Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur

Wohlstand und Reichtum in Deutschland

Titel: Wohlstand und Reichtum in Deutschland

Hausarbeit , 2004 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Markus Ringhofer (Autor:in)

Soziologie - Soziales System und Sozialstruktur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Wirtschaftskrise in der BRD durchläuft das vierte Jahr, ihre Spuren werden breiter. Käme heute irgendein Wohltäter auf die Idee, den zwei Millionen Haushalten am unteren Ende der Vermögensskala zwölf Milliarden Euro zu schenken, stünden sie trotzdem bei null. So viel brauchten sie allein, um ihre Schulden zu zahlen. Die Tagespresse ist erfüllt von Berichten über den Sozialabbau, Hartz IV und auch Entlassungen in Industrie und Dienstleistungsgewerbe stehen oben an.
Die Staatsverschuldung bewegt sich bisweilen in einem ungeahnten Ausmaß – so hat die Regierung derzeit eine jährliche Steigerung der Schulden in Höhe von ca. 20 Milliarden Euro zu verbuchen.
Das Sozialsystem droht aufgrund der finanziellen Situation, sowie der demographischen Entwicklung unserer Nation zu zerbrechen, wobei nötige Reformen nur sehr schleppend in Gang kommen.
Zudem zeigt sich die Wirtschaft, trotz durchschnittlich steigender Gewinne, sehr investitionsfaul. So hat die Deutsche Bank im vergangenen Jahr einen Gewinn vor Steuern von knapp 4,1 Milliarden Euro erzielen können, was seit vier Jahren nicht der Fall war. Trotzdem geht Josef Ackermann, der Vorstandsvorsitzende der deutschen Großbank, von mehreren Tausend entfallenden Stellen in den kommenden Jahren aus.
Eindeutiges Ziel dieser Entwicklung ist es, die Eigenkapitalrentabilität des Unternehmens zu steigern und den Aktionären somit eine höhere Verzinsung zu gewährleisten.
So scheint es ein neuer Trend zu sein, die Schraube gerade im Bezug auf Personalkosten stetig enger zu ziehen, um im internationalen Vergleich bestehen zu können.
Abspecken ist die Devise – und dies tut man im Moment in erster Linie an der Belegschaft.
Es gibt jedoch auch Gewinner in diesem Spiel, so geht man in der BRD von einer steigenden Zahl von Millionären aus. 1997 verfügten 510.000 Bundesbürger über ein Geldvermögen von mindestens einer Million Euro. Inzwischen sind es 756.000, so die Berechnung der Investmentbank Merril Lynch und des Beratungsunternehmens Capgemini.
Aber wer sind diese Gewinner und welche Rolle spielen sie in dieser Gesellschaft – und im gegenwärtigen Gerechtigkeitsstreit?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zahl, Verteilung und Strukturmerkmale

2.1 Einkommensverteilung

2.2 Gruppierung nach der beruflichen Stellung

2.3 Gruppierung nach dem Alter

2.4 Gruppierung nach dem Geschlecht

3. Öffentliche Förderung des Reichtums

3.1 Förderung des Reichtums durch den Staat ( Steuern )

3.2 Lobbyismus

3.3 Privatisierungspolitik

3.4 Wohnungspolitik

4. Wie leben die Reichen? – Wohnungsreichtum

4.1 Standards der Wohnraumversorgung und des Wohnflächenverbrauchs

4.2 Wohnungsüberfluss: Gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge und Folgen

5. Fazit und Entwicklungsaussichten

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sozioökonomische Struktur des Reichtums in Deutschland, um die Mechanismen der Vermögensbildung zu hinterfragen und die wachsende Polarisierung zwischen Arm und Reich vor dem Hintergrund aktueller politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen zu beleuchten.

  • Strukturanalyse von Einkommen und Vermögensverteilung
  • Einfluss staatlicher Steuer- und Privatisierungspolitik auf die Vermögenskonzentration
  • Rolle des Lobbyismus bei der politischen Willensbildung
  • Soziale Disparitäten im Wohnungsmarkt und Wohnflächenverbrauch

Auszug aus dem Buch

3.2 Lobbyismus

Das Wort Lobby stammt ursprünglich vom lateinischen Wort „labium“ ab, was Vor- oder Wartehalle bedeutet. Interessenvertreter versuchten im 19. Jahrhundert in den Gängen der Abgeordnetenhäuser in Washington die Parlamentarier zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Heutzutage geht es um die Beeinflussung und Mitbestimmung des politischen Willens durch Interessenverbände wie BDI, DGB oder HDE.

