In dieser Arbeit wird die reziproke Wirkung von Werbegeschenken untersucht. Die genaue Kenntnis der psychologischen Mechanismen, die in diesem Zusammenhang ein bestimmtes Verhalten verursachen, ist kommerziell von hohem Interesse. Sie ermöglicht es den Unternehmen, eine gezielte und ökonomische Marketingstrategie mit Hilfe des Einsatzes von Werbeartikeln zu entwickeln. Explizit stellt sich die Frage, in welcher Weise Werbemittel eine Werbewirkung erzielen, die sich auf die Beurteilung des werbenden Unternehmens auswirkt. Zu diesem Zweck wird in dieser Arbeit die mögliche Erwiderung eines Werbegeschenks durch EmpfängerInnen, sowohl in expliziter als auch impliziter Form gemessen, um nachzuweisen, ob Reziprozität als treibende Kraft hinter Werbegeschenken resistent gegenüber anderen externen Einflüssen wie zum Beispiel Sympathie ist.
In dieser Untersuchung kamen als Werbegeschenke bedruckte Kugelschreiber zum Einsatz, die die ProbandInnen zur Erwiderung durch eine Bewertung des Werbenden animieren sollten. Um die reziproke Wirkung der Werbegeschenke zu messen, wurde eine spezielle Form des impliziten Assoziationstests gewählt, der Go/No-go Association Task. Die explizite Bewertung erfolgte mittels einer Ratingskala. Außerdem sollte durch die Verwendung der Allgemeinen Gerechte-Welt-Skala gezeigt werden, dass der Glaube an eine gerechte Welt mit der Stärke der reziproken Handlungsweise zusammenhängt. Die Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass Personen den/die SenderIn eines Werbegeschenks explizit besser und implizit weniger schlecht bewerten als Personen, die kein Werbegeschenk erhielten. Ein Zusammenhang zwischen dem Glauben an eine gerechte Welt und reziproker Handlungsweise konnte in dieser Studie nicht nachgewiesen werden.
Inhaltsverzeichnis
- Abstract
- Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Ausgangssituation
- 1.2 Problemstellung und Ziel der Arbeit
- 1.3 Aufbau der Arbeit
- 2 Theoretischer Hintergrund
- 2.1 Schenken
- 2.2 Werbegeschenke
- 2.2.1 Merkmale von Werbegeschenken
- 2.2.2 Wirkungen von Werbegeschenken
- 2.3 Reziprozität
- 2.3.1 Reziprozität: Eine Definition
- 2.3.2 Soziale und ökonomische Austauschprozesse
- 2.3.3 Die Rolle der Zeit in Bezug auf Reziprozität
- 2.3.4 Formen der Reziprozität
- 2.3.4.1 Direkte Reziprozität
- 2.3.4.2 Generalisierte Reziprozität
- 2.3.4.3 Rollenreziprozität
- 2.3.4.4 Reziprozität der Perspektiven
- 2.3.5 Reziprozität bei Werbegeschenken
- 2.4 Stand der Forschung
- 3 Hypothesen
- 3.1 Hypothesenblock 1
- 3.2 Hypothese 2
- 4 Methode
- 4.1 Stichprobe
- 4.2 Instrumente
- 4.3 Design
- 4.4 Durchführung
- 4.5 Variablen
- 4.5.1 Unabhängige Variable
- 4.5.2 Abhängige Variablen
- 4.5.3 Kontrollvariable
- 5 Ergebnisse
- 5.1 Ergebnisse Hypothesenblock 1
- 5.2 Ergebnisse Hypothese 2
- 5.3 Sonstige Befunde
- 6 Diskussion
- 6.1 Diskussion Hypothesenblock 1
- 6.2 Diskussion Hypothese 2
- 6.3 Diskussion der sonstigen Befunde
- 6.4 Kritische Reflexion
- 7 Fazit und Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Anhang A: Notenabfrage
- Anhang B: Gerechtigkeit der Notenvergabe
- Anhang C: Allgemeine Gerechte-Welt-Skala (GWAL)
- Anhang D: Go/No-go Association Task
- Anhang E: Bewertung des Fachgebiets
- Die Wirkung von Werbegeschenken auf die Beurteilung des werbenden Unternehmens
- Reziprozität als treibende Kraft hinter Werbegeschenken
- Der Einfluss von externen Faktoren wie Sympathie auf Reziprozität
