Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit folgender Frage: Warum kommt es zu Kooperation zwischen egoistisch denkenden Staaten? Hierfür werden insbesondere die Welthandelsrunde der Uruguay-Runde (1986-1994) und die daraus entstehende WTO untersucht. Aus den Ergebnissen und Folgen der Uruguay-Runde können dann mögliche Kooperationsgründe abgeleitet werden. Gründe für bilaterale Kooperation werden nicht behandelt.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Überblick
- Theorie und Operationalisierung
- Effizienzsteigerung
- Chancengleichheit
- Vertrauensaufbau
- Analyse
- Hypothese 1
- Hypothese 2
- Hypothese 3
- Fallbeispiel: Deutschland
- Hypothese
- Bewertung der Hypothese
- Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Gründe für die Kooperation zwischen egoistisch denkenden Staaten am Beispiel der Uruguay-Runde (1986-1994) und der daraus entstandenen Welthandelsorganisation (WTO). Dabei wird die Frage nach den Motiven für die Kooperation zwischen Staaten im Kontext der Uruguay-Runde anhand des rationalistischen Institutionalismus (RI) von Robert Keohane beantwortet. Die Arbeit analysiert, wie die Uruguay-Runde zur Entstehung der WTO geführt hat und welche Ergebnisse die Runde erzielt hat.
- Das rationalistische Verständnis von staatlicher Kooperation
- Die Rolle von Institutionen bei der Förderung von Kooperation
- Die Uruguay-Runde als Beispiel für erfolgreiche internationale Kooperation
- Die Entstehung und Entwicklung der WTO
- Die Bedeutung des Freihandels für die globale Wirtschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Forschungsfrage der Arbeit dar und erläutert den theoretischen Ansatz des rationalistischen Institutionalismus. Anschließend gibt der Überblick eine Zusammenfassung der Entstehung der Uruguay-Runde und der wichtigsten Ergebnisse der Welthandelsrunde. Das Kapitel „Theorie und Operationalisierung“ erläutert die Kerngedanken des RI nach Keohane und formuliert drei Hypothesen, die die Kooperation zwischen Staaten auf institutioneller Ebene erklären könnten. In der Analyse werden diese Hypothesen mit Einbeziehung von Störfaktoren auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft. Das Fallbeispiel „Deutschland“ untersucht, wie sich Deutschland nach RI-Gesichtspunkten in den Verhandlungen der Uruguay-Runde verhalten müsste.
Schlüsselwörter
Uruguay-Runde, Welthandelsorganisation (WTO), rationalistischer Institutionalismus (RI), Robert Keohane, Kooperation, internationale Kooperation, Freihandel, Protektionismus, GATT, Effizienzsteigerung, Chancengleichheit, Vertrauensaufbau.
Häufig gestellte Fragen
Warum kooperieren Staaten laut dem rationalistischen Institutionalismus?
Staaten kooperieren, um Effizienz zu steigern, Chancengleichheit zu sichern und Vertrauen aufzubauen, da sie erkennen, dass gemeinsame Institutionen ihre langfristigen Eigeninteressen besser schützen.
Was war die Uruguay-Runde?
Die Uruguay-Runde (1986-1994) war eine multilaterale Handelsrunde des GATT, die zur Gründung der Welthandelsorganisation (WTO) führte.
Welche Rolle spielte Robert Keohane für diese Arbeit?
Keohanes Theorie des rationalistischen Institutionalismus (RI) bildet das theoretische Gerüst, um das Verhalten egoistischer Staaten in internationalen Organisationen zu erklären.
Fördert die WTO den Freihandel?
Ja, die Arbeit analysiert, wie die WTO als Institution Regeln schafft, die Protektionismus abbauen und den globalen Freihandel fördern.
Wird Deutschland als Fallbeispiel untersucht?
Ja, das Fallbeispiel Deutschland untersucht, inwieweit das reale Verhalten des Staates in den Verhandlungen mit den Hypothesen des RI übereinstimmt.
- Quote paper
- Julian Ibald (Author), 2017, Warum kooperieren Staaten? Eine Untersuchung anhand der Uruguay-Runde, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413628