Psychische Erkrankungen haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Während in früheren Jahren überwiegend bei Beschäftigungslosen psychische Krankheiten diagnostiziert wurden, nimmt im letzten Jahrzehnt das Ausmaß der psychisch bedingten Fehlzeiten und Frühverrentungen bei Erwerbstätigen auffällig zu. Menschen mit psychischen Erkrankungen haben große Probleme beruflich integriert zu bleiben oder nach einer längeren Krankheitsphase wieder in das Arbeitsumfeld zurückzukehren. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, eine dauerhafte berufliche Ausgliederung, die fehlende Tagesstruktur und die soziale Isolierung wirken sich wiederum ungünstig auf den Krankheitsverlauf aus.
Um die Betroffenen im Umgang mit psychischen Erkrankungen und der beruflichen Wiedereingliederung zu unterstützen, gibt es zahlreiche Maßnahmen und Hilfsangebote. Die Sport- und Bewegungstherapie setzt körperliche Bewegung als Intervention ein und ist eine effektive Methode, um physische, psychische und psychosoziale Beeinträchtigungen zu verbessern, Schädigungen vorzubeugen und Risikofaktoren entgegenzuwirken. Sie nimmt heutzutage eine bedeutende Stellung in der Primär- und Sekundärprävention ein und wird in der folgenden Arbeit in Bezug auf die Behandlung von Patienten mit Depressionen und Angststörungen näher vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zielsetzung der Arbeit
- Aufbau der Arbeit
- Depressionen und Angststörungen
- Krankheitsbild Depression
- Definition und Abgrenzung
- Epidemiologische Aspekte
- Klassifikation depressiver Erkrankungen
- Krankheitsbild Angststörung
- Definition und Abgrenzung
- Epidemiologische Aspekte
- Klassifikation von Angststörungen
- Zusammenhänge von Depressionen und Angststörungen
- Sport- und Bewegungstherapie
- Ziele und Methoden gesundheitsorientierter Bewegung
- Gesundheitsorientiertes Ausdauertraining
- Gesundheitsorientiertes Krafttraining
- Gesundheitsorientiertes Beweglichkeitstraining
- Bewegungsprogramm für das berufliche Trainingszentrum
- Laufen als Therapieansatz bei Depressionen und Angststörungen
- Vorbereitung und Bindung
- Umsetzung und Belastungsintensität
- Setting
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild von Depressionen und Angststörungen, beleuchtet die Zusammenhänge zwischen den beiden Erkrankungen und untersucht die Möglichkeiten, die sich durch Sport- und Bewegungstherapie für Betroffene ergeben. Ziel ist es, verschiedene Methoden gesundheitsorientierter Bewegung aufzuzeigen und ihre Auswirkungen auf die psychische Gesundheit zu erläutern. Zudem wird ein bewegungsorientierter Therapieansatz für Menschen mit Depressionen und Angststörungen dargestellt.
- Krankheitsbilder von Depressionen und Angststörungen
- Zusammenhänge zwischen Depressionen und Angststörungen
- Methoden gesundheitsorientierter Bewegung
- Auswirkungen von Bewegung auf die psychische Gesundheit
- Bewegungsorientierter Therapieansatz bei Depressionen und Angststörungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Relevanz des Themas psychische Erkrankungen im beruflichen Kontext heraus und führt in die Zielsetzung und den Aufbau der Arbeit ein. Das zweite Kapitel befasst sich mit den Krankheitsbildern von Depressionen und Angststörungen. Es werden Definitionen, epidemiologische Aspekte und Klassifikationen der beiden Erkrankungen erläutert. Weiterhin werden die Zusammenhänge zwischen Depressionen und Angststörungen beleuchtet. Das dritte Kapitel widmet sich der Sport- und Bewegungstherapie. Es werden Ziele und Methoden gesundheitsorientierter Bewegung, wie z.B. Ausdauer-, Kraft- und Beweglichkeitstraining, vorgestellt. Zudem wird ein Bewegungsprogramm für Menschen mit Depressionen und Angststörungen im beruflichen Trainingszentrum präsentiert. Dieses Programm beinhaltet Laufen als Therapieansatz, die Vorbereitung und Bindung der Teilnehmer sowie die Umsetzung und Belastungsintensität des Programms. Abschließend wird das Setting des Programms erläutert.
Schlüsselwörter
Depression, Angststörung, psychische Erkrankungen, Sport- und Bewegungstherapie, gesundheitsorientiertes Bewegungsprogramm, berufliches Trainingszentrum, Laufen, Therapieansatz, Vorbereitung, Bindung, Umsetzung, Belastungsintensität, Setting
Häufig gestellte Fragen
Wie hilft Sport bei Depressionen?
Sport wirkt stimmungsaufhellend, baut Stresshormone ab und fördert die Ausschüttung von Endorphinen. Zudem bietet er eine feste Tagesstruktur und wirkt sozialer Isolation entgegen.
Welche Sportarten sind besonders effektiv bei Angststörungen?
Vor allem ausdauerorientierte Aktivitäten wie Laufen oder Walken haben sich als wirksam erwiesen, da sie helfen, körperliche Angstsymptome besser zu regulieren.
Was ist das Ziel einer Sport- und Bewegungstherapie?
Das Ziel ist die Verbesserung physischer und psychischer Beeinträchtigungen sowie die Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung durch Steigerung der Belastbarkeit.
Warum ist Bewegung für die berufliche Integration wichtig?
Menschen mit psychischen Erkrankungen gewinnen durch Sport Selbstvertrauen zurück, was die Angst vor dem Versagen im Arbeitsalltag mindern kann.
Was sollte bei der Umsetzung eines Bewegungsprogramms beachtet werden?
Wichtig sind die richtige Belastungsintensität, eine langfristige Bindung der Teilnehmer und ein unterstützendes Setting, das auf die Bedürfnisse psychisch Kranker eingeht.
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- Sandra Unger (Author), 2018, Förderung der körperlichen Aktivität bei Personen mit Depressionen und Angststörungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415402