skizziert die Biografie von Denis Diderot und beleuchtet seine Rolle als Herausgeber der französischen Enzyklopädie.
D'Alembert
Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit der Biografie von Jean le Rond d'Alembert und stellt seine Beiträge zur französischen Enzyklopädie vor.
Die französische Enzyklopädie
Dieser Abschnitt befasst sich mit der Entstehungsgeschichte der französischen Enzyklopädie und ihren Zielen.
Der Aufbau der französischen Enzyklopädie
Dieses Kapitel beschreibt den formalen Aufbau der französischen Enzyklopädie und beleuchtet die methodische Organisation des Wissens.
Schlüsselwörter
Schlüsselwörter für diese Arbeit sind: Enzyklopädie, Enkyklios Paideia, Bildung, Lernen, Lehren, Wissen, Diderot, D'Alembert, französische Enzyklopädie, Wissensvermittlung, umfassendes Lernen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen „das Ganze wissen“ und „das ganze Wissen“?
„Das Ganze wissen“ bedeutet, Zusammenhänge und den Sinn von Wissen im Verhältnis zueinander zu verstehen, während „das ganze Wissen“ die bloße Anhäufung von Einzelheiten beschreibt.
Was versteht man unter der „Enkyklios Paideia“?
Es handelt sich um das antike griechische Konzept einer allgemeinen, umfassenden Bildung, die alle grundlegenden Wissensbereiche abdeckt, um den Menschen als Ganzes zu bilden.
Welche Bedeutung hat die französische Enzyklopädie für die Aufklärung?
Das Werk von Diderot und D’Alembert war ein monumentales Projekt, das versuchte, das gesamte Wissen der Zeit systematisch zu ordnen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um Vernunft und Fortschritt zu fördern.
Wie ist die französische Enzyklopädie formal aufgebaut?
Die Enzyklopädie zeichnet sich durch eine methodische Organisation des Wissens aus, die über bloße alphabetische Auflistungen hinausgeht und Querverbindungen zwischen verschiedenen Disziplinen herstellt.
Warum ist didaktische Phantasie beim enzyklopädischen Lernen wichtig?
Sie ermöglicht es Lehrenden und Lernenden, Brücken zwischen isolierten Fakten zu schlagen und Wissen lebendig und in größeren Sinnzusammenhängen zu vermitteln.
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- Rebecca Martin (Author), 2004, Enzyklopädisches Lernen - Didaktische Phantasie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42031