Als zukünftige Förderschullehrkraft wird es ein wesentlicher Bestandteil des Berufs, Beratungen mit Schülerinnen und Schülern (SuS) und Kolleg*innen durchzuführen. Für SuS können private wie auch schulische Themen beratungsbedürftig sein. Ein klassisches Szenario mit Kolleg*innen ist die Beratung bezüglich problematischer Situationen mit SuS, Fördermöglichkeiten von SuS und vielleicht auch Beratung in Bezug auf andere Kolleg*innen. Es ist wünschenswert, dass Schulen grundsätzlich eine Kultur des Beratens pflegen und unterstützen. SuS sollten sich eingeladen fühlen alltägliche, aber auch schwerwiegende Probleme besprechen zu können, um mögliche Wege aus dem Problem heraus zu erkennen. Als Berater*in sollte man sich im Klaren darüber sein, wie eine Beratung ablaufen sollte, welche Phasen und Schritte relevant sind und welche Aspekte wichtig sind, um ein erfolgreiches und angenehmes Gespräch für alle zu schaffen. Beratungsgespräch erfolgen nicht immer auf freiwilliger Basis, weder aus Perspektive des/der Beratenen noch des Beraters/ der Beraterin. Eine offene Kommunikation und eine gute Strukturierung, kann für beide Seiten das Gespräch erheblich erleichtern. Im Seminar haben wir das Handwerkszeug des Beratens theoretisch erarbeitet und abschließend an zwei Tagen Beratungsgespräche mit Kommiliton*innen geführt, um das theoretische Wissen in die Praxis zu übertragen. So konnte ich Erfahrungen sammeln, die ich durch den theoretischen Zugang allein nicht machen konnte. Es ist festzuhalten, dass ein Beratungsgespräch, dass sich nach Strukturen und Grundätzen des Beratens richtet etwas Anderes ist, als Problemlösegespräch bei einem Glas Rotwein mit einer Freundin zu führen. Aus dem Beratungsgespräch konnte ich Erfahrungen und auch Erkenntnisse für zukünftige Gespräche sammeln und einen ersten Einblick gewinnen, was es bedeutet, jemanden zu Beraten.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- ERINNERUNGEN
- EINSTIEG
- BESCHREIBUNG DES PROBLEMS
- PROBLEMSICHT ERWEITERN
- ZIELDEFINITION
- LÖSUNG UND TRANSFER
- VERABSCHIEDUNG
- REFLEKTIEREN
- GELUNGENE TEILE DES GESPRÄCHS
- AUFTRETEN VON UNWOHLSEIN
- ZEIT
- PLANEN
- ÄNDERUNGEN
- BEIBEHALTEN
- LERNFORTSCHRITT
- ÜBER MICH SELBST
- STRATEGIEN DES BERATENS
- THEORETISCHE HINTERGRÜNDE DER BERATUNG
- DAS ZUKÜNFTIGE BERATERINNEN-ICH
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit reflektiert ein Beratungsgespräch, das im Rahmen eines Seminars geführt wurde. Ziel ist es, die Erfahrungen, die als Beraterin gesammelt wurden, aufzuarbeiten und daraus Erkenntnisse für zukünftige Gespräche zu gewinnen. Das Beratungsgespräch wird in Bezug auf seine Struktur, die verwendeten Gesprächstechniken und die daraus resultierenden Erkenntnisse analysiert.
- Die Phasen des Beratungsgesprächs
- Die Anwendung von Gesprächstechniken
- Reflexion des Gesprächs: Gelungene und weniger gelungene Momente
- Erkenntnisse und Lernfortschritte für zukünftige Beratungsgespräche
- Bedeutung des Beratungsgesprächs für die eigene berufliche Entwicklung
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 bietet einen detaillierten Einblick in die einzelnen Phasen des Beratungsgesprächs. Es werden die wichtigsten Inhalte des Gesprächs beleuchtet, die angewendeten Gesprächstechniken erläutert und die Schwierigkeiten, die sich während des Gesprächs ergeben haben, beschrieben.
Kapitel 3 widmet sich der Reflexion des Beratungsgesprächs. Es werden sowohl die gelungenen Momente als auch die Situationen, in denen die Beraterin sich unwohl gefühlt hat, analysiert.
Kapitel 4 fasst die Erkenntnisse zusammen, die die Beraterin aus dem Beratungsgespräch gewonnen hat. Diese Erkenntnisse werden in Bezug auf die eigene Person, die Strategien des Beratens und die theoretischen Hintergründe der Beratung erläutert.
Schlüsselwörter
Beratungsgespräch, Förderschullehrkraft, Gesprächstechniken, Reflexion, Lernfortschritt, Berufliche Entwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Fallstudie zur Gesprächsführung?
Die Arbeit reflektiert ein im pädagogischen Kontext geführtes Beratungsgespräch, um theoretisches Wissen über Beratungstechniken in die Praxis zu übertragen.
Welche Phasen umfasst ein strukturiertes Beratungsgespräch?
Das Gespräch gliedert sich in Einstieg, Problembeschreibung, Erweiterung der Sichtweise, Zieldefinition, Lösung/Transfer und Verabschiedung.
Welche Rolle spielt die Beratung im Beruf einer Förderschullehrkraft?
Sie ist ein wesentlicher Bestandteil zur Unterstützung von Schülern bei privaten oder schulischen Problemen sowie zur Kooperation mit Kollegen bei schwierigen Fördersituationen.
Was unterscheidet ein professionelles Beratungsgespräch von einem privaten Gespräch?
Ein professionelles Gespräch folgt festen Strukturen, Prinzipien und gezielten Gesprächstechniken, anstatt nur ein informeller Meinungsaustausch zu sein.
Welche Aspekte wurden in der Reflexion besonders kritisch betrachtet?
Analysiert wurden gelungene Teile, Momente des Unwohlseins, das Zeitmanagement sowie der persönliche Lernfortschritt über die eigene Rolle als Beraterin.
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- Anonym (Author), 2017, Gesprächsführung im pädagogischen Kontext. Eine Fallstudie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418609