Hume beschäftigt sich in „Anhang 2. Von der Selbstliebe“ seines Buches „Untersuchung über die Prinzipien der Moral“ mit der These, „[...] dass es keine Leidenschaft [gibt], die uneigennützig ist, ganz gleich, ob wir Zärtlichkeit wirklich fühlen oder uns nur einbilden, ein Gefühl für andere zu haben [...]“. Dieses Essay beschäftigt sich damit, Humes Argumentation gegen diese These nachzuvollziehen. Dazu wird zunächst Humes Verständnis von der Theorie der Selbstliebe erläutert, um im dritten Abschnitt anschließend seine Gegenargumente und Schlussfolgerungen darzustellen, bevor letztendlich ein Fazit gezogen wird.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Humes Verständnis vom Prinzip der Selbstliebe
- Humes Widerlegung der Selbstliebe
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Dieser Essay analysiert David Humes Argumentation gegen die These, dass alle menschlichen Leidenschaften, selbst scheinbar uneigennützige, letztendlich auf Selbstliebe beruhen. Es wird Humes Verständnis der Selbstliebe erläutert und seine Gegenargumente präsentiert.
- Humes Kritik an der These der Selbstliebe
- Empirische Beweise für uneigennütziges Handeln
- Die Rolle von Wohlwollen und Freundschaft in der Moral
- Die Natur des menschlichen Geistes und die Existenz primärer Begierden
- Die Analogie zwischen Hunger, Rache und Wohlwollen
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Der Essay beginnt mit einer Einleitung, die den Fokus des Essays auf Humes Argumentation gegen die These der Selbstliebe legt. Er stellt die Struktur des Essays dar, die zunächst Humes Verständnis der Selbstliebe erläutert und anschließend seine Gegenargumente und Schlussfolgerungen präsentiert.
Humes Verständnis vom Prinzip der Selbstliebe
In diesem Kapitel erläutert der Essay Humes Interpretation der These, dass alle Leidenschaften, auch scheinbar uneigennützige, auf Selbstliebe beruhen. Es wird hervorgehoben, dass nach dieser These auch Freundschaft nur eine Form der Selbstliebe sei und alle Handlungen letztendlich auf das eigene Glück und Wohlergehen ausgerichtet seien.
Humes Widerlegung der Selbstliebe
Dieser Abschnitt präsentiert Humes Argumente gegen die These der Selbstliebe. Er argumentiert, dass die These nicht mit der Erfahrung übereinstimmt und es empirische Beweise für uneigennütziges Handeln gibt. Hume stellt die Existenz von Wohlwollen und Freundschaft als unabhängige Motive des menschlichen Verhaltens in Frage.
Schlüsselwörter
David Hume, Selbstliebe, Wohlwollen, Freundschaft, Moral, empirische Philosophie, menschliche Natur, Neigungen, Leidenschaften, Begierden, uneigennütziges Handeln.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Humes Hauptargument gegen die These der Selbstliebe?
Hume argumentiert, dass die These nicht mit der menschlichen Erfahrung übereinstimmt und es empirische Beweise für tatsächlich uneigennütziges Handeln gibt.
Was besagt die Theorie der Selbstliebe?
Sie behauptet, dass es keine uneigennützigen Leidenschaften gibt und alle Handlungen letztlich auf das eigene Glück und Wohlergehen ausgerichtet sind.
Welche Rolle spielen Wohlwollen und Freundschaft bei Hume?
Hume sieht Wohlwollen und Freundschaft als unabhängige, reale Motive des menschlichen Verhaltens, die nicht auf Eigennutz reduziert werden können.
Welche Analogie nutzt Hume zur Widerlegung?
Er zieht Analogien zwischen primären Begierden wie Hunger oder Rache und dem Wohlwollen, um zu zeigen, dass Begierden direkt auf ein Objekt gerichtet sein können.
In welchem Werk findet man Humes Argumentation?
Die Argumente finden sich im „Anhang 2. Von der Selbstliebe“ seines Buches „Untersuchung über die Prinzipien der Moral“.
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- Anonym (Author), 2017, David Humes Argumentation gegen die These der Selbstliebe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412681