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Die Jugend vom Mittelalter bis zur vorindustriellen Zeit Europas

Titel: Die Jugend vom Mittelalter bis zur vorindustriellen Zeit Europas

Studienarbeit , 2005 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Marcus Sommerey (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll die Geschichte der Jugend im geschichtlichen Zusammenhang betrachten. Jugend vom Mittelalter bis zu den Anfängen der Industrialisierung. Historisch gesehen heißt das, dass fünf Jahrhunderte Gegenstand dieser Arbeit sind. Im Verlauf der Arbeit werden Daten aus dem 15.-19. Jahrhundert genannt und analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pubertär-Adoleszenz

3. Phasen der Adoleszenz

3.1 Abhängigkeitsphase

3.2 Halbabhängigkeitsphase

3.3 Unabhängigkeitsphase

3.4 Wandel der Adoleszenztheorie

4. Lebensumstände

4.1 Fruchtbarkeit und Sterberate

4.2 Erbe

4.3 Überbevölkerung und Hungersnot

4.4 Brautsuche und Heirat

4.5 Leben in der Familie

5. Wanderjugend

5.1 Verlauf der Wanderjugend

5.2 Wanderjugend-Wandervogel

5.3 Ende der Wanderjugend

6. Brüderschaften

6.1 Aufnahme-Regeln und Ziele

6.2 Auflösung der Brüderschaften

6.3 Freimaurer

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Lebensumstände und die soziale Rolle der Jugend in Europa vom Mittelalter bis zum Beginn der Industrialisierung, um ein tieferes Verständnis für die damaligen Aufwachsprozesse und die Entstehung jugendlicher Brauchtümer zu entwickeln.

  • Historische Einordnung des Jugendbegriffs
  • Die verschiedenen Phasen der Adoleszenz (Abhängigkeit bis Unabhängigkeit)
  • Einfluss von Lebensumständen wie Erbe, Demografie und Hungersnöten
  • Die soziale Funktion der Wanderjahre und Bruderschaften
  • Der Wandel der familiären Strukturen im historischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4.1 Fruchtbarkeit und Sterberate

Betrachtet man das Verhältnis zwischen Eltern und Kinder, so mag man schneller der Auffassung sein, dass die Eltern ihren Kindern nicht genügend Zuwendung und Zärtlichkeit entgegen brachten. Ja sogar von Selbstsucht war die Rede. Dies war jedoch nicht der Fall. Die enorm hohe Sterberate der Kinder war ein sehr bedeutender Bestandteil im vorindustriellen Leben. Fast die Hälfte aller Kinder starben an mangelnder Hygiene, sowie an Unterernährung noch vor dem 20. Lebensjahr. Eltern wurde geraten eine nicht allzu emotionale Bindung zu ihren Kindern aufzubauen. Gleichzeitig wurden die Kinder schon während des Aufwachsens auf den Tod vorbereitet.

Da Kinder für die Familie sehr wichtig waren, war es logisch, dass die Frauen im Laufe ihres Lebens 10 -15 mal schwanger wurden.

„Kinder waren für die vorindustrielle Gesellschaft das, was Pension und Sozialversicherung für uns heute sind. Sie waren eine Art Kapitalanlage, die auch wenn sie sich nicht immer auszahlte, für Eltern notwendig war, wenn sie ruhigen Auges ihren alten Tagen entgegensehen und den Fortbestand ihres Besitzes sichern wollten.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den zeitlichen Rahmen der Untersuchung (15.-19. Jahrhundert) und betont die Notwendigkeit, sich für das Verständnis der historischen Jugend von heutigen Wertvorstellungen zu distanzieren.

2. Pubertär-Adoleszenz: Dieses Kapitel erläutert, dass die moderne Trennung von Kindheit, Pubertät und Erwachsensein historisch nicht existierte und körperliche Entwicklungsprozesse stark von sozialen Schichten und Arbeitsbelastung abhingen.

3. Phasen der Adoleszenz: Der Autor folgt John R. Gillis und beschreibt die Einteilung in drei Stufen: Abhängigkeit, Halbabhängigkeit und Unabhängigkeit.

4. Lebensumstände: Es werden die ökonomischen und sozialen Rahmenbedingungen wie Erbrecht, hohe Kindersterblichkeit, demografische Krisen und das patriarchale Familiengefüge analysiert.

5. Wanderjugend: Dieses Kapitel behandelt die Tradition der Wanderjahre als notwendigen Prozess für Jugendliche ohne Erbanspruch, um Arbeit oder Ausbildung zu finden.

6. Brüderschaften: Es wird die Rolle der Bruderschaften als zentrales Kontrollorgan der damaligen Jugend und ihr Wandel bis hin zu den Freimaurern beschrieben.

7. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Jugend trotz starker Fremdbestimmung durch die Familie eine eigene Geschichte geschrieben und durch Jugendbewegungen sukzessive mehr Selbstbestimmung erkämpft hat.

Schlüsselwörter

Jugendgeschichte, Mittelalter, Adoleszenz, Wanderjugend, Bruderschaften, Sozialgeschichte, Industrialisierung, Familienstruktur, Erbrecht, Demografie, Pubertät, Jugendkultur, Tradition, Abhängigkeit, Lebensumstände

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die Geschichte der Jugend in Europa vom Mittelalter bis zur vorindustriellen Zeit und analysiert, wie junge Menschen in dieser Epoche aufwuchsen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Adoleszenzphasen, die ökonomischen Lebensbedingungen der Familien, das Wanderwesen und die soziale Kontrolle durch bruderschaftliche Organisationen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den historischen Wandel der Jugend vom fremdbestimmten Familienmitglied hin zur eigenständigen Lebensphase aufzuzeigen und die damaligen Bräuche nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Sozialgeschichtsanalyse, wobei insbesondere die Theorien von John R. Gillis und Michael Mitterauer diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die biologische und soziale Entwicklung der Adoleszenz, die strukturellen Rahmenbedingungen der Familien sowie die Rolle von Wanderjahren und organisierten Jugendgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Sozialgeschichte, Wanderjugend, Adoleszenz, Familienstruktur und Tradition geprägt.

Warum war eine starke emotionale Bindung zwischen Eltern und Kindern früher oft problematisch?

Aufgrund der enorm hohen Kindersterblichkeit wurde Eltern geraten, keine allzu enge emotionale Bindung aufzubauen, um das Verlustrisiko emotional abzufedern.

Welche Rolle spielten die Bruderschaften für junge Menschen auf Wanderschaft?

Bruderschaften fungierten als zentrale Kontrollinstanzen und moralische Wächter, die den Jugendlichen fernab ihrer Heimat Orientierung und eine gewisse soziale Struktur boten.

Was unterscheidet das historische „Wandern“ vom modernen „Wandervogel“?

Das historische Wandern war primär ökonomisch bedingt durch Arbeitssuche, während der Wandervogel später primär kulturelle und ideelle Ziele wie Autonomie verfolgte.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Jugend vom Mittelalter bis zur vorindustriellen Zeit Europas
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Institut für praxisorientierte Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
Hausarbeit zum sozialwissenschaftlichen Propädeutikum: Am Beispiel: Sozialwissenschaftliche Jugendtheorien
Note
1,7
Autor
Marcus Sommerey (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
15
Katalognummer
V41710
ISBN (eBook)
9783638399197
ISBN (Buch)
9783638749985
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugend Mittelalter Zeit Europas Hausarbeit Propädeutikum Beispiel Sozialwissenschaftliche Jugendtheorien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcus Sommerey (Autor:in), 2005, Die Jugend vom Mittelalter bis zur vorindustriellen Zeit Europas, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41710
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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