- Die Messung von expliziten und impliziten Reziprozitätsreaktionen
- Der Zusammenhang zwischen dem Glauben an eine gerechte Welt und reziproker Handlungsweise
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Untersuchung der reziproken Wirkung von Werbegeschenken. Ziel ist es, die psychologischen Mechanismen zu verstehen, die bei Werbegeschenken zu einem bestimmten Verhalten führen. Diese Erkenntnisse sind von großem kommerziellen Interesse, da sie Unternehmen ermöglichen, eine gezielte und ökonomische Marketingstrategie mit Hilfe von Werbeartikeln zu entwickeln.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung, die die Ausgangssituation, die Problemstellung und das Ziel der Arbeit sowie den Aufbau der Arbeit erläutert. Im zweiten Kapitel wird der theoretische Hintergrund beleuchtet, indem verschiedene Aspekte wie Schenken, Werbegeschenke, Reziprozität und der aktuelle Forschungsstand behandelt werden. Das dritte Kapitel präsentiert die Hypothesen, die in der Untersuchung geprüft werden. In Kapitel vier wird die Methodik der Studie detailliert beschrieben, einschließlich der Stichprobe, der Instrumente, des Designs, der Durchführung und der Variablen. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in Kapitel fünf vorgestellt, gegliedert in die Ergebnisse zu den Hypothesenblöcken und zu den sonstigen Befunden. In Kapitel sechs werden die Ergebnisse diskutiert, wobei die Hypothesen, die sonstigen Befunde und eine kritische Reflexion der Studie beleuchtet werden. Abschließend werden in Kapitel sieben das Fazit und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsrichtungen präsentiert.
Schlüsselwörter
Die zentralen Themen der Arbeit sind Werbegeschenke, Reziprozität, implizite und explizite Bewertung, Glaube an eine gerechte Welt, Marketingstrategie, Werbeartikel, psychologische Mechanismen und kommerzielles Interesse. Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit Werbegeschenke eine Werbewirkung erzielen, die sich auf die Beurteilung des werbenden Unternehmens auswirkt.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Reziprozität bei Werbegeschenken?
Reziprozität bezeichnet das psychologische Prinzip der Gegenseitigkeit: Empfänger von Geschenken fühlen sich oft verpflichtet, dem Schenkenden (dem Unternehmen) etwas zurückzugeben, etwa durch eine positive Bewertung oder einen Kauf.
Wie wirken Werbegeschenke auf die Beurteilung eines Unternehmens?
Studien zeigen, dass Personen, die ein Werbegeschenk erhalten, das werbende Unternehmen explizit besser und implizit weniger schlecht bewerten als Personen ohne Geschenk.
Was ist der Go/No-go Association Task (GNAT)?
Dies ist ein spezieller impliziter Assoziationstest, der in der Forschung eingesetzt wird, um unbewusste Einstellungen und Reaktionen der Probanden auf Werbemittel zu messen.
Welche Formen der Reziprozität gibt es?
Die Arbeit unterscheidet unter anderem zwischen direkter Reziprozität (eins-zu-eins Erwiderung), generalisierter Reziprozität und Rollenreziprozität.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Glauben an eine gerechte Welt und Reziprozität?
In der vorliegenden Untersuchung konnte kein statistisch nachweisbarer Zusammenhang zwischen der Stärke des Glaubens an eine gerechte Welt und der reziproken Handlungsweise gefunden werden.
- Quote paper
- Patrick Schneider (Author), 2012, Wie Du mir, so ich Dir, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417402