Hat Beckmann während seines Kriegsdienstes Schuld auf sich geladen, der er sich jetzt nicht stellen will oder kann? Wie geht Beckmann mit seiner eigenen Verantwortung um? Ist er nur ein selbstmitleidiges Opfer oder auch Täter? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die vorliegende Arbeit.
Zu Beginn wird auf die Figur Beckmanns eingegangen und sein Stand in der Gesellschaft dargelegt. Danach soll seine Beziehung zum Einbeinigen und der Versuch, die Verantwortung wieder an seinen Oberst abzugeben, behandelt werden. Zuletzt wird der Traum betrachtet, in dem Beckmann nochmal auf die beiden Figuren trifft, um ihnen die Schuld an seiner Lage zu geben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Beckmann als Außenseiter
- Beckmanns Schuld an der Verzweiflung des Einbeinigen
- Beckmanns Versuch, die Verantwortung abzugeben
- Das Wiedersehen
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Figur des Beckmann in Wolfgang Borcherts Drama „Draußen vor der Tür“ und analysiert seine Auseinandersetzung mit Schuld und Verantwortung im Kontext der Nachkriegszeit.
- Beckmanns Rückkehr aus dem Krieg und seine Orientierungslosigkeit in der veränderten Welt
- Die Auswirkungen des Krieges auf Beckmanns Psyche und seine Wahrnehmung der Gesellschaft
- Beckmanns Suche nach Anerkennung und die Frage nach seiner Schuld an der Verzweiflung des Einbeinigen
- Beckmanns gescheiterte Versuche, die Verantwortung für seine Taten abzugeben
- Die Rolle der Traumsequenzen im Drama und ihre Bedeutung für Beckmanns Selbstfindung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Das erste Kapitel führt in die Thematik des Dramas ein, stellt die Figur des Beckmann vor und umreißt die zentrale Frage nach seiner Schuld und Verantwortung.
- Beckmann als Außenseiter: Dieses Kapitel analysiert die Figur des Beckmann als Kriegsheimkehrer, der an die Ränder der Gesellschaft gedrängt wird. Seine Erfahrungen im Krieg haben ihn verändert und seine Integration in die Nachkriegsgesellschaft erschwert.
- Beckmanns Schuld an der Verzweiflung des Einbeinigen: Im dritten Kapitel steht Beckmanns Verhältnis zu dem Einbeinigen im Vordergrund. Beckmann wird mit der Vergangenheit konfrontiert, die er nicht vergessen kann, und erfährt, wie seine Taten im Krieg die Menschen um ihn herum beeinflussen.
- Beckmanns Versuch, die Verantwortung abzugeben: Kapitel 4 beleuchtet Beckmanns Versuche, die Verantwortung für seine Taten im Krieg abzugeben. Er versucht, die Schuld an seinen Oberst zu delegieren, um seine eigene Rolle zu verharmlosen.
- Das Wiedersehen: Dieses Kapitel beschreibt Beckmanns Traumsequenzen, in denen er erneut auf den Einbeinigen und seinen Oberst trifft. Die Traumwelt ermöglicht es ihm, die Vergangenheit neu zu bewerten und sich mit seinen Schuldgefühlen auseinanderzusetzen.
Schlüsselwörter
Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Schuld, Verantwortung, Kriegsheimkehrer, Nachkriegsgesellschaft, Trauma, Kriegserfahrungen, Außenseiter, Gesellschaftliche Integration, Traumsequenzen.
Häufig gestellte Fragen
Wer ist die Hauptfigur in Borcherts „Draußen vor der Tür“?
Die Hauptfigur ist Beckmann, ein Kriegsheimkehrer, der als Außenseiter in die Nachkriegsgesellschaft zurückkehrt.
Welche Rolle spielt das Motiv der Schuld in dem Werk?
Es wird untersucht, ob Beckmann während seines Kriegsdienstes Schuld auf sich geladen hat und wie er mit seiner Verantwortung gegenüber Opfern wie dem „Einbeinigen“ umgeht.
Wie versucht Beckmann, seine Verantwortung abzugeben?
Beckmann versucht, die Verantwortung für seine Taten im Krieg an seinen ehemaligen Oberst zurückzugeben, um seine eigene Rolle zu verharmlosen.
Was bedeuten die Traumsequenzen für die Figur Beckmann?
Die Träume dienen der Selbstfindung und ermöglichen es Beckmann, die Vergangenheit neu zu bewerten und sich seinen Schuldgefühlen zu stellen.
Warum wird Beckmann als Außenseiter dargestellt?
Seine Kriegserfahrungen haben ihn psychisch verändert, was eine Integration in die veränderte Nachkriegswelt fast unmöglich macht.
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- Isabel Funke (Author), 2013, Das Motiv der Schuld in Wolfgang Borcherts "Draußen vor der Tür", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417967