Bewusstsein, Wahrnehmung und Kommunikation, wie zum Beispiel die Unmittelbarkeit der Wahrnehmung durch unsere Sinnesorgane, sind für uns heutzutage so selbstverständlich, dass dies nicht weiter hinterfragt wird. Unser alltagstheoretisches Verständnis setzt all diese Phänomene als gegeben voraus, ohne sie jedoch näher zu betrachten. Um zu überprüfen, wie viel bzw. wie wenig wir über diese doch so selbstverständlichen Phänomene wissen, sollten wir uns fragen, wie eigentlich die Strukturen, Prozesse und Operationen, die diesen Phänomenen zugrunde liegen, aussehen, worin sie sich ähnlich sind und worin sie sich unterscheiden. Genau hier setzen der Konstruktivismus und die ihm verwandten Arbeiten und Theorien an, indem sie postulieren, dass die Welt bzw. die Wirklichkeit nur eine Konstruktionsleistung des Gehirns sei.
In der vorliegenden Seminararbeit soll nun versucht werden, den Konstruktivismus und insbesondere die Konstruktivistische Didaktik ansatzweise zu beleuchten. Vor allem möchten wir kritisch auf deren Ansätze eingehen, indem die Vor- sowie die Nachteile einer Konstruktivistischen Didaktik aufgezeigt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Konstruktivismus
- Begriffe, Definitionen und Geschichte
- Der Konstruktivismus als Lerntheorie
- Konstruktivistische Didaktik
- Bewertung des Konstruktivismus / der konstruktivistischen Didaktik
- Folgerungen aus dem Konstruktivismus / der konstruktivistischen Didaktik
- Kritik am Konstruktivismus
- Kritische Aspekte einer konstruktivistischen Pädagogik / Didaktik
- Bewertung der Konstruktivistischen Didaktik aus studentischer Sicht
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit beschäftigt sich mit dem Konstruktivismus und dessen Anwendung in der Didaktik. Sie untersucht die zentralen Aussagen des Konstruktivismus und dessen Bedeutung für das Lernen und die Wissensgenerierung. Des Weiteren analysiert sie die Kritik am Konstruktivismus und beleuchtet die Vor- und Nachteile einer konstruktivistischen Didaktik.
- Konstruktivismus als Erkenntnistheorie und Lerntheorie
- Konstruktivistische Didaktik und ihre Prinzipien
- Kritik am Konstruktivismus
- Folgerungen für die Praxis
- Bewertung aus studentischer Sicht
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Seminararbeit ein und skizziert die Bedeutung von Bewusstsein, Wahrnehmung und Kommunikation für das menschliche Erkenntnisvermögen. Im zweiten Kapitel werden zentrale Begriffe und Definitionen des Konstruktivismus beleuchtet, die Geschichte des Konstruktivismus und die Rolle des Konstruktivismus als Lerntheorie werden vorgestellt. Kapitel 3 widmet sich der Bewertung des Konstruktivismus und der konstruktivistischen Didaktik. Es beleuchtet die Folgerungen aus dem Konstruktivismus, analysiert die Kritik am Konstruktivismus und diskutiert kritische Aspekte einer konstruktivistischen Pädagogik / Didaktik. Des Weiteren werden verschiedene Perspektiven auf die konstruktivistische Didaktik aus studentischer Sicht vorgestellt.
Schlüsselwörter
Konstruktivismus, Lerntheorie, Didaktik, Kritik, Erkenntnistheorie, Wissensproduktion, Wahrnehmung, Realität, Subjekt, Objektivität, Empirismus, Pädagogik.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Grundthese des Konstruktivismus?
Der Konstruktivismus postuliert, dass die Wirklichkeit nicht einfach objektiv wahrgenommen wird, sondern eine Konstruktionsleistung des menschlichen Gehirns ist.
Wie sieht konstruktivistisches Lernen aus?
Lernen wird als aktiver, subjektiver Prozess verstanden. Wissen kann nicht einfach „übertragen“ werden, sondern jeder Lernende konstruiert sein Wissen auf Basis seiner bisherigen Erfahrungen neu.
Was sind die Vorteile einer konstruktivistischen Didaktik?
Sie fördert die Selbstständigkeit, das kritische Denken und die individuelle Auseinandersetzung mit Lerninhalten, anstatt nur Fakten auswendig zu lernen.
Welche Kritik gibt es am Konstruktivismus?
Kritiker bemängeln oft die Vernachlässigung objektiver Wahrheiten, die Gefahr der Beliebigkeit von Wissen und die Schwierigkeit, klare Leistungsstandards in einer rein konstruktivistischen Pädagogik festzulegen.
Was bedeutet „Unmittelbarkeit der Wahrnehmung“?
Es beschreibt das alltagstheoretische Verständnis, dass unsere Sinne die Welt exakt so abbilden, wie sie ist – ein Konzept, das der Konstruktivismus kritisch hinterfragt.
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- Tim Tengler (Author), Maria Ehlen (Author), Korbinian Müller (Author), 2005, Kritische Aspekte einer konstruktivistischen Didaktik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41282