Diese Forschungsarbeit untersucht die Fragen, wie sich die subjektiv empfundenen körperlichen Anstrengungen hinsichtlich des Geschlechts und Alters unterscheiden und welche hauptsächlichen Arbeitsanforderungen mit welchen empfundenen Arbeitsanstrengungen zusammenhängen. Mit Hilfe eines Fragebogens, an dem 119 Teilnehmer teilgenommen haben, wurden dazu drei Hypothesen untersucht. Die Beantwortungen aller genutzten Skalen sind gleichmäßig verteilt beziehungsweise normalverteilt. Es wurden alle Skalenwerte ausgeschöpft und keine Beantwortung ausgelassen.
Hypothese 1, dass sich weibliche und männliche Mitarbeiter hinsichtlich der empfundenen körperlichen Anstrengungen unterscheiden, ist zu verwerfen, da die Testung mit dem Chi-Quadrat-Test nicht signifikant war. Es existieren also keine geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich der empfundenen körperlichen Anstrengung.
Hypothese 2, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen der empfundenen körperlichen Anstrengung und steigendem Alter gibt, gilt als vorläufig bewährt, da die Testung mit dem Korrelationskoeffizienten (Spearman) signifikant war. Als Ausnahme ist die Korrelation „Alter“ und „Anstrengung: Beengte Raum-/Platzverhältnisse“ nicht signifikant. Es besteht also ein positiver Zusammenhang zwischen steigendem Alter und der empfundenen körperlichen Anstrengung, außer bei beengten Raum- und Platzverhältnissen als Anstrengungsart.
Hypothese 3, dass empfundene körperliche Anstrengungen in Zusammenhang mit den hauptsächlichen Arbeitsanforderungen stehen, gilt als vorläufig bewährt, da die Testung mit dem Korrelationskoeffizienten (Spearman) signifikant war. Als Ausnahme ist die Korrelation „Körperliche Anforderung: Über Kopf“ und „Skalensumme Anstrengung“ nicht signifikant. Es besteht also ein Zusammenhang zwischen empfundenen körperlichen Anstrengungen und den hauptsächlichen Arbeitsanforderungen, außer bei körperlichen Anforderungen des Arbeitens über Kopf, die in keinem Zusammenhang zu empfundenen körperlichen Anstrengungen steht.
Die Forschungsarbeit kommt zu dem Ergebnis, dass sich die subjektiv empfundenen körperlichen Anstrengungen hinsichtlich des Geschlechts nicht unterscheiden, aber ein positiver Zusammenhang zu steigendem Alter existiert. Weiterhin besteht ein Zusammenhang zwischen den empfundenen körperlichen Anstrengungen und den hauptsächlichen Arbeitsanforderungen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Theoretischer Hintergrund
- Arbeitsanforderungen und Belastungen
- Geschlechtsspezifische Unterschiede
- Altersunterschiede und Arbeitsbelastung
- Forschungsfragen und Hypothesen
- Hypothese 1: Geschlechterunterschiede
- Hypothese 2: Zusammenhang mit Alter
- Hypothese 3: Zusammenhang mit Arbeitsanforderungen
- Operationalisierung
- Datenerhebung
- Datenauswertung
- Datenaufbereitung
- Beschreibung der Stichprobe
- Deskriptive Analyse
- Inferenzstatistische Analyse
- Hypothese 1
- Hypothese 2
- Hypothese 3
- Ergebniszusammenfassung
- Interpretation und Ausblick
- Literaturverzeichnis
- Tabellenverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Anhangsverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Forschungsarbeit befasst sich mit der Frage, wie sich subjektiv empfundene körperliche Anstrengungen in Bezug auf Geschlecht und Alter unterscheiden und welche Arbeitsanforderungen mit diesen Anstrengungen zusammenhängen.
- Untersuchung des Einflusses von Geschlecht auf die Wahrnehmung körperlicher Anstrengungen.
- Analyse des Zusammenhangs zwischen Alter und subjektiv empfundener Anstrengung.
- Beurteilung der Beziehung zwischen Arbeitsanforderungen und körperlichen Anstrengungen.
- Ermittlung von möglichen Ausreißern und deren Interpretation.
- Beurteilung der Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema „Gesundes Arbeiten“ ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung. Das Kapitel „Theoretischer Hintergrund“ befasst sich mit den Auswirkungen von Arbeitsanforderungen auf die Belastungen der Arbeitnehmer, wobei insbesondere geschlechtsspezifische und altersbedingte Unterschiede betrachtet werden. In Kapitel 3 werden die Forschungsfragen und die dazugehörigen Hypothesen vorgestellt. Die Operationalisierung der Skalen und die Methode der Datenerhebung werden in den Kapiteln 4 und 5 erläutert. Kapitel 6 widmet sich der detaillierten Datenauswertung, einschließlich der Datenaufbereitung, der Beschreibung der Stichprobe, der deskriptiven Analyse und der inferenzstatistischen Analyse der drei Hypothesen. Die Ergebnisse werden im Kapitel 7 zusammengefasst. Schließlich bietet Kapitel 8 eine Interpretation der Ergebnisse und einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Schlüsselwörter
Diese Forschungsarbeit konzentriert sich auf die Themen „Gesundes Arbeiten“, „körperliche Anstrengung“, „subjektive Wahrnehmung“, „Geschlechterunterschiede“, „Alterseffekte“, „Arbeitsanforderungen“, „Disuse-Effekt“, „Mitarbeiterbefragung“, „Chi-Quadrat-Test“, „Korrelationsanalyse“ und „Spearman-Rho“. Die Studie untersucht den Einfluss von Geschlecht und Alter auf die Wahrnehmung von körperlichen Anstrengungen im Zusammenhang mit verschiedenen Arbeitsanforderungen.
Häufig gestellte Fragen
Gibt es Geschlechterunterschiede bei der empfundenen körperlichen Anstrengung?
Nein, die Untersuchung ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Mitarbeitern hinsichtlich der subjektiv wahrgenommenen Anstrengung.
Wie beeinflusst das Alter die Wahrnehmung von Arbeitsanstrengung?
Es besteht ein positiver Zusammenhang: Mit steigendem Alter nehmen Mitarbeiter die körperliche Anstrengung am Arbeitsplatz subjektiv stärker wahr.
Welche Arbeitsanforderung korreliert nicht mit der allgemeinen Anstrengung?
Die Anforderung „Arbeiten über Kopf“ zeigte in dieser Studie keinen signifikanten Zusammenhang mit der allgemeinen Skalensumme der empfundenen Anstrengung.
Was ist der „Disuse-Effekt“?
Der Begriff bezieht sich auf den Abbau körperlicher Leistungsfähigkeit durch Nichtgebrauch, was die subjektive Anstrengung bei Belastung erhöhen kann.
Wie viele Personen nahmen an der Befragung teil?
An der Mitarbeiterbefragung zum Thema „Gesundes Arbeiten“ nahmen insgesamt 119 Personen teil.
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- Andrea Martini (Author), 2017, "Gesundes Arbeiten". Mitarbeiterbefragung zu körperlicher Anstrengung am Arbeitsplatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416739