Diese Hausarbeit soll Verletzungen des passiven Bewegungsapparates bei Volleyballern behandeln. Diese kommen öfter vor als sie tatsächlich wahrgenommen werden. Nicht nur im muskulären Bereich finden Adaptationsprozesse statt, welche zu Verletzungen führen können. Auch der passive Bewegungsapparat weist starke Adaptationserscheinungen auf und kann durch Fehl- bzw. Überbelastung auf Dauer sehr stark geschädigt werden.
Dementsprechend beschäftigen sich die folgenden Ausführungen mit den Folgeschäden, die von falschem Training resultieren oder durch mögliche traumatische Erlebnisse, wie Körperkontakt mit Mit- bzw. Gegenspielern entstehen könnten. Die Verletzungsbilder werden nach Körperregionen unterteilt und können natürlich auch auf andere Sportarten übertragen werden, die gleiche oder ähnliche Bewegungsmuster aufweisen. In dieser Ausarbeitung werden allerdings alle Beispiele und Adaptationsprozesse speziell auf die Sportart Volleyball angewandt.
Des Weiteren wird ein kurzer Ausblick in Möglichkeiten der Verletzungsprophylaxe gegeben. Die geschilderten Verletzungsbilder sollen frühzeitig erkannt werden und gegeben falls negative Entwicklungen rechtzeitig gestoppt werden.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 1.1 Fragestellung, Ziele und Relevanz
- 1.2 Begriffliche Vorklärung
- 2 Adaptationsprozesse des passiven Bewegungsapparates
- 2.1 Adaptation der Knochen
- 2.2 Adaptation des Knorpels
- 2.3 Adaptation der Sehnen und Bänder
- 3 Verletzungsbilder in der Schulter und den Fingern
- 3.1 Schulterverletzungen
- 3.1.1 Impingement-Syndrom
- 3.1.2 Slap-Läsion
- 3.1.3 Instabilität
- 3.1.4 Supracapularis-Syndrom (Volleyballschulter)
- 3.1.5 Tendinitis der Bizepssehne
- 3.2 Verletzungen der Finger
- 3.2.1 Fingergelenkdistorsion, - luxation
- 3.2.2 Sehnenriss
- 3.2.3 Fingerfraktur
- 4 Verletzungsbilder im Rumpf und Rücken
- 4.1 Bandscheibenbedingte Rückenschmerzen
- 4.2 Facettenbedingte Rückenschmerzen
- 5 Verletzungsbilder im Knie- und Sprunggelenk
- 5.1 Kniegelenk
- 5.1.1 Patellaspitzen-Syndrom
- 5.1.2 Chondropathia patellae
- 5.1.3 Kniearthrose
- 5.1.4 Meniskusschädigung
- 5.1.5 Kreuzbandriss
- 5.2 Sprunggelenk
- 5.2.1 Supinationstrauma
- 5.2.2 Achillessehnenverletzungen und -reizungen
- 6 Präventionsmaßnahmen und Prophylaxe
- 7 Zusammenfassung und Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht Verletzungen des passiven Bewegungsapparates bei Volleyballern. Der Schwerpunkt liegt auf den Adaptationsprozessen des passiven Bewegungsapparates und den resultierenden Verletzungsbildern, die durch Fehl- oder Überbelastung entstehen können. Die Arbeit betrachtet die Verletzungen nach Körperregionen, wobei alle Beispiele und Adaptationsprozesse speziell auf die Sportart Volleyball angewandt werden. Darüber hinaus werden Möglichkeiten der Verletzungsprophylaxe vorgestellt.
- Adaptationsprozesse des passiven Bewegungsapparates im Volleyball
- Verletzungsbilder in der Schulter und den Fingern
- Verletzungsbilder im Rumpf und Rücken
- Verletzungsbilder im Knie- und Sprunggelenk
- Präventionsmaßnahmen und Prophylaxe
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Fragestellung, Ziele und Relevanz der Arbeit dar. Sie definiert den aktiven und passiven Bewegungsapparat und erläutert die Bedeutung der Verletzungsprophylaxe im Volleyball. Kapitel 2 widmet sich den Adaptationsprozessen des passiven Bewegungsapparates, einschließlich der Anpassungen von Knochen, Knorpel und Sehnen/Bändern. Kapitel 3 konzentriert sich auf Verletzungsbilder in der Schulter und den Fingern, darunter das Impingement-Syndrom, die Slap-Läsion, Instabilität, das Supracapularis-Syndrom (Volleyballschulter) und Tendinitis der Bizepssehne, sowie Fingergelenkdistorsion/luxation, Sehnenriss und Fingerfraktur. Kapitel 4 behandelt Verletzungsbilder im Rumpf und Rücken, einschließlich bandscheibenbedingter und facettenbedingter Rückenschmerzen. Kapitel 5 befasst sich mit Verletzungsbildern im Knie- und Sprunggelenk, darunter das Patellaspitzen-Syndrom, Chondropathia patellae, Kniearthrose, Meniskusschädigung und Kreuzbandriss, sowie Supinationstrauma und Achillessehnenverletzungen/reizungen. Kapitel 6 präsentiert Präventionsmaßnahmen und Prophylaxe.
Schlüsselwörter
Passive Bewegungsapparat, Volleyball, Adaptation, Verletzungen, Schulter, Finger, Rumpf, Rücken, Knie, Sprunggelenk, Prävention, Prophylaxe.
Häufig gestellte Fragen
Welche Körperregionen sind beim Volleyball besonders verletzungsanfällig?
Besonders betroffen sind die Schulter (Volleyballschulter), die Finger (Sehnenrisse, Frakturen), der Rücken (Bandscheiben) sowie das Knie (Patellaspitzen-Syndrom) und das Sprunggelenk.
Was ist das Patellaspitzen-Syndrom?
Es handelt sich um eine Überlastungsreaktion der Patellasehne am Übergang zur Kniescheibe, die durch die häufigen Sprung- und Landebewegungen im Volleyball ausgelöst wird.
Wie passt sich der passive Bewegungsapparat an Belastung an?
Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder unterliegen Adaptationsprozessen. Bei korrekter Belastung werden sie stärker; bei Fehl- oder Überbelastung drohen jedoch chronische Schäden.
Was versteht man unter einer „Volleyballschulter“?
Die Volleyballschulter (Supracapularis-Syndrom) ist eine spezifische Verletzung, die durch die extreme Belastung beim Schmetterschlag entstehen kann und oft mit Instabilität einhergeht.
Welche Präventionsmaßnahmen sind im Volleyball sinnvoll?
Wichtig sind ein gezieltes Aufwärmtraining, Kräftigungsübungen für die stabilisierende Muskulatur, die Korrektur falscher Bewegungsmuster und ausreichende Regenerationsphasen.
Was ist ein Supinationstrauma?
Dies bezeichnet das klassische „Umknicken“ des Fußes nach außen, was im Volleyball häufig bei Landungen nach dem Block oder Angriff am Netz vorkommt.
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- Master of Education Patrice Fankhänel (Author), 2014, Verletzungsbilder des passiven Bewegungsapparates beim Volleyball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415725