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Methoden und Probleme der Risikoidentifikation im Rahmen des Risikomangements nach KonTraG

Title: Methoden und Probleme der Risikoidentifikation im Rahmen des Risikomangements nach KonTraG

Seminar Paper , 2005 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Annika Krause (Author)

Business economics - Controlling
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Vor dem Hintergrund einer Reihe spektakulärer Unternehmenskrisen und –zusammenbrüchen ist in den letzten Jahren wiederholt Kritik am deutschen System der Unternehmensüberwachung geübt worden.Um den auftretenden Fehlentwicklungen entgegenzusteuern, sah sich der Gesetzgeber gezwungen, die vorhandenen Kontroll- und Überwachungsstrukturen per Gesetz zu reformieren. Daher wurden mit dem am 1. Mai 1998 in Kraft getretenen „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)“ neue Anforderungen an den Umgang mit betrieblichen Risiken gestellt bzw. bestehende Anforderungen wurden konkretisiert. Um der Vielfalt der deutschen Unternehmenslandschaft gerecht zu werden, beschränkte sich der Gesetzgeber jedoch auf allgemeine Aussagen hinsichtlich der erforderlichen Maßnahmen zur Risikoerkennung bzw. –identifikation. Dies führte zu erheblicher Unsicherhe it in Bezug auf den gesetzlich geforderten Handlungsbedarf. Darüber hinaus betreten viele Unternehmen im Rahmen der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben Neuland, da ihnen konkrete Vorstellungen darüber fehlen, wie ein Risikoüberwachungssystem in ihrem Falle ausgestaltet und implementiert werden sollte.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffe

2.1. KonTraG

2.2. Risikoidentifikation

2.3. Risikomanagement

3. Änderungen durch KonTraG und deren Auswirkungen

4. Methoden der Umsetzung von KonTraG

4.1. Theoretische Umsetzung

4.1.1. Frühaufklärungssystem

4.1.2. Risikomanagementsystem

4.2. Praktische Umsetzung

4.2.1. DaimlerChrysler AG

4.2.2. DÜRR AG

5. Probleme der praktischen Umsetzung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Anforderungen des „Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)“ im Hinblick auf die Risikoidentifikation und das Risikomanagement theoretisch zu beleuchten und anhand praktischer Umsetzungsbeispiele zu analysieren, wobei insbesondere die Problematik der gesetzlichen Unschärfe und die Notwendigkeit einer gelebten Risikokultur im Fokus der Untersuchung stehen.

  • Grundlagen des KonTraG und dessen Bedeutung für die Unternehmensüberwachung.
  • Methodische Ansätze zur Risikoidentifikation und zum Aufbau von Frühaufklärungssystemen.
  • Systemarchitektur und Dokumentationsanforderungen eines modernen Risikomanagementsystems.
  • Vergleichende Analyse der praktischen Umsetzung bei der DaimlerChrysler AG und der DÜRR AG.
  • Kritische Würdigung der Problematiken bei der praktischen Implementierung der gesetzlichen Vorgaben.

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Frühaufklärungssystem

Die Begriffe Frühwarnung, -erkennung und –aufklärung werden oft als Syno nyme verwendet, was jedoch nicht unbedingt der Realität entspricht.

Tatsächlich sind diese drei Begriffe sehr eng miteinander verwandt und zwar in der Form, dass Frühwarnung sich lediglich auf die frühzeitige Erkennung von Risiken beschränkt, Früherkennung auch die Wahrnehmung von Chancen miteinbezieht und Frühaufklärung zusätzlich die Einleitung von Maßnahmen bzw. ggf. Gegenmaßnahmen sicherstellen soll.

Die Verknüpfung dieser Systeme besteht darin, dass Früherkennung und Frühwarnung Subsysteme des übergeordneten Frühaufklärungssystems sind, wobei die Frühwarnung ihrerseits wiederum ein Subsystem der Früherkennung darstellt. Demnach können Frühwarnung, -erkennung und –aufklärung auch als drei Phasen eines Systems gesehen werden, die aufeinander aufbauen.