Vertreter dieser Verbände sitzen in allen Ministerien und Ausschüssen um Gesetzesvorschläge zu beeinflussen und somit bestimmte Interessen zu Vertreten. Die Lobbyisten sind aus Verbänden oder Gruppen demokratisch gewählt.

In Deutschland gab es ca. 2000 Bundes- und 6800 Berufsverbände. Davon verfolgen 5000 Verbände politische Interessen. 1673 Verbände waren in der Lobbyliste des Deutschen Bundestages registriert ( im Jahr 1998 ). Die Beteiligung an der Gesetzgebung findet sowohl direkt, als auch indirekt statt. So laden die Parteien Sachverständige aus den Reihen der Lobbyisten ein, um Hilfestellung bei bestimmten Themen zu leisten. Außerdem sind Lobbyisten auch direkt an Ausschüssen beteiligt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel skizziert die wirtschaftliche Lage in Deutschland und stellt die Forschungsfrage nach den Gewinnern und Verlierern der aktuellen gesellschaftlichen Struktur sowie den Ursachen für die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.

2. Zahl, Verteilung und Strukturmerkmale: Hier erfolgt eine statistische Aufarbeitung von Einkommensdaten, differenziert nach beruflicher Stellung, Alter und Geschlecht, um den Status des Einkommensreichtums zu definieren.

3. Öffentliche Förderung des Reichtums: Dieses Kapitel analysiert, wie staatliche Maßnahmen durch Steuersysteme, Lobbyarbeit, Privatisierungen und Wohnungspolitik die Vermögensakkumulation begünstigen.

4. Wie leben die Reichen? – Wohnungsreichtum: Es wird der Wohnflächenverbrauch als Indikator für Reichtum untersucht, wobei soziale Disparitäten und die ökonomischen Folgen des Wohnungsüberflusses aufgezeigt werden.

5. Fazit und Entwicklungsaussichten: Das Kapitel fasst die Polarisierung zwischen den Vermögensschichten zusammen und verknüpft die politischen Effekte mit der zunehmenden Investitionsfaulheit deutscher Unternehmen.

Schlüsselwörter

Reichtum, Wohlstand, Einkommensverteilung, Deutschland, Staatsverschuldung, Lobbyismus, Privatisierung, Steuerlast, Wohnungsmarkt, Wohnflächenverbrauch, Polarisierung, Nettovermögen, Eigenkapitalrentabilität, Sozialstruktur, Wirtschaftsdaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die sozioökonomische Struktur der Wohlstands- und Reichtumsverteilung in Deutschland im Kontext politischer und unternehmerischer Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Einkommensverteilung, den Auswirkungen der Steuer- und Privatisierungspolitik, dem Einfluss von Lobbygruppen sowie der ungleichen Verteilung von Wohnraum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Herkunft von großen Vermögen zu hinterfragen und aufzuzeigen, wie aktuelle politische und ökonomische Trends zur Polarisierung der Gesellschaft beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine sekundäranalytische Auswertung von Daten, insbesondere des ersten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung sowie ergänzender Wirtschaftsstatistiken.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die statistische Erfassung von Einkommensgruppen, die Analyse der staatlichen Einflussnahme auf den Reichtum und die Untersuchung der Lebensverhältnisse vermögender Haushalte im Wohnungssektor.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Einkommensverteilung, Lobbyismus, Steuerpolitik, Wohnungsreichtum und die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.

Welche Rolle spielt die Privatisierungspolitik für den Reichtum?

Die Arbeit argumentiert, dass Privatisierungen oft fiskalpolitisch motiviert sind und das Risiko bergen, die Grundversorgung der Gesellschaft zugunsten ökonomischer Interessen einzuschränken.

Wie beeinflusst das Steuersystem die Vermögensbildung?

Es wird aufgezeigt, dass sich die Steuerlast zunehmend zu Lasten von Arbeitseinkommen verschoben hat, während Unternehmen und Kapitalanleger durch steuerliche Vorteile und Gewinnsteuersenkungen begünstigt werden.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wohlstand und Reichtum in Deutschland
Hochschule
Philipps-Universität Marburg  (Institut der Soziologie)
Note
2,0
Autor
Markus Ringhofer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V41838
ISBN (eBook)
9783638400220
ISBN (Buch)
9783638921930
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wohlstand Reichtum Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Ringhofer (Autor:in), 2004, Wohlstand und Reichtum in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41838
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum