Seit geraumer Zeit befaßt sich die Psychologie mit Emotionen; vor allem mit dem Thema Angst
haben sich Psychologen schon seit langem auseinandergesetzt – sei es mit der von Freud
angewandten Psychoanalyse, mit dem vom Mowrer praktizierten Behaviorismus oder mit der
von Eysenck betriebenen kognitiven Psychologie.
Im folgenden werde ich mich auf die Emotionen Angst, Ekel und Verachtung konzentrieren,
einen Einblick in die aufgeführten Emotionen geben und untersuchen, ob sich Gefühle,
Stimmungen, Begierden und Leidenschaften bei den Menschen auf gleiche Weise äußern, und
ob Piderits Theorie, die besagt dass „das Mienenspiel bei allen Menschen das selbe wäre, wobei
die Sprachen bei den Völkern sehr verschieden seien“ belegbar ist.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Angst
- Unterschied zwischen Angst und Ängstlichkeit
- Angst, selektive Aufmerksamkeit und Hypervigilanz
- Bereichsspezifität und Komponenten des Angsterlebens
- Angst, Leistung und Effizienz
- Angst und Leitung als Klassiker der Angstforschung
- Theorie der Verarbeitungseffizienz
- Angst und Angstbewältigung
- Strategien der Angstbewältigung: „Erste Tradition“
- Strategien der Angstbewältigung: „Zweite Tradition“
- Ekel
- Definition und Grundmechanismus
- Entwicklung der Ekelemotion
- Der mimische Ausdruck der Ekelemotion
- Neuroanatomische Lokalisation der mimischen Ekelwahrnehmung
- Psychobiologische Reaktionen nach Ekelinduktion
- Die Frage nach der Ekelsensitivität
- Verachtung
- Definition und Einordnung in Emotionssysteme
- Der mimische Ausdruck von Verachtung und seine Erkennbarkeit
- Individuelle Differenzen
- Resumé
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit zielt darauf ab, einen Überblick über die Emotionen Angst, Ekel und Verachtung zu geben und ihre unterschiedlichen Aspekte zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie diese Emotionen auf kognitiver, physiologischer und verhaltensbezogener Ebene zum Ausdruck kommen.
- Die unterschiedlichen Erscheinungsformen und Definitionen von Angst
- Die Rolle von Angst in Bezug auf selektive Aufmerksamkeit und Hypervigilanz
- Der Zusammenhang zwischen Angst und Leistung, sowie verschiedene Bewältigungsstrategien
- Die physiologischen und neurologischen Aspekte des Ekelgefühls
- Die Ausdrucksformen und Ursachen von Verachtung
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Emotionen ein und erläutert, warum diese für die Psychologie relevant sind. Der Fokus liegt insbesondere auf den Emotionen Angst, Ekel und Verachtung.
- Angst: Dieses Kapitel befasst sich mit der Definition von Angst und unterscheidet zwischen Angst als Zustand und Ängstlichkeit als Persönlichkeitsmerkmal. Weiterhin wird die Rolle von Angst in Bezug auf selektive Aufmerksamkeit und Hypervigilanz beleuchtet. Darüber hinaus werden verschiedene Theorien zum Zusammenhang zwischen Angst und Leistung sowie verschiedene Bewältigungsstrategien vorgestellt.
- Ekel: Dieses Kapitel beleuchtet den Ekel als Emotion und untersucht seine Definition, seine Entwicklung, seine physiologischen und neurologischen Aspekte, sowie seine mimischen Ausdrucksformen.
- Verachtung: Dieses Kapitel betrachtet die Emotion Verachtung, ihre Definition, ihre Einordnung in Emotionssysteme, ihre mimischen Ausdrucksformen und die Frage nach individuellen Differenzen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit den Emotionen Angst, Ekel und Verachtung und analysiert ihre kognitiven, physiologischen und verhaltensbezogenen Aspekte. Wichtige Themengebiete sind: selektive Aufmerksamkeit, Hypervigilanz, Angstbewältigung, Ekelemotion, mimischer Ausdruck, neuroanatomische Lokalisation und individuelle Unterschiede.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Angst und Ängstlichkeit?
Angst beschreibt einen aktuellen emotionalen Zustand in einer bedrohlichen Situation, während Ängstlichkeit ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal ist, das die Neigung beschreibt, Situationen als bedrohlich wahrzunehmen.
Wie beeinflusst Angst die sportliche Leistung?
Die Arbeit beleuchtet die Theorie der Verarbeitungseffizienz. Angst kann die Effizienz mindern, da kognitive Ressourcen durch Sorgen beansprucht werden, was die Aufmerksamkeit beeinträchtigt.
Wie äußert sich Ekel auf physiologischer Ebene?
Ekel führt zu spezifischen psychobiologischen Reaktionen und einem charakteristischen mimischen Ausdruck, der neuroanatomisch im Gehirn lokalisiert werden kann.
Was charakterisiert die Emotion Verachtung?
Verachtung wird als soziale Emotion eingeordnet, die oft durch einen asymmetrischen mimischen Ausdruck gekennzeichnet ist und eine Überlegenheit gegenüber dem anderen signalisiert.
Ist das Mienenspiel bei allen Menschen gleich?
Die Arbeit untersucht Piderits Theorie, wonach der mimische Ausdruck von Emotionen (wie Angst oder Ekel) universal ist, auch wenn die gesprochenen Sprachen sich stark unterscheiden.
- Quote paper
- Dominik Lorenz (Author), 2004, Angst, Ekel und Verachtung in der Sportpsychologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40804