Bei den in der Praxis verwendeten Frühwarnsystemen ist eine Weiterentwicklung zu beobachten. Die Frühwarnsysteme der ersten Generation verwendeten als Basis das Datenmaterial des betrieblichen Rechnungswesens, wobei auf Grund der Vergangenheitsorientierung dieser Daten ihre Verwendung sowohl für absolute Kennzahlen, als auch für Beziehungszahlen oder Zahlenreihenbetrachtungen offensichtlich ungeeignet ist. Auf Grund der Basisdatenwahl zeigt sich, dass diese Systeme auf der Zeitstabilitätshypothese beruhen; diese geht davon aus, dass die in der Vergangenheit wirksamen Kräfte auch bis zum Prognosehorizont weiter wirken. Jedoch entspricht diese Annahme nicht dem Grundgedanken des Frühwarnsystems, da das betroffene Unternehmen die möglichen Diskontinuitäten der Umwelt nicht berücksichtigt; somit bleibt bei Eintreten von Unregelmäßigkeiten nur die Möglichkeit des Reagierens, wohingegen das unterjährige Agieren unmöglich wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehungsgeschichte des KonTraG vor dem Hintergrund spektakulärer Unternehmenskrisen und erläutert die gesetzliche Notwendigkeit einer verbesserten Unternehmensüberwachung.

2. Begriffe: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begrifflichkeiten des KonTraG, der Risikoidentifikation und des Risikomanagements als Basis für die weitere Untersuchung.

3. Änderungen durch KonTraG und deren Auswirkungen: Hier werden die durch das Gesetz initiierten Pflichten zur Berichterstattung sowie die erweiterten Aufgaben für Abschlussprüfer und Aufsichtsräte im Detail dargelegt.

4. Methoden der Umsetzung von KonTraG: Das Kapitel erläutert theoretische Konzepte wie Frühaufklärungssysteme und Risikomanagementsysteme und zeigt deren praktische Anwendung anhand der Beispiele DaimlerChrysler AG und DÜRR AG auf.

5. Probleme der praktischen Umsetzung: Es werden die Schwierigkeiten bei der Implementierung der gesetzlichen Anforderungen thematisiert, insbesondere das Fehlen konkreter Richtlinien und die Herausforderungen bei der Mitarbeitersensibilisierung.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass das KonTraG berechtigt ist, kritisiert jedoch die anhaltende Unschärfe bei den Vorgaben zur Ausgestaltung eines Risikomanagementsystems.

Schlüsselwörter

KonTraG, Risikomanagement, Risikoidentifikation, Frühaufklärungssystem, Unternehmensüberwachung, Transparenz, Risikokultur, Risikoberichterstattung, Frühwarnsystem, Interne Revision, Controlling, Risikoportfolio, Unternehmensführung, Abschlussprüfung, Strategische Planung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Seminararbeit untersucht die Auswirkungen des „Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG) auf die Praxis der Risikoidentifikation und des Risikomanagements in deutschen Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Arbeit behandelt die gesetzlichen Hintergründe des KonTraG, die methodischen Ansätze zur Identifikation von Risiken und Chancen sowie die praktische Implementierung von Risikomanagementsystemen in Großunternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den theoretischen Anspruch des Gesetzgebers der realen Umsetzungspraxis gegenüberzustellen und aufzuzeigen, wo Unternehmen bei der Einhaltung der KonTraG-Postulate vor Schwierigkeiten stehen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie Fallstudien zur Untersuchung der praktischen Vorgehensweise bei namhaften Aktiengesellschaften.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den Begriffen, eine Analyse der KonTraG-Auswirkungen auf die Rechnungslegung und Prüfung sowie eine Untersuchung verschiedener Phasenmodelle und Fallbeispiele der praktischen Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind KonTraG, Risikomanagement, Frühaufklärungssystem, Transparenz und Risikoberichterstattung.

Wie unterscheidet sich die Risikoidentifikation aus interner und externer Sicht?

Während die externe Sicht (Gläubiger, Anleger) meist vergangenheitsorientierte Daten nutzt, fungiert die interne Identifikation als aktives Führungsinstrument zur frühzeitigen Erkennung strategischer Chancen und Risiken.

Welche Rolle spielt die Unternehmenskultur bei der Umsetzung des KonTraG?

Die Arbeit betont, dass technologische Lösungen allein nicht ausreichen; entscheidend ist die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter, um ein gelebtes Risikobewusstsein zu schaffen.

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Details

Title
Methoden und Probleme der Risikoidentifikation im Rahmen des Risikomangements nach KonTraG
College
University of Applied Sciences Worms
Grade
1,7
Author
Annika Krause (Author)
Publication Year
2005
Pages
24
Catalog Number
V40687
ISBN (eBook)
9783638391429
Language
German
Tags
Methoden Probleme Risikoidentifikation Rahmen Risikomangements KonTraG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Krause (Author), 2005, Methoden und Probleme der Risikoidentifikation im Rahmen des Risikomangements nach KonTraG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40687
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