Diese Arbeit hat zum Ziel, das Konzept der Schreibkonferenzen hinsichtlich der Eignung für die Primarstufe unter Berücksichtigung der Forschungsbefunde dieser Studien genauer zu beleuchten. Dabei soll folgende Forschungsfrage beantwortet werden: Welche Rolle wird dem Überarbeiten von Texten in der Grundschule zugeschrieben und welche Möglichkeiten und Grenzen zeigen sich bei Schreibkonferenzen?
Zunächst soll die Rolle des Revidierens von Texten in der Grundschule näher betrachtet werden. Hierbei werden die Relevanz von Überarbeitungen im Schreibprozess und die Erwartungen an Grundschulkinder hinsichtlich Überarbeitungshandlungen aufgezeigt. Anschließend wird ein Modell der Schreibentwicklung nach Becker-Mrotzek und Böttcher grob skizziert. Trotz der Kritik an solchen stufenförmigen Entwicklungsmodellen, wird das Modell hier thematisiert, um die Schwierigkeiten von Grundschulkindern beim Verfassen von Texten aufzuzeigen. Neben diesen bringen Textrevisionshandlungen eigene Herausforderungen mit sich.
Hierauf und auf die Möglichkeiten von Grundschulkindern, Textrevisionen durchzuführen, wird anschließend eingegangen. Spitta zufolge bieten Schreibkonferenzen eine Chance, eine Überarbeitungshaltung in der Grundschule zu fördern. Daher wird ihr Ansatz mit Blick auf den organisatorischen Rahmen und ihre Ergebnisse vorgestellt. Hieraus lässt sich die Notwendigkeit weiterführender Studien und eine Begründung für die Fokussierung auf die Studien von Necknig und Nitz im Rahmen dieser Arbeit ableiten. Diese werden im Anschluss betrachtet. Dann werden schließlich die Möglichkeiten und Grenzen von Schreibkonferenzen, die sich aus den vorherigen Kapiteln ergeben haben, aufgezeigt.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Zur Rolle des Revidierens von Texten in der Grundschule
- 2.1 Schreibentwicklung
- 2.2 Komplexität von Textrevisionshandlungen
- 2.3 Textrevisionshandlungen im Grundschulalter
- 3. Schreibkonferenzen
- 3.1 Spittas Ansatz
- 3.1.1 Organisatorischer Rahmen
- 3.1.2 Ergebnisse und Schlussfolgerungen
- 3.2 Notwendigkeit weiterführender Studien
- 3.2.1 Wirksamkeit von Schreibkonferenzen im Vergleich zur traditionellen Aufsatzdidaktik (Necknig)
- 3.2.1.1 Ergebnisse
- 3.2.1.2 Kritische Aspekte und Folgerungen
- 3.2.2 Revisionskompetenz von Grundschulkindern hinsichtlich einer Verbesserung der Kohärenz (Nitz)
- 3.2.2.1 Ergebnisse
- 3.2.2.2 Kritische Aspekte und Folgerungen
- 4. Möglichkeiten und Grenzen von Schreibkonferenzen
- Relevanz von Überarbeitungen im Schreibprozess
- Herausforderungen von Textrevisionshandlungen für Grundschulkinder
- Spittas Ansatz zur Förderung einer Überarbeitungshaltung
- Empirische Untersuchungen zur Wirksamkeit von Schreibkonferenzen
- Möglichkeiten und Grenzen von Schreibkonferenzen in der Grundschule
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Schreibkonferenzen hinsichtlich ihrer Eignung für die Primarstufe. Im Fokus steht die Frage, welche Rolle dem Überarbeiten von Texten in der Grundschule zugeschrieben wird und welche Möglichkeiten und Grenzen sich bei Schreibkonferenzen zeigen.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 2 beleuchtet die Rolle des Revidierens von Texten in der Grundschule. Es wird die Bedeutung von Überarbeitungen im Schreibprozess sowie die Erwartungen an Grundschulkinder hinsichtlich Überarbeitungshandlungen aufgezeigt. Darüber hinaus wird ein Modell der Schreibentwicklung nach Becker-Mrotzek und Böttcher skizziert, um die Schwierigkeiten von Grundschulkindern beim Verfassen von Texten zu verdeutlichen.
Kapitel 3 stellt Spittas Ansatz zu Schreibkonferenzen vor, inklusive des organisatorischen Rahmens und der Ergebnisse seiner Forschung. Die Notwendigkeit weiterführender Studien und die Begründung für die Fokussierung auf die Studien von Necknig und Nitz werden ebenfalls erläutert.
Kapitel 4 analysiert die Studien von Necknig und Nitz, die die Wirksamkeit von Schreibkonferenzen in der Grundschule und die Revisionskompetenz von Grundschulkindern hinsichtlich der Verbesserung der Kohärenz untersuchen.
Schlüsselwörter
Schreibkonferenzen, Textrevision, Überarbeitungshaltung, Grundschule, Schreibentwicklung, Kohärenz, traditionelle Aufsatzdidaktik, empirische Forschung, Spitta, Necknig, Nitz.
Häufig gestellte Fragen
Was sind Schreibkonferenzen in der Grundschule?
Es ist eine Methode, bei der Kinder ihre Texte gegenseitig lesen, besprechen und gemeinsam Tipps zur Überarbeitung geben.
Welche Vorteile bieten Schreibkonferenzen für Grundschüler?
Sie fördern eine positive Überarbeitungshaltung, stärken die Revisionskompetenz und verbessern die Textqualität (z. B. die Kohärenz).
Warum fällt Grundschülern das Überarbeiten von Texten schwer?
Wegen der hohen Komplexität von Textrevisionshandlungen und dem noch in der Entwicklung befindlichen Schreibprozess (nach Becker-Mrotzek).
Was ist der Ansatz von Spitta?
Spitta entwickelte einen organisatorischen Rahmen für Schreibkonferenzen, um das Revidieren als festen Bestandteil des Schreibunterrichts zu etablieren.
Sind Schreibkonferenzen effektiver als traditioneller Aufsatzunterricht?
Die Arbeit vergleicht hierzu Studien von Necknig und Nitz, die die Wirksamkeit und Grenzen dieser Methode empirisch untersucht haben.
Was sind die Grenzen von Schreibkonferenzen?
Herausforderungen liegen im Zeitaufwand, der sozialen Dynamik in den Gruppen und der notwendigen methodischen Anleitung durch die Lehrkraft.
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- Anonym (Author), 2017, Texte überarbeiten in der Grundschule. Möglichkeiten und Grenzen von Schreibkonferenzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